- VonFrank Osiewaczschließen
Licht als Hingucker und für mehr Sicherheit: Die Stadt Hamm hat die fünf Lichtobjekte für den Willy-Brandt-Platz gekauft. Fünf Jahre lang waren sie zuvor gemietet worden.
Hamm – Die Kunstbäume am Hammer Bahnhof strahlen in diesem Jahr wieder, und zwar unter neuen Vorzeichen: Die Stadt hat die fünf schillernden Hingucker nach Ablauf eines fünfjährigen Mietverhältnisses gekauft. Wie Pressesprecher Tobias Köbberling mitteilt, sollen sie voraussichtlich am 30. und 31. Oktober aufgebaut werden.
Als Folge der Energiekrise hatte die Stadt im vergangenen fünften und letzten Jahr des Mietverhältnisses auf das Aufstellen verzichtet. Damit setzte sie ein Zeichen nach außen und sparte einige Hundert Euro. Zahlen musste sie für die markanten Bäume allerdings trotzdem: statt der jährlich üblichen 40 000 den reduzierten Preis von 20 000 Euro.
Bestandteil des Sicherheitskonzepts im Bahnhofsumfeld
Die Lichtbäume sollen nicht vorgezogene Weihnachtsbeleuchtung sein, sondern sind Teil eines Beleuchtungskonzeptes, das für mehr Helligkeit und damit für mehr soziale Kontrolle und gefühlte Sicherheit sorgen soll. Die Bäume werden in der dunklen Jahreszeit bis Februar eingeschaltet. Testweise war ein Baum zunächst 2017 aufgestellt worden. 2018 begann dann das Mietverhältnis für fünf Exemplare. Die Bäume wurden unter Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann Teil eines großen Gesamtkonzeptes für mehr Sicherheit im Bahnhofsumfeld, nachdem hier eine eine Sicherheitsdebatte inklusive temporärem Büro von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst entstanden war.
Die CDU in Hamm hatte sich im März dieses Jahres im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnen und Mobilität die Lichtbäume am Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof zurückgewünscht. Mehr Atmosphäre und mehr Sicherheit in Relation zu vergleichsweise geringem Kostenaufwand: Das waren die Argumente der CDU, die Arnd Hilwig seinerzeit anführte.
CDU forderte Lichtbäume zurück
Viele Menschen hätten die Bäume 2022/23 vermisst. Es habe zahlreiche Nachfragen gegeben, erklärte Hilwig damals. Die Bäume seien nicht nur ein beliebtes Fotomotiv und hervorragendes Instrument zum Stadtmarketing gewesen, sondern auch ein geeignetes Mittel, um die Sicherheit rund um den Hauptbahnhof zu erhöhen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das subjektive Sicherheitsgefühl gestiegen ist, seitdem die Bäume fehlen“, sagte der CDU-Kreisvorsitzende im Frühjahr.
Die Stadt hatte daraufhin mitgeteilt, man erwäge den Kauf der Bäume. Für einen „überschaubaren“ Preis, hieß es. Das ist nun laut Pressesprecher Tobias Köbberling erfolgt. „Den Kaufpreis können wir nicht nennen, hier liegt ein schutzbedürftiges privates Interesse des Verkäufers vor“, so der Sprecher.