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- Jörn Funke
Markus Hanneken
Katharina Bellgardt- Max Lametz
Hannah Decke
Eine Lagerhalle stand in Hamm in Flammen und sorgte für einen mehr als 15-stündigen Großeinsatz der Feuerwehr. Bürger wurden per Handy alarmiert, Asche regnete auf Teile der Stadt nieder.
Update vom 7. Oktober, 15.52 Uhr: Derzeit ist es unklar, was der Großbrand der Lagerhalle für den Großhändler Manss bedeutet. Die Geschäftsführung war für eine Stellungnahme am Samstag noch nicht zu erreichen. Dem Vernehmen von wa.de nach, konnte am Freitag keine Ware ausgeliefert werden. Ein Notbetrieb wird jedoch vorbereitet.
Vor Ort zeigt sich ein Bild der Zerstörung: Die Brandruine bleibt verlassen und von Bauzäunen geschützt, da die Gefahr des Einsturzes nach wie vor besteht. Die Feuerwehrschläuche liegen noch an der Einsatzstelle, und zweimal musste die Feuerwehr erneut ausrücken, um Nachlöscharbeiten durchzuführen, Glutnester sind bei einem Brand solchen Ausmaßes normal.
Nach dem Großbrand bei Lebensmittelhändler Manss in Hamm




Großbrand bei Lebensmittel-Großhändler Manss in Hamm - Lagerhalle brennt nieder
Hamm - Am Gallberger Weg in Hamm ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (5./6. Oktober) eine Lagerhalle des Lebensmittel-Großhändlers Manss komplett niedergebrannt. In der Spitze waren 190 Feuerwehrleute im Einsatz. Von der Alarmierung gegen 23.30 bis zum Abrücken der letzten Kräfte vergingen mehr als 15 Stunden. Verletzt wurde zum Glück niemand. Zur Ursache gibt es noch keine Informationen.
Große Teile der Bevölkerung in der Stadt waren zwischen 0 und 0.30 über die Warn-App Nina und/oder über das Alarm-Tool Cell Broadcast über ihre Smartphones vor einer starken Geruchs- und Asche-Belästigung gewarnt worden. Weil sich weiträumig Rußpartikel verteilten, wurden Spielplätze und Außenbereiche von Kitas gesperrt.
Großbrand in Hamm: Lagerhalle mitten in der Stadt brennt nieder




Lesen Sie hier unsere Ticker-Informationen des Freitags:
Update 15 Uhr: Die Einsatzkräfte haben den Brand unter Kontrolle gebracht und gelöscht. Das meldete soeben die Feuerwehr, wie Stadtsprecher Detlef Burrichter mitteilte. Die Einsatzkräfte seien vor wenigen Minuten abgezogen. Die niedergebrannte Halle der Firma Manss werde in den nächsten Stunden und auch in der kommenden Nacht in kurzen Intervallen immer wieder angefahren und nachkontrolliert. Wolfgang Rumpf, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Hamm: „Von der Brandstelle gehen keine Gefahren mehr für die Bevölkerung aus.“ Die Polizei hob inzwischen auch die Sperrung des Gallberger Wegs und der Klutestraße wieder auf.
Update 14.05 Uhr: Die Feuerwehr musste ihren Einsatz am frühen Nachmittag wieder intensivieren. Nach WA-Informationen hat einer der Gebäudeteile wieder Feuer gefangen.
Updates 13.55 Uhr: Die Stadt Hamm hatte am Freitagmorgen die Außenbereiche von Kitas, Schulen und Sporteinrichtungen im Bereich der Abluftfahne der Brandstelle (Karte weiter unten im Artikel) gesperrt. Nach einer Kontrolle können jene Bereiche wieder freigegeben werden, wo Rußpartikel nicht offensichtlich erkennbar waren. Die öffentlichen Spielplätze, die nach einer durch Mitarbeiter des Tiefbau- und Grünflächenamtes sowie des Ordnungsamtes (KOD) erkennbare Rußverschmutzungen aufweisen, bleiben bis auf weiteres gesperrt. Sie seien gut erkennbar mit Flatterband abgesperrt und dürfen nicht betreten werden, so Rathaussprecher Detlef Burrichter am Mittag. Die Stadt bitte „um Verständnis für diese Maßnahme zum Gesundheitsschutz“.
