Ein New Yorker reist Taylor Swift hinterher. In Gelsenkirchen hat er Tickets für zwei der drei Konzerte. Insgesamt gibt er rund 25.000 Euro für die ‚Eras Tour‘ aus.
Gelsenkirchen - Schon jetzt harren die ersten Anhänger von US-Superstar Taylor Swift vor der Veltins-Arena in Gelsenkirchen aus. Sie möchten sich einen ersten Eindruck vom Veranstaltungsort verschaffen und sich die besten Plätze sichern, obwohl das erste von drei Konzerten erst am Mittwoch stattfindet. Am Montag konnte man bereits ein Dutzend Personen beobachten, die vor den Eingängen umherwanderten oder sich im Schatten der Bäume niederließen.
Vorfreude auf Swift: Fans warten 48 Stunden vor Gelsenkirchener Konzert
Brian Wood, ein 56-jähriger New Yorker, hat eine besonders lange Reise auf sich genommen. Er verbringt seinen gesamten Sommer damit, Taylor Swift auf ihrer „Eras Tour“ zu folgen. Viele der Konzerte hat er zusammen mit seiner Tochter besucht, aktuell ist er jedoch alleine unterwegs. Am Ende der Tour wird er 17 Shows gesehen haben, darunter zwei der drei Konzerte in Gelsenkirchen. „,Swifties‘ sind die besten Leute. Meine Tochter hört sie nun schon seit fünf oder sechs Jahren. Und immer wenn ich mich umdrehte, lief sie im Radio, im Auto, im Haus“, berichtet er über seine ersten Begegnungen mit Taylor Swifts Musik.
„Irgendwann fing ich an, die Musik selbst zu mögen. Manche Leute sagen, sie seien ein Swift-Vater oder eine Swift-Mutter. Ich betrachte mich jetzt einfach als ,Swiftie‘, weil ich die Musik von mir aus mag.“ Für die „Eras Tour“ hat er nach eigenen Angaben rund 25.000 Euro ausgegeben. „Die ‚Swifties‘ sind die besten Leute, die ich kenne“, lobt Wood. „Das klingt vielleicht wie ein Klischee, aber ich denke, dass ihre Musik, was die Stimmung und die Botschaften und all das angeht, wirklich gute Leute anzieht. Und meine Tochter und ich haben jetzt Freunde, die wir wahrscheinlich für den Rest unseres Lebens haben werden.“
Taylor Swift in Gelsenkirchen: Übernachten ist nicht erlaubt
Ronja (27) und Lisa (25) aus Nordrhein-Westfalen hatten einen deutlich kürzeren Anfahrtsweg. Sie hatten ursprünglich vor, wie Brian vor der Arena zu übernachten. Da dies jedoch nicht gestattet ist, verbringen sie die Nacht in Lisas Wohnung in Bochum und planen, am nächsten Tag erneut ihr Glück zu versuchen. Ihr Ziel ist es, während des Konzerts möglichst nahe an der Bühne zu stehen. „Vorne stehen bei Taylor lohnt sich extrem, weil die Show superklasse ist. Und sie ist einfach eine meiner absoluten Lieblingskünstlerinnen und gibt mir sehr viel zurück“, erklärt Lisa.
Der Veranstalter FKP Scorpio weist auf seiner Webseite darauf hin, dass das Campen auf dem Gelände verboten ist und rät Fans ohne Tickets davon ab, überhaupt zur Arena zu kommen. Im Zuge der drei Swift-Konzerte am 17., 18. und 19. Juli erwartet Gelsenkirchen rund 200.000 Fans. Weitere Auftritte in Deutschland sind anschließend in Hamburg und München geplant. - dpa
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