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Sturm in Warstein: Baugerüste drohten umzustürzen

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Der Löschzug Warstein war auch an der Alten Kirche im Einsatz.
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Das Tief „Emir“ hielt seit dem Donnerstagmorgen einige Teile von NRW in Atem. Auch die Feuerwehr in Warstein. Ein Einsatzort war die Alte Kirche, auch Straßen mussten gesperrt werden.

Warstein/Kreis Soest - Seit den Donnerstagmorgenstunden stürmte es in einigen Teilen von Nordrhein-Westfalen. Sturmtief „Emir“ zog in der Nacht von Mittwoch von Südengland und Frankreich kommend nach Deutschland. Auch nach Warstein. Am Ende kam die Stadt aber glimpflich davon, rund zehn Einsätze waren für die Feuerwehr abzuarbeiten, Verletzte oder Großschadenslagen gab es glücklicherweise keine.

Einer der ersten Einsätze am Morgen fand in Hirschberg statt, dort war in der Sauerlandstraße in Richtung Niederbergheim eine Fichte aufgrund des Windes auf die Straße gestürzt. Mit dem gleichen Alarmierungsstichwort wurden auch die Kräfte der Löschgruppe Allagen um 8.10 Uhr alarmiert, im Bereich Haarhöfe/Brüllingsen lag ein Baum auf der Straße.

Im Müscheder Weg ist ein Baum auf die Straße gestürzt, der Abschnitt ist derzeit gesperrt.

Der Löschzug Warstein der Freiwilligen Feuerwehr war ab 8.11 Uhr „mit von der Partie“. Am Ende des Müscheder Weges, kurz vor dem Kreuzungsbereich zum Rangetriftweg, war ein massiver Baum auf die Straße gestürzt. Nach ersten Sicherungsmaßnahmen wurde die Straße in diesem Bereich komplett von der Feuerwehr mit Flatterband für Verkehr und Fußgänger abgesperrt.

Nachbarn gewarnt

Weiter ging es um 8.14 Uhr in die Warsteiner Altstadt. In der Straße Südring drohte ein etwa sechs Meter hohes Baugerüst an einem Wohnhaus umzustürzen. Die Feuerwehr montierte die obersten Elemente ab und sicherte das Gerüst, ebenso wurde die Gerüstfirma aus Lünen informiert, die sich direkt auf den Weg nach Warstein machte. Nachdem auch die umliegenden Nachbarn aufgrund der Umsturzgefahr des Gerüstes gewarnt waren, wurde auch dort die Straße in diesem Abschnitt komplett gesperrt.

Schieferplatten „schossen“ vom Dach der Alten Kirche und bohrten sich in die Wiese.

Das weitaus größere und höhere Baugerüst steht aber derzeit an der Alten Kirche, nur eine Straße über dem Südring am Benderweg. Die Alte Kirche wird bereits seit einigen Monaten renoviert, derzeit finden vor allem Arbeiten am Dach des Kirchturms und des Kirchenschiffes statt. Einsatzgrund für die Feuerwehr war nicht das Gerüst selber, sondern vielmehr waren es Schieferplatten, die „geschossartig“ vom Dach zu Boden stürzten. Die Wucht zeigte sich darin, dass einzelne Platten in der umliegenden Wiese „steckten“, über 20 Meter von der Kirche entfernt.

Handwerker rückten an

Die Feuerwehr unterstützte Sicherungsmaßnahmen und sperrte die Alte Kirche weiträumig mit Flatterband ab. Auch die tätigen Handwerker rückten an und führten Sicherungsmaßnahmen durch, ebenso war das Ordnungsamt der Stadt Warstein vor Ort. Am Mittag musste gegen 12.30 Uhr die Löschgruppe Mülheim/Sichtigvor aufgrund von „Baum auf Straße“ ausrücken.

Im Südring drohte ein Gerüst umzustürzen, auch Nachbarn wurde bereits gewarnt.

„Der Peak des Sturms war bereits am Morgen erreicht“, erklärte Donat Ahle, der als Leiter der Feuerwehr auch selber im Einsatz war: „Danach war wieder Ruhe. Nicht ganz ungefährlich waren die Einsätze mit den Gerüsten. Glücklicherweise ist da nicht mehr passiert. Wir empfehlen jedem Hausbesitzer, vor so einem Sturmereignis einmal ums Haus zu gehen und nachzusehen, ob alles sicher ist. Jeder sollte sich da im Vorfeld Gedanken machen.“

Gegen 9.30 Uhr vermeldete die Kreisleitstelle rund 20 Einsätze im gesamten Kreisgebiete. Auch die Stadt Warstein warnte davor, den Wald zu betreten, Äste könnten aus den Baumkronen brechen und zur Gefahr werden.

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