Neben Einsatzkräften von Feuerwehr und THW sind auch Fachleute des Landesamtes für Natur-, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv) im Einsatz. Die Landesbehörde hatte der Feuerwehr mitgeteilt, die Rußpartikel begutachtet und als nicht hochtoxisch eingestuft zu haben. Auch wenn eine Entsorgung als Sondermüll nicht notwendig ist, sollten Bürger laut Empfehlung des Lanuv einige Hinweise beachten: Die aufgetretenen Rußverschmutzungen sollen mit Handschuhen (und Schaufeln oder ähnliches) eingesammelt und über den Hausmüll entsorgt werden. Zudem solle Rasenschnitt und die obere Sandschicht sichtbarer rußverschmutzter Bereiche ebenfalls über Restmüllgefäße (und nicht die Biotonnen) entsorgt werden.
Update 13.30 Uhr: Die Brandermittler der Polizei waren bereits vor Ort. Nach Angaben von Behördensprecherin Hannah Reineke wird es Ergebnisse am Freitag nicht mehr geben.
Update 13 Uhr: Das Tierasyl hat viele sorgenvolle Nachfragen erhalten. Um die Mittagszeit hieß es dort: „Bei uns ist alles ok, keine Auswirkungen des Brandes.“ Schon am Morgen hatte auch der benachbarte Tierpark Entwarnung gegeben.
Aufräumen nach dem Großbrand bei Manss




Updates 12 Uhr: Die Löscharbeiten an und in der ausgebrannten Halle der Firma Manss am Gallberger Weg dauern an. Noch immer sind etwa 20 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) vor Ort in der Brandbekämpfung aktiv. Das teilte Stadtsprecher Detlef Burrichter mit. Nach Einschätzung der Einsatzleitung werden sich die Löscharbeiten noch bis in die Nachmittagsstunden erstrecken. Um alle Brandnester aufzuspüren, ist weiterhin eine Drohne der Feuerwehr im Einsatz. Mithilfe der Aufnahmen werden die kleineren Brandherde identifiziert und gezielt gelöscht.
Nach einer umfassenden Begutachtung meldet die Einsatzleitung der Feuerwehr einen Totalschaden für die in Leichtbauweise errichtete Halle. Größere Teile des Daches seien eingestürzt; auch die Seitenwände seien durch die Hitzeeinwirkung derart stark verformt, dass nicht mehr von einer ausreichenden Standsicherheit ausgegangen werden könne. Auch das gesamte Inventar der Halle – Obst- und Gemüse, Verpackungsmaterial und Maschinen – seien vom Feuer völlig zerstört worden.
Im Laufe des Vormittags haben Einsatzkräfte der Stadt Hamm die öffentlichen Spielplätze in dem definierten Bereich (Karte unten in diesem Artikel) abgesperrt. Die Absperrungen bleiben auch über das Wochenende bestehen. Empfehlungen zum weiteren Umgang mit den Rußniederschlägen folgen in Kürze.
Update 10.55 Uhr: Der Gallberger Weg und die Klutestraße sind komplett gesperrt; es gibt Polizeisperren. Feuerwehrleute würden nach und nach dort löschen, wo ihnen die THW-Kräfte aus Hamm und Münster das möglich machen könnten, schildert ein Kollege die Situation vor Ort. In der Gegend „stinkt es total nach Rauch, wie bei einem verglimmenden Lagerfeuer“. Der Rauch (teilweise kommt er noch aus dem Gebäude) zieht nach Nordosten ab. Zeitgleich seien Mitarbeiter der betroffenen Firma Manss damit beschäftigt, Sachen umzulagern.
Update 10.45 Uhr: Zur Höhe des Sachschadens kann die Polizei noch keine Angaben machen. Nach jetzigem Kenntnisstand ergaben sich Hinweise auf einen technischen Defekt als Brandursache, heißt es in einer aktuellen Mitteilung.
