VonGerald Busschließen
Auf einer Baustelle in Werl kam es zur Explosion eines Stahl-Fasses. Zwei Mitarbeiter sind dabei schwer verletzt worden. Mittlerweile gibt die Firma aber leichte Entwarnung.
Update von Donnerstag, 11. September, 16.20 Uhr: Das Unternehmen teilte mit, dass ihre beiden Mitarbeiter „keine schweren Verletzungen davongetragen haben und es ihnen den Umständen entsprechend gut geht“. Die SAT Straßensanierung GmbH gehört zur Strabag SE, eines der größten Bauunternehmen Europas, zu der auch die Strabag AG mit Sitz in Köln gehört.
„Es ist richtig, dass es auf dem Lagerplatz einer in der Nähe befindlichen Fahrbahndeckensanierung der SAT Straßensanierung GmbH zu einer Verpuffung gekommen ist, bei der zwei Mitarbeiter des Unternehmens verletzt wurden“, bestätigte Konzernsprecherin Birgit Kümmel auf Anfrage. „Nach derzeitigem Erkenntnisstand ereignete sich der Unfall beim Umgang mit einem mit Haftkleber gefüllten Einwegfass.“ Zur Unfallursache könne das Unternehmen aber noch keine Angaben machen.
Haftkleber werde im Asphaltstraßenbau eingesetzt, um einen besseren Verbund von Trag- und Deckschicht herzustellen, erläuterte die Strabag-Sprecherin. Es handele sich um ein im Straßenbau gängiges Verfahren. „Die SAT-Mitarbeiter sind hierin erfahren und im Umgang mit den eingesetzten Materialien und Maschinen nachweislich geschult.“ Das betreffende Stahl-Fass war nach Schilderung von Einsatzkräften wohl nahezu leer, es könnten sich aber Gase gebildet haben.
Explosion von Stahlfass auf Baustelle: Amt für Arbeitsschutz ermittelt
Die Polizei alarmierte das Amt für Arbeitsschutz, das nun die Ursache klären wird. Noch am Vormittag sei ein Mitarbeiter der Behörde vor Ort gewesen, um sich ein Bild zu machen, sagt Christoph Söbbeler, Sprecher der Bezirksregierung. „Jetzt wird das ordentlich nachermittelt“. Aufgabe des Arbeitsschutz-Amts sei es schließlich, aus Unfällen fachlich Bilanz und die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen, damit sie sich nicht wiederholen. „Ziel ist, dass Firmen und Arbeitnehmer aus dem tragischen Geschehen lernen.“ Das brauche aber Zeit. Es werde daher sicher keine schnellen Erkenntnisse geben. Und so konnte Söbbeler zur Unfallursache am Donnerstag noch nichts sagen.
[Erstmeldung von Donnerstag, 11. September, 9.57 Uhr:]
Werl - Bei der Explosion eines Bitumen-Fasses im Bereich der Windräder in Hilbeck-Brünningsen sind am frühen Donnerstagmorgen, 11. September, zwei Mitarbeiter einer Straßenbaufirma schwer verletzt worden. Einer wurde per Rettungshubschrauber in eine Fachklinik geflogen, der andere ins Krankenhaus gefahren.
Um kurz nach 8 Uhr ging der Alarm ein. Am Höhenweg, der die Werler Ortsteile Hilbeck und Holtum verbindet, laufen derzeit Straßensanierungsarbeiten. Dabei kommt auch Bitumen zum Einsatz. Da das bis zu 600 Grad heiß sein kann, besteht hohe Verletzungsgefahr.
Explosion von Stahlfass auf Baustelle – Gründe noch unklar
Über den Zustand der beiden Verletzten ist noch nichts bekannt. Sie sollen aber schwer verletzt sein. Einer wurde nach Lünen ausgeflogen, der andere nach Heessen gefahren. Zunächst waren zwei Hubschrauber angefordert worden, weil schwerste Verbrennungen befürchtet worden waren. Sie landeten auf einem angrenzenden Feld. Unklar ist auch, warum das Fass explodierte.
Die Mitarbeiter sollen in unmittelbarer Nähe gearbeitet haben. Das Fass war wohl nahezu leer, es könnten sich aber Gase gebildet haben. Die Polizei alarmierte das Amt für Arbeitsschutz, das nun die Ursache klären wird
Neben der Polizei war auch die Feuerwehr im Einsatz, sie wurde zur Absicherung der Unfallstelle und zur Betreuung der Patienten und weiterer Mitarbeiter der Firma hinzugezogen. Im Bereich des Höhenwegs befindet sich der Bahnübergang Tiggesloh, der seit Jahren gesperrt ist.
Auf der A44 hat sich am Sonntagmittag ein schwerer Unfall ereignet. Ein Motorrad fuhr in das Heck eines Autos.
Rubriklistenbild: © Max Lametz


