Nationalpark Eifel

Geier galt seit 100 Jahren als ausgestorben – jetzt gibt es eine besondere Entdeckung in NRW

  • schließen

Einer der größten europäischen Vögel traut sich wieder nach Deutschland. Der Gänsegeier wurde im Nationalpark Eifel in NRW gesehen.

Köln – Seit 100 Jahren galt der Gänsegeier in Deutschland und NRW als ausgestorbene Tierart. Doch zuletzt zeigt sich das Tier mit dem braunen Gefieder immer öfter. Allein 2023 wurden im Nationalpark Eifel im Kreis Euskirchen bereits 21 Exemplare gesehen, teil das Land NRW mit.

Gänsegeier galten in Deutschland 100 Jahre als ausgestorben – jetzt sind sie zurück in NRW

Der Gänsegeier ist einer der größten Vögel Europas. Er ernährt sich hauptsächlich von Aas und toten Tieren. Und das sorgte unter anderem dafür, dass er im 19. Jahrhundert in Deutschland vom Himmel verschwand.

Wie sieht der Gänsegeier aus?

► Dieser Geier hat verschiedene Brauntöne. Vom Rumpf bis zu den Beinen ist er blass braun bis hell rotbraun, seine Flügel und Schwingen sind schwarzgrau.

► Er hat eine Flügelspannweite von 2,3 bis 2,8 Metern und wird bis zu 1,20 Meter lang.

► Gänsegeier sind gesellig und daher auch in Gruppen unterwegs.

Denn der Gänsegeier fraß Giftköder, die eigentlich anderen Tieren galten, und starb. Außerdem brachten die Landwirte ihre Schafe, Ziegen und Kühe vermehrt in Ställen unter, sodass weniger Tiere auf den Feldern verendeten. Der Gänsegeier fand schlichtweg nichts mehr zu fressen. 

Gänsegeier wieder in NRW gesehen – besondere Schutzflächen geben ihm Zuflucht

Gänsegeier galten in Deutschland lange als ausgestorben

Besonders beliebt war er damals auch nicht. Manche gingen fälschlicherweise davon aus, dass er die Tiere auf den Weiden aktiv tötete und bezeichneten ihn deswegen auch als „Lämmergeier.“ Auch Veränderungen im Klima sollen dafür gesorgt haben, dass es immer weniger Gänsegeier gab. Allein in entlegenen Regionen der Pyrenäen oder in den Karpaten fanden die Gänsegeier noch günstige Lebensbedingungen.

Ähnlich wie der Biber, der 200 Jahre als ausgestorben galt und jetzt wieder im Rheinland gesehen wurde, scheinen sich auch die Gänsegeier in Deutschland und NRW wieder wohlzufühlen.

Das machen unter anderem Vogelschutzprojekte möglich. Wie im Nationalpark Eifel, wo sich sämtliche Tiere auf einer geschützten Fläche von 10700 Hektar frei entfalten können. 11356 verschiedene Tierarten sind dort nachgewiesen, 2614 davon stehen auf der „Roten Liste gefährdeter“ Arten. Darunter etwa Wildkatzen, Mauereidechsen aber auch „Urwald-Pilze“, wie der „Ästige Stachelbart.“ Neben seinen grünen Wäldern und der tierischen Vielfalt hat die Eifel für Ausflüge einiges zu bieten. (ebu) Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Armin Weigel/dpa

Kommentare