- VonAlexander Langeschließen
Es war die zweite Auflage nach der Premiere im vergangenen Jahr. Und der größte Chor Beleckes, wie es Marian Krüper als musikalischer Leiter beschrieb.
Belecke – Es braucht nicht immer nur die solistischen, hohen Engelsstimmen, um sich musikalisch auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Manchmal ist es am schönsten, wenn alle gemeinsam singen. Große und Kleine, ganz laut oder leise, mit hohen und tiefen Stimmen – und meist richtigen, aber auch mal falschen Tönen. Ganz gleich. So war es am Freitagabend am Ensemble Stütings Mühle. Hunderte Belecker, aber auch viele Gäste aus den umliegenden Ortsteilen, hatten sich zum Rudelsingen eingefunden und bildeten den größten Chor Beleckes, wie es Marian Krüper als musikalischer Leiter und Fachlehrer beschrieb: „Was für ein tolles Bild.“
Es war das zweite Rudelsingen nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr. Eine zweite Auflage, die keine Fragen zuließ, ob im kommenden Jahr auch eine dritte folgen sollte. Dicht an dicht standen die Sängerinnen und Sänger auf dem Schotterplatz am Ensemble, gestärkt mit Speisen, Glühwein und Kinderpunsch. Denn der organisierende Förderverein der Westerberg-Grundschule um Timo Oertel und Anne-Katrin Henke hatte nicht nur das Singen, sondern auch gleich noch einen kleinen Weihnachtsmarkt organisiert. „Damit die Stimmen gut geölt und wir bis zur Haar zu hören sind“, so Krüper.
„Gloria in excelsis Deo“ „op kölsch“ gesungen
Dessen Musik-AG hatte sich mit musikalischer Unterstützung, unter anderem dem Frauen-Projektchor sowie „Drummerboy“ Tim Friederizi, auf der Wiese positioniert, wo sonst die Sturmtagskanoniere „böllern“: „Es sind einfach die Lieder, die die Weihnachtsbotschaft transportieren. Egal ob klassisch oder modern, egal ob Rock oder Pop.“ So bunt gemischt der Chor, so bunt war auch die Auswahl der Stücke. Teilweise durch die Musikvereinigung Belecke begleitet, teilweise am Piano gemeinsam mit der Musik-AG. Für die Mitsängerinnen und -sänger gab es in diesem Jahr nicht nur Liederhefte, sondern eine große Leinwand, auf der die jeweiligen Texte eingeblendet wurden. „Heal the world“ war dabei, „Feliz Navidad“ oder „In der Weihnachtsbäckerei“. Und rheinisch wurde es auch, als Volker Gosselke und Henrik Schroeck „Gloria in excelsis Deo“ „op kölsch“ sangen: „Karneval und Weihnachten passen gut zusammen. Singen verbindet die Generation, macht glücklich und gesund“, kommentierte Krüper. Und vor allem weckte es am Freitagabend die Vorfreude auf die anstehenden Festtage, wenn dann in kleinerer Zahl, aber nicht weniger innig unterm heimischen Weihnachtsbaum weitergesungen wird.
