VonCarolina Ludwigschließen
Zehn Jahre nach dem ersten Winterfest in Schalksmühle ist Schluss. Für 2024 hat die Gemeindeverwaltung kein Winterfest geplant, wie aus einer Vorlage für den kommenden Ausschuss für Kultur und Sport hervorgeht. Stattdessen soll ein alternatives Veranstaltungskonzept für die zweite Jahreshälfte erarbeitet werden.
Schalksmühle - Das Winterfest sei als Familienfest und Après-Ski Party im Jahre 2014 gestartet und seitdem von der Gemeindeverwaltung organisiert worden, heißt es in der Vorlage. Die, insbesondere für Familien interessante, Winterolympiade am Nachmittag habe der Gemeindesportverband organisiert. Aufgrund zurückgehender Besucherzahlen, vor allem in Nachmittagsbereich, könne dieser die Planung und Durchführung der Winterolympiade allerdings nicht mehr leisten, der Programmpunkt müsste gestrichen werden. Als Grund für den Besucherrückgang führt die Verwaltung die „Februar-Wetterlage in den vergangenen Jahren“ an – erst 2023 feierten die Schalksmühler das Winterfest im Dauerregen.
In den vergangenen Jahren habe sich das Winterfestgeschehen – trotz angebotener Winterolympiade – mehr und mehr auf die durchaus beliebte Après-Ski-Party konzentriert. „Leider führte der zunehmende Alkoholkonsum der Party-Gäste zuletzt zu erhöhter Gewaltbereitschaft, sodass das Security-Team des Öfteren eingreifen musste“, heißt es weiter in der Vorlage. 2020 hatten beispielsweise vier Winterfest-Besucher die Bahngleise blockiert und waren mit dem hinzugerufenen Sicherheitsdienst aneinandergeraten. Die Durchführung des Winterfests sei somit für die Verwaltung zunehmend erschwert und für 2024 kein Fest geplant worden.
Mit dem Stadtmarketingverein sei man jedoch im Gespräch, um in der zweiten Jahreshälfte eine gemeinsame Veranstaltung im Ortskern durchzuführen. Ein Fest für alle Zielgruppen, „das thematisch nicht nur auf Alkoholkonsum und Partymusik reduziert wird, sondern kultiviert verläuft“. Der Stadtmarketingverein habe sich bereit erklärt, am Konzept mitzuarbeiten und auch einen finanziellen Beitrag beizusteuern.
Für das neue Fest sollen Haushaltsmittel in Höhe des bisherigen Winterfestes bereitgestellt werden – also 20 000 Euro. Beraten wird über den Vorschlag laut Vorlage am 31. Januar im Ausschuss für Kultur und Sport, beschließen soll dann am 28. Februar der Hauptausschuss.
