VonConstanze Julitaschließen
Der Kölner Dom, immerhin zweithöchstes Sakralgebäude Deutschlands, ist laut dem Kölner Erzbistum nur 27 Euro wert. Umso immenser sind dagegen die Instandhaltungskosten.
Köln - Die imposanten Zwillingstürme des Kölner Doms sind schon aus der Ferne zu erkennen. Mit einer Höhe von rund 157 Metern gilt er als zweithöchstes Sakralgebäude in Deutschland. Über eines der bekanntesten Wahrzeichen wissen die wenigstens, dass der Kölner Dom gerade einmal 27 Euro wert ist.
Kölner Dom: Die größte Kathedrale von NRW ist nur 27 Euro wert
Das Kölner Erzbistum legte 2015 erstmals sein Vermögen offen und bewertete den Dom symbolisch mit 27 Euro. Das Gesamtvermögen des Erzbistums beläuft sich auf 3,5 Milliarden Euro, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Die Herkunft dieses Preises ist unklar, da das Erzbistum nie eine vollständige Schätzung des tatsächlichen Werts der Kathedrale vorgenommen hat.
Dompropst Norbert Feldhoff erklärte dem Deutschlandfunk, dass verschiedene Versuche, den Wert schätzen zu lassen, gescheitert wären. Obwohl der Dom von unschätzbarem Wert ist, ist er unverkäuflich und hat daher keinen Marktwert, so das Erzbistum. Der symbolische Wert von 27 Euro blieb zuletzt auch in der Bilanz aus 2023 bestehen.
Kölner Dom kostete jeden Tag 33.000 Euro
Obwohl der Wert des Kölner Doms gering ist, verschlingt er täglich eine große Menge an Geld. Pro Jahr belaufen sich die Kosten auf 12 Millionen Euro, pro Tag auf 33.000 Euro, heißt es von der Kölner Kulturstiftung. Diese Summe beinhaltet Personal- und Nebenkosten sowie Kosten für Umbau- und Renovierungsarbeiten. Nicht mit eingerechnet sind Gehälter der Priester. Sowohl die Stadt Köln als auch das Land NRW beteiligen sich an der Instandhaltung des Doms. Zeitweise wurde der er von Außen nicht mehr beleuchtet, um Kosten zu sparen.
Für das Erzbistum Köln stellt der Dom allerdings auch eine gute Einnahmequelle dar: Rund sechs Millionen Besucher strömen jedes Jahr zum bekannten Wahrzeichen. Wer den Turm mit seinen 533 Treppenstufen besteigen möchte, muss pro Person acht Euro bezahlen. Für Schüler, Studenten und Menschen mit Behinderung kostet der Eintritt vier Euro.
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