Bundestagswahl

Wahlkreis 148: Acht Kandidaten, nur eine Partei reißt erste Hürde

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Mittendrin im Wahlkampf und klarer Favorit im Wahlkreis 148: Florian Müller (CDU).
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Acht Kandidaten bewerben sich im Wahlkreis 148 bei der vorgezogenen Bundestagswahl für ein Direktmandat. Eine neunte Bewerbung ist gescheitert, die Basispartei hat direkt die erste Hürde gerissen.

Lüdenscheid – Nicht nur im Kreishaus in Lüdenscheid, auch in Olpe tagte am Freitagvormittag der Wahlausschuss. Danach ist klar: Im Wahlkreis 148 (Märkischer Kreis I, Olpe) werden acht Direktkandidaten bei der Bundestagswahl am 23. Februar antreten und um die Erststimmen der Wähler buhlen. Neun Kandidaten hatten sich beworben, aber die Partei „Die Basis“ schaffte es letztlich nicht, die 200 Unterstützer-Unterschriften für ihren Kandidaten, den Balver Thomas Martin Moog, zusammenzubekommen. 2021 war sie im Wahlkreis 148 noch mit Dagmar Welz als Direktkandidatin angetreten.

Und bei wem können die Bürgerinnen und Bürger in Lüdenscheid, Herscheid, Schalksmühle, Halver, Kierspe, Meinerzhagen und den sieben Kommunen des Kreises Olpe ihr Kreuz machen? Der haushohe Favorit aufs Direktmandat in diesem Wahlkreis ist natürlich wieder der Drolshagener CDU-Abgeordnete Florian Müller, der den Wahlkreis 2021 mit klarem Vorsprung für sich entschied. Die SPD schickt wie zuletzt die Attendorner Kinderärztin Nezahat Baradari ins Rennen. Der Bundestagsabgeordneten der Sozialdemokraten werden weniger gute Chancen auf den erneuten Einzug in den Bundestag eingeräumt, weil ihr Platz auf der NRW-Landesliste kein vielversprechender ist.

Die FDP tritt im Wahlkreis 148 wie gehabt mit ihrem stellvertretenden Bundesvorsitzenden Johannes Vogel an, der wohl auch wieder in den Bundestag kommen würde, wenn seine Partei die Fünf-Prozent-Hürde nähme. Das gilt bei den Liberalen bei dieser Wahl allerdings als keineswegs sicher. Neben den drei aktuellen Bundestagsabgeordneten gibt es fünf weitere Kandidaten: Für die AfD als in bundesweiten Umfragen derzeit zweitstärkste Kraft im Land tritt der Plettenberger Horst Karpinsky an. Karpinsky war schon zuletzt AfD-Kandidat bei der Landtagswahl. Chancen, über Listenplätze nach Berlin zu kommen, hat er allerdings nicht. Bei der Bundestagswahl tritt er als Kandidat der AfD die Nachfolge von Klaus Heger (Wenden) an.

Wahlkreis 148: Acht Kandidaten, nur Basispartei reißt erste Hürde

Der zweite Kandidat aus dem Märkischen Kreis ist Otto Ersching: Der Sprecher der Lüdenscheider Linken ist erneut als Bundestagskandidat aufgestellt. Auch 2021 schon kandidierte Ersching für die Partei, deren Verbleib im Bundestag ebenfalls – wie bei der FDP – nicht als gesichert gilt. Ein neues Gesicht im Kreise der Kandidaten ist der Olper Matthias Koch, der für Bündnis 90/Die Grünen antritt. 2021 war der Olper Holger Thamm Direktkandidat der Grünen gewesen. Ebenfalls neu im Kandidatenkreis ist Marion Linde: Die 58-Jährige aus Bad Berleburg ist stellvertretende Landesvorsitzende der Freien Wähler und tritt nun im Wahlkreis 148 für diese Partei an.

Achter Direktkandidat ist ein weiterer Lüdenscheider: Axel Turck hat es als parteiloser Kandidat geschafft, die 200 Unterstützer-Unterschriften zusammenzubringen und plant nun den Wahlkampf. Turck war Mitglied der Basispartei, ist zudem Mitglied des Vereins WerteUnion. Bei der Wahl nun tritt der Unternehmer für die Bewegung „Stimme für Volksentscheide“ und parteilos an.

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