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Die Warsteiner Internationale Montgolfiade (WIM) findet wieder vom 1. bis 9. September statt. Was eine Ballonmitfahrt und das Warsteiner Bier in diesem Jahr kosten, wie der Aufbau läuft und was in diesem Jahr nicht mehr angeboten wird.
Warstein – In fünf Wochen – wenn denn das Wetter mitspielt – werden die ersten Heißluftballone bereits den Warsteiner Himmel geschmückt haben. Vom