Padel-Tennis

Trendsportart jetzt auch in Hamm: HTC eröffnet Padel-Platz

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Nun wird auch in Hamm gepadelt: Thomas Ormeloh, Karsten Moog und Matthias Steinhaus (von links) auf dem neuen hellbaluen Padel-Court des HTC.
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Die Sportart gewinnt in Europa immer mehr Fans, und jetzt kann auch in Hamm Padel-Tennis gespielt werden. Beim HTC können für den neuen Platz jetzt Zeiten gebucht werden.

Hamm-Norden – Etwas zu viel mit dem Schläger ausgeholt und der gelbe Ball landet im hohen Bogen an der Scheibe. „Der muss vorher aufticken“, sagt Karsten Moog und gibt meinen Ball aus. Dabei hatte der Sportwart des HTC Hamm gerade noch erzählt, dass Padel-Tennis ganz leicht ist und jeder, der ein bisschen Ballgefühl hat, schnell drin ist: „Nimm vier Fußballer und lass die sich zehn Minuten einspielen. Dann haben die schon richtig Spaß.“ Und tatsächlich, ein paar Schläge später läuft es auch bei mir deutlich runder und ich feuere den ersten Volley unerreichbar übers Netz.

Moog und die beiden Vereinsvorsitzenden Matthias Steinhaus und Thomas Ormeloh haben nicht übertrieben, die neue Trendsportart macht schnell Spaß. In diesen Tagen hat der Hockey- und Tennisclub Hamm hinter dem Hamtec den ersten Padel-Platz eröffnet. Bisher gab es Courts in der Nähe nur in Werne und Ahlen. Die ersten Testmatches gab es schon, ab sofort kann jeder online Zeiten buchen. Denn der Zugang zum Platz soll nicht exklusiv für HTC-Mitglieder sein, sondern für alle, die daran Spaß finden.

Verein spürt große Neugier

Neugier auf das Rückschlagspiel in Hamm scheint vorhanden zu sein, berichten Moog und Co. Seit der HTC seine Idee für den Outdoor-Court vorgestellt hat und spätestens seit am Nordendamm im Mai die Arbeiten begonnen haben, seien sie gefragt worden, wann denn endlich gespielt werden könne. Padel – vereinfacht gesagt eine Mischung aus Tennis und Squash – boomt. „In Spanien hat es schon Tennis abgelöst“, sagt Moog und auch in Deutschland ist die Sportart im Kommen. Vermutlich liegt das an der recht einfachen Zugänglichkeit und der Schnelligkeit des Spiels.

Padel-Zeiten buchen

Unter padel-hamm.de oder auf der Internetseite des HTC Hamm (htchamm.de) können ab sofort Zeitfenster zum Spielen auf dem Padelplatz reserviert werden. Eine halbe Stunde kostet dabei 9 bis 12 Euro.

Bei der Buchung erhalten die Interessenten einen Code, mit dem sie Zugang zur Anlage erhalten und auch zu Schlägern und Bällen, die der Verein bei Bedarf ohne Zusatzkosten zur Verfügung stellt. Bei dem Platz handelt es sich übrigens um ein Doppelfeld. Es werden also vier Padel-Spieler für ein Match benötigt.

Beim HTC kam die Idee, den ersten Platz in Hamm zu bauen, Anfang des Jahres ins Rollen. Auf der Jahreshauptversammlung stimmten die Mitglieder dem Projekt zu, danach wurde die Planung vorangetrieben, damit noch in diesem Jahr gespielt werden kann. „Unser Ziel ist es, Menschen auf die Anlage zu bringen“, sagt Moog und ist begeistert von der bisherigen Resonanz. Im kommenden Jahr möchte der HTC eine Mitgliedschaft für Padelspieler anbieten, bis dahin läuft es nur über das Buchungssystem. „Wir gucken, wie sich das entwickelt“, sagt Steinhaus.

Der 1. Vorsitzende dankt der Stadt Hamm, die dem Verein die Fläche hinter dem Kunstrasenplatz verpachtete. Der Stadtsportbund förderte den Bau mit rund 40 Prozent der Kosten. Um die 100  000 Euro habe der Bau gekostet, so Steinhaus.

HTC sorgt noch für passendes Ambiente

Zunächst wurde ein Betonfundament angelegt, auf dem dann ein niedriger hellblauer Kunstrasen aufgebracht wurde. Scheiben an den Enden des Courts sowie Gitter an den Seiten machen das squashartige Rundumspiel möglich. Bei halbwegs ordentlichem Wetter ist er dadurch ganzjährig zu nutzen. Zusätzlich wird demnächst auch eine Flutlichtanlage in Betrieb genommen.

Ebenso wollen sie sich beim HTC noch dem Umfeld widmen. Auf die von den Bauarbeiten in Mitleidenschaft genommenen Flächen soll bald wieder Rasen wachsen. Strandkörbe und Liegestühle hat der Verein schon angeschafft. „Wir wollen hier eine lockere ungezwungene Atmosphäre schaffen“, sagt Moog. Die Anlage und die Sportart möchte der Verein mit einem Tag der offenen Tür, vermutlich nach den Ferien, und einem Showmatch mit echten Könnern vorstellen.

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