Update 10.15 Uhr: Die Feuerwehr hat eine Drohne im Einsatz, Einsatzkräfte aus der Luftaufklärung geben den Einsatzkräften des THW Hinweise darauf, unter welchen Trapezblechen des Daches sich noch Brandnester befinden. Diese werden dann von den THW-Einsatzkräften angehoben, damit die Feuerwehrleute darunter löschen können. Zur Standsicherheit der stehenden Außenmauern der teilweise eingestürzten Halle können zur Stunde von Feuerwehrseite keine Angaben gemacht werden, sagte Stadtsprecher Detlef Burrichter.
Update 10.08 Uhr: Vereinzelt übten Bürger Kritik an der Cell-Broadcast-Warnung, die viele Hammer aus dem Schlaf riss, weil sie die „extreme Gefahr“ nicht als gegeben sahen. Die wörtliche Erklärung der Feuerwehr aus der Nacht: „Die Entscheidung, eine Bevölkerungsinformation herauszugeben, wird nicht leichtfertig getroffen. Viele Bürgerinnen und Bürger schlafen bei den aktuellen Temperaturen noch immer mit offenem Fenster. Hier gilt es eine mögliche Gesundheitsgefahr zu vermeiden. In diesem Fall scheinen die Cell Broadcasts allerdings bei den unterschiedlichen Netzbetreibern auch mit verschiedenen Prioritäten ausgelöst zu haben, weshalb manch einer aus dem Schlaf gerissen wurde, andere hingegen erst morgen Früh eine entsprechende Nachricht auf ihrem Smartphone finden werden. Wir bemühen uns, das ganze zukünftig zu optimieren, und wünschen dennoch eine gute Nacht.“
Updates 9.55 Uhr: Die Nachlöscharbeiten werden vermutlich noch bis zum frühen Nachmittag andauern. Aktuell sind noch 20 Kräfte der Feuerwehr und weitere des THW im Einsatz. Unter einem eingestürzten Dach brennt es noch; die Rede ist von zwei Brandherden. Um dran zu kommen, müssen die Trümmer von einem Bagger beseitigt werden, wie Wolfgang Rumpf von der Feuerwehr mitteilte.
Insgesamt waren in der Spitze rund 190 Feuerwehrleute im Einsatz: Sie kamen aus beiden Hauptwachen und von fast allen freiwilligen Einheiten der Stadt; aus dem Umland kamen spezielle Messfahrzeuge dazu. Rumpf zufolge waren die ersten Feuerwehrleute binnen Minuten nach der Alarmierung (laut Polizei um 23.28 Uhr) vor Ort gewesen. Zunächst habe die Brandmeldeanlage angeschlagen, kurz danach seien Anrufe aus der Firma eingegangen.
Wie Rumpf erklärte, gibt es inmitten der betroffenen sehr langen Halle eine Brandschutzwand. Diese habe noch deutlich gravierendere Schäden verhindern können.
Der ASH ist im Hammer Süden inzwischen mit Fahrzeugen unterwegs, um Straßen und Wege von der (ungefährlichen) Asche zu reinigen.
Update 9 Uhr: Entwarnung aus dem Tierpark: Die komplette Anlage wurde bereits geprüft. Einer Mitarbeiterin zufolge ist alles geöffnet, auch die Spielplätze.
Update 8.10 Uhr: Wichtige Warnung für die Anwohner im Bereich des Großbrandes. Die Feuerwehr warnt vor einem Ascheregen im Stadtgebiet. Besonders betroffen ist der nordöstliche Bereich der Einsatzstelle am Gallberger Weg.
Großeinsatz in Hamm - so müssen Sie jetzt vorgehen:
- Der Ascheregen wird nicht als gesundheitsgefährdend eingestuft.
- Die Stadt sperrt alle Spielplätze und die Außenbereiche von Kitas im Bereich der unten stehenden Karte.
- Die Kitas selbst sind geöffnet.
- Kinder dürfen in dem Bereich nicht draußen spielen.
- Größere Partikel sollen vorsorglich entfernt werden - mit Handschuhen!
