- VonFrank Lahmeschließen
Bei einer Auseinandersetzung auf der Meile in Hamm mit einer Gruppe wurde am Sonntag ein 34-Jähriger lebensgefährlich verletzt. Die Gruppe hatte das Opfer mit Bier bespritzt.
Hamm – Ein wenig anders war’s dann doch: Die Auseinandersetzung auf der Meile, bei der in der Nacht zu Sonntag ein 34-jähriger Mann aus Bochum lebensgefährlich und sein Begleiter aus Hamm (28) leicht verletzt wurden, ist nicht ausgelöst worden, weil die beiden Geschädigten einem Dritten zu Hilfe gekommen waren.
Vielmehr waren die beiden Männer – ebenso wie weiteres Partyvolk, das in der Nacht noch auf der Südstraße unterwegs war – von einer fünfköpfigen Gruppe mit Bier bespritzt worden. Die Ansage, das Gespritze sein zu lassen, sei dann von dem Quintett zum Anlass genommen worden, handgreiflich zu werden, erklärte Oberstaatsanwalt Carsten Dombert am Montag auf WA-Nachfrage.
Versuchtes Tötungsdelikt auf Meile in Hamm: Opfer musste notoperiert werden
Der 34-jährige Bochumer sei im Zuge dieser Auseinandersetzung von einer Bierflasche oder einem Bierkrug – die Zeugenaussagen waren hinsichtlich des Tatwerkzeuges nicht eindeutig – am Kopf getroffen worden. Er musste in den Morgenstunden notoperiert werden und schwebte zumindest zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Die Auseinandersetzung auf der Meile hatte sich am Sonntag gegen 3.30 Uhr zugetragen.
Zur Frage, ob die Mordkommission bereits erste Beschuldigte ausgemacht oder ihnen auf den Fersen ist, wurden aus ermittlungstaktischen Gründen am Montag keine Angaben gemacht.
Versuchtes Tötungsdelikt auf Meile in Hamm: Kein Zusammenhang zwischen ähnlichem Fall
Polizei und Staatsanwaltschaft gehen nicht davon aus, dass zwischen der jetzigen Auseinandersetzung und einem ganz ähnlichen Fall vor zwei Wochen, bei dem ebenfalls ein Meilengast durch einen Flaschenwurf oder -schlag lebensgefährlich verletzt wurde, ein Zusammenhang besteht.
Die Hammer Polizei kündigte an, nunmehr ihre Präsenz auf der Meile zu erhöhen. Den Straßenzug (wie im vergangenen Sommer) zu einer Zone zu deklarieren, in der anlasslose Kontrollen (strategische Fahndung) durchgeführt werden, war am Montag kein Thema.