VonJonah Reuleschließen
Die Warn-App KATWARN nutzen mehr als 3,2 Millionen Menschen. Sie ist ein wichtiges Kommunikationsmittel im Krisenfall. Die App einfach und verständlich erklärt.
Köln – Das Warnsystem KATWARN bietet Menschen die Möglichkeit, sich vor Gefahren im Alltag warnen zu lassen. Egal, ob Unwetter, Bombenentschärfung oder eine andere Gefahrenlage – das Programm warnt umgehend vor etwaigen Situationen. Sofortige Handlungsempfehlungen sollen den Menschen vor Ort den Umgang mit der bestehenden Gefahr erleichtern. Die Nutzung ist kostenlos.
| Bezeichnung | KATWARN |
|---|---|
| Was ist KATWARN? | Warnsystem des Zivil- und Katastrophenschutzes |
| Entwickler | Fraunhofer-Institut |
| In Betrieb seit | 2011 |
KATWARN: Funktionsweise und Anwendungsgebiete
KATWARN wurde vom Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme im Auftrag der öffentlichen Versicherer entwickelt. Seit dem Jahr 2011 kommt das Warnsystem deutschlandweit zum Einsatz und kann von jedem als App aufs Smartphone geladen werden. In Gefahrensituationen ertönt ein Alarm mit Vibration. Durch Kurztexte, Symbole und Grafiken werden wichtige Informationen geliefert.
Die Warnungen können neben der Handy-App auch auf diversen weiteren Kommunikationswegen verteilt werden. Dazu gehören digitale Displays in Städten, Taxi-Systeme, Bordcomputer und auch Smart-Home-Anlagen. Auch die Ausspielung auf Webseiten und Nachrichtenportalen ist möglich.
Die Anwendungsgebiete reichen dabei von lokalen bis zu deutschlandweiten Warnungen. Ein Überblick:
- Ortsbezogene Warnungen, wie beispielsweise bei Bränden mit starker Rauchentwicklung
- Themen- bzw. anlassbezogene Warnungen während Festivals oder ähnlichem sind möglich
- Flächenbasierte Warnungen, zum Beispiel in Fällen von schweren Unwettern
- Deutschlandweite Warnübersicht, wie im Falle der Corona-Pandemie
- Weiterleiten und Teilen von Warnungen
- Auch ein persönlicher Testalarm ist möglich
KATWARN: Zuständige Stellen für die Warnungen
KATWARN steht allen international autorisierten Behörden, gegen den Abschluss einer Nutzervereinbarung zur Verfügung. In Deutschland obliegt die Hauptlast der Gefahrenabwehr den Landkreisen und ihren kreisfreien Städten. Auf kommunaler Ebene übernehmen lokale Leitstellen die Warnungen. Im Falle von großflächigen Warnungen, wie beispielsweise Stromausfällen, sind die Bundesländer für selbige zuständig. Bundesweite Warnungen geben Bundesbehörden aus.
- Alternative zu KATWARN: So funktioniert die NINA Warn-App
KATWARN: Beispiele für Warnungen in der Warn- und Katastrophen-App
KATWARN registriert viele Gefahrenquellen aus dem Alltag. Nutzer werden bei folgenden Geschehnissen benachrichtigt:
- Großbrand
- Bombenfund
- Explosion
- Pandemie
- Gasleitungsdefekt
- Trinkwasserunfall
- Chemieunfall
- Extremwetter
- Sturmflut
- Deichbruch
- Waldbrand
- Schadstoffunfall Küste
KATWARN-Roaming: Der Schutzengel im Ausland
Eine weitere Warnfunktion Katwarns ist das sogenannte KATWARN-Roaming. Dabei erhalten Nutzer im Ausland mittels einer speziellen Roaming-Technologie Warnungen für ihren Standort. Hierfür muss lediglich die Schutzengel-Funktion in der App aktiviert sein. Zugestellt werden die Warnungen weltweit, wenn eine Internetverbindung besteht.
Warn-App KATWARN: Warnungen in verschiedenen Sprachen
KATWARN bietet auch die Möglichkeit, die ausgespielten Warnungen in mehreren Sprachen zu lesen. Dazu bedarf es einer Systemeinstellung des Smartphones in der jeweiligen Sprache. Danach können Warnungen je nach Verfügbarkeit auch in der ausgesuchten Sprache gelesen werden. (jr) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