- Die Ascheflocken können in den Hausmüll geworfen werden.
- Der ASH wird die Straßen und öffentlichen Flächen reinigen.
Großeinsatz in Hamm: Industriehalle in Flammen - riesige Rauchsäule
[Bericht über den Großeinsatz] Hamm-Süden - Großeinsatz für die Feuerwehr Hamm: Am späten Donnerstagabend (5. Oktober) brach in einer Lagerhalle am Gallberger Weg ein Feuer aus. Das Gebäude im Hammer Süden steht lichterloh in Flammen. Mehrere laute Explosionen waren zu hören. 190 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz.
Am späten Abend kam es zu einem verheerenden Industriebrand auf dem Gallberger Weg. Die riesige Industriehalle, die einer örtlichen Obst- und Gemüsehandelsfirma („Manss“) gehört und vor Ort für das Schneiden und Verpacken von Gemüse und Früchten verwendet wird, wurde durch die Flammen vollständig zerstört.
Der Brand wurde gegen 23.30 Uhr entdeckt, als etwa 15 Mitarbeiter damit beschäftigt waren, Reinigungsarbeiten in der Halle durchzuführen. Mehrere Zeugen berichteten, dass das Feuer im Stromverteilerkasten einer Fertigungsstraße für den Salatzuschnitt ausbrach. Die Brandursache deutet auf einen Defekt hin, was jedoch noch von den Ermittlungsbehörden bestätigt werden muss.
Die Feuerwehr wurde zunächst zu einer Brandalarm gerufen, der durch die automatische Brandmeldeanlage ausgelöst wurde, wie es in Hamm beinahe täglich vorkommt. Doch schnell wurde klar, dass es sich um ein gravierendes Feuer handelte. Die Leitstelle erhöhte die Alarmstufe sofort auf „Feuer 3“. Zu Spitzenzeiten waren 190 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort.
Großeinsatz in Hamm: Feuerwehrkräfte im Kampf gegen die Flammen
Die Feuerwehrkräfte kämpften die ganze Nacht über gegen die Flammen an. Dutzende Meter Schläuche zogen sich durch die Straßen des Industriegebiets, und mit Hilfe von drei Drehleitern und mehreren fest installierten Löschmonitoren auf den Tanklöschfahrzeugen wurde Wasser abgegeben, um die Flammen zu bekämpfen. Die Feuerwehr Hamm erhielt auch Unterstützung aus der Luft durch die spezielle Einheit „Drohne“, die wichtige Informationen an die Bodenkräfte übertrug.
Zu Beginn des Feuers waren mehrere Explosionen zu hören, die Rauchwolke war trotz der Dunkelheit kilometerweit sichtbar. Die Leitstelle gab eine Warnung über „Cell Broadcast“ und verschiedene Warn-Apps heraus, um die Anwohner zu informieren.
Die Warnung vor den Rauchgasen in Hamm-Mitte und in weiteren Teilen der Stadt wurde um 6.56 Uhr am Freitagmorgen aufgehoben.
Großalarm in Hamm: Asche regnet vom Himmel
Zahlreiche Messfahrzeuge aus dem Kreis Soest, Dortmund und Schwerte fuhren nach Hamm, um Messungen durchzuführen und die Luftqualität zu überwachen. Neben der großen Rauchwolke kam es auch zu starken Funkenflug, der meterhoch in den Nachthimmel ragte, auch fielen im Umkreis von mindestens 300 Metern tausende ausgeglühte Pappstücke vom Himmel.
Niemand wurde bei dem Brand verletzt und das obwohl zahlreiche Mitarbeiter der Firma vor Ort arbeiteten, was angesichts der Größe und Intensität des Feuers als großes Glück angesehen werden kann.
Das Technische Hilfswerk (THW) war ebenfalls vor Ort, um die Lage zu beurteilen, da Teile des Hallenkomplexes aus Sandwichplatten bestanden und einsturzgefährdet waren. Die Dämmung dieser Platten verursachte den Einsatzkräften zusätzliche Schwierigkeiten, da sie sich im Sekundentakt entzündeten und abbrannten.










