VonLaura Müllerschließen
Taylor Swift kommt nach Gelsenkirchen. Für die Stadt ist das eine besondere Ehre. Gelsenkirchen nennt sich nun „Swiftkirchen“.
Gelsenkirchen - Die ganze Welt scheint momentan im Taylor-Swift-Fieber zu sein. Das gilt auch für eine Stadt in NRW. Denn der Weltstar kommt mit ihrer „Eras-Tour“ nach Gelsenkirchen. Und Gelsenkirchen würdigt die Sängerin ganz besonders: Die Stadt wird zu „Swiftkirchen“. Das erste gelbe Ortsschild mit der Aufschrift hängt bereits. Und das ist nicht das einzige, was „Swiftkirchen“ in den kommenden Tagen erwartet.
Gelsenkirchen wird „Swiftkirchen“: Bürgermeisterin freut sich auf Taylor Swift
Es ist ein gelbes Ortsschild, das seit Anfang Juli auf dem Heinrich-König-Platz in Gelsenkirchen hängt. „Swiftkirchen“ mit einer pinken Abbildung von Taylor Swift, bunte Sterne, Herzen und einer Gitarre ist darauf zu sehen.
Die Vorfreude kennt in Gelsenkirchen keine Grenzen. Es sollen noch mehrere Ortsschilder folgen. Sie stimmen die Gelsenkirchener auf die Konzerte ein und begrüßen die Swifties (Fans der Musikerin), wenn sie Mitte Juli anreisen. Denn am 17.,18. und 19. Juli rockt Taylor Swift die Veltins Arena. Pro Abend werden bis zu 70.000 Swifties auf Schalke erwartet. Eine Bloggerin gibt Tipps für Taylor-Swift-Fans in Gelsenkirchen.
Ganz begeistert ist auch die Oberbürgermeisterin Karin Welge. „Das ist eine tolle Idee, Gelsenkirchen zeitweise in Swiftkirchen umzubenennen“, schreibt sie in einem Brief an die Namensgeberin, wie die Stadt Gelsenkirchen mitteilt. Die Idee für die Umbenennung von Gelsenkirchen in „Swiftkirchen“ stammt von Aleshanee Westhoff. Die 16-Jährige aus Emmerich startete dazu eine Petition und schrieb der Oberbürgermeisterin persönlich. Und sie war erfolgreich.
„Swiftkirchen“ und „Taylor Town“: Noch mehr Aktionen geplant
In „Swiftkirchen“ bleibt es nicht nur beim Namen. Stattdessen wird der Name zum Programm. Und das nicht nur durch die drei Konzerte der Sängerin. „Es wird viele kleine und große Überraschungen geben, damit die Swifties in Gelsenkirchen viel zu entdecken haben“, sagt Markus Schwardtmann vom Stadtmarketing.
Taylor Swift bekommt ihren eigenen Stein auf dem Walk-of-Fame in Gelsenkirchen. Und damit nicht genug: Unterwegs ist eine Taylor-Swift-Straßenbahn von den Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen (Bogestra).
Freuen dürfen sich auch die Fans, die kein Ticket für die Konzerte bekommen haben. Denn der Heinrich-König-Platz in der Innenstadt verwandelt sich in „Taylor Town“. Vom 17. bis zum 19. Juli wird es dort eine große Open-Air-Taylor-Swift-Party geben. Karaoke, Tattoos, Tauschbörse - alles, was das Herz eines Swifties begehrt. Denn Tickets können sich nicht alle leisten - sie werden auf Ebay teuer versteigert.
Kritik an „Swiftkirchen“: Stadt reagiert
„Swiftkirchen“ ist eine ungewöhnliche Aktion und bekommt viel Aufmerksamkeit. Aber die Umbenennung kommt nicht bei allen gut an. Auf Facebook schreiben Nutzer Kommentare wie „Lächerlich der Aufwand“ oder „Das Geld, das in diese unsinnige Aktion fließt hätte besser verwendet werden können. Unglaublich“.
Doch die Stadt Gelsenkirchen ist stolz auf ihre Aktion und reagiert auf die negativen Rückmeldungen: „Der Tagesschau-Bericht allein zeigt doch schon, dass das ein toller Imagegewinn und somit gut investiertes Geld ist. Egal ob man die Musik von Taylor Swift mag oder auch nicht, einfach mal die Medienwirkung für Gelsenkirchen sehen und sich freuen“.
Ein gutes Ansehen hat die Stadt bei englischen Fußball-Fans nicht gerade: Mit seinem „Drecksloch“-Post ging ein englischer Blogger vor dem ersten EM-Spiel in Gelsenkirchen viral. Die Stadt antwortet nun auf die Lästereien.
Rubriklistenbild: © Bernd Thissen

