VonJohanna Werningschließen
Im Herzen von Köln kamen am Dienstag 30.000 Menschen zusammen, um gegen Rechtsextremismus zu demonstrieren. Zwei weitere Demos sind am Sonntag geplant.
Köln – Die Bilder erinnern an das legendäre „Arsch huh“-Konzert in den 1990ern oder an die Kölner Rosenmontagsdemo im Jahr 2022. Am Dienstagabend demonstrierten 30.000 Menschen unter dem Motto „Demonstration gegen die Massenabschiebungen von AfD und Co. und steigende rassistische Hetze von Rechts“ in Köln.
Mehrere zehntausende Teilnehmer bei Kölner Demo gegen Rechts
„Mehrere 10.000 Menschen haben am Dienstagabend (16. Januar) unter dem Motto ‚Demonstration gegen die Massenabschiebungen von AFD und Co und steigende rassistische Hetze von Rechts‘ demonstriert“, so die Polizei Köln. „Es nahmen so viele Menschen an dem Aufzug teil, dass die Zugspitze bereits die Deutzer Werft erreicht hatte, als die letzten Teilnehmer am Heumarkt starteten.“ Die Demoteilnehmerinnen und -teilnehmer hatten dabei zahlreiche Plakate mit. „Wat soll dä Quatsch?“, „Kein Kölsch für Nazis“ und „ganz Köln hasst die AfD“ war dort unter anderem zu lesen. Andere spielen Musik auf mitgebrachten Instrumenten.
Am Sonntag gibt es in Köln zwei weitere Demos gegen Rechts – „aktuell laufen Gespräche“
Am Sonntag, 21. Januar, finden zwei weitere Demos gegen Rechts statt. Einmal am Albertus-Magnus-Platz an der Universität Köln und einmal am Alter Markt. Bei der Demo an der Uni handelt es sich um einen Demozug, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen dabei in Richtung Innenstadt ziehen. Das bestätigt ein Polizeisprecher gegenüber 24RHEIN mit. Bei der Demo am Alter Markt handelt es sich um eine Standkundgebung.
- Demo am Albertus-Magnus-Platz: Von der Kölner Uni (Stadtbezirk Köln-Lindenthal) zieht die Demo in Richtung Innenstadt. Um 11:15 Uhr geht es los
- Demo auf dem Alter Markt: Die Kundgebung in der Altstadt (Stadtbezirk Köln-Innenstadt) startet um 12 Uhr
Für beide Veranstaltungen wurden jeweils rund 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von den Organisatoren angemeldet. Es ist jedoch möglich, dass deutlich mehr Menschen kommen. „Aktuell laufen Gespräche mit den Veranstaltern“, so der Polizeisprecher. „Dabei spielen auch die Einflüsse von gestern eine Rolle.“ Es ist also möglich, dass es noch Änderungen im Ablauf, in der Uhrzeit und in Bezug auf den Standort gibt.
Demo gegen Rechts in Köln: Karnevalsbands machen Werbung
Auch die aus dem Kölner Karneval bekannte Band Brings macht schon jetzt Werbung für die Kölner Demo. „Liebe Menschen, die wir euch jetzt brauchen. Während wir alle durch die wilde Buntheit der Stadt fliegen, braut sich vor unser aller Augen etwas Dunkles zusammen“, startet der emotionale Aufruf auf Instagram. „Wir wollen das nicht schweigend hinnehmen. Am Sonntag, dem 21. Januar, werden wir alle auch Gesicht zeigen und bei der Demo dabei sein. Mit euch. Gegen das Dunkle, was da heranwächst.“
Ein identischer Aufruf kommt von den Karnevalsbands Cat Ballou, Kasalla, die Pavaeier und den Bläck Föös. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.
Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

