- VonFrank Lahmeschließen
Die Stadtwerke in Hamm setzen den Appell zum Sparen auch bei sich selbst an: Die weithin sichtbaren Wassertürmen werden nachts nicht mehr beleuchtet.
Hamm - Die Wassertürme in Berge sind eines der Wahrzeichen Hamms. Um sie auch nachts in Szene zu setzen, werden sie seit Jahren angestrahlt. Das sieht zwar schön aus, kostet aber auch Energie. Und damit ist nun Schluss. Die Hammer Stadtwerke setzen den Appell zum Energiesparen ab sofort um.
In der Nacht zum Dienstag wurden die beiden Kolosse noch ein letztes Mal beleuchtet. Danach bleiben die Scheinwerfer aus. „Bis auf Weiteres“ werde das geschehen, sagte Unternehmenssprecherin Cornelia Helm. Der Entschluss sei am Montag gefasst worden und werde nun kurzfristig umgesetzt. Aufs Jahr gerechnet reiche der eingesparte Strom aus, um fünf Einfamilienhäuser mit Elektrizität zu versorgen.
Das Beispiel könnte durchaus Schule machen. Behörden, Institutionen, aber auch Privathaushalte sollten darüber nachdenken, wie sie nicht nur beim Gas, sondern auch beim Stromverbrauch den Gürtel enger schnallen könnten. Entsprechende Forderungen werden überall lauter. Und wenn – wie an den Wassertürmen – etwas lediglich schön aussieht, dürfte der Verlust erträglich sein.
Die Energiekrise zwingt auch andere Städte wie Köln und Berlin zum Handeln. Möglicherweise wird die Beleuchtung sogar am Dom abgeschaltet.
Rubriklistenbild: © Henrik Wiemer (Achiv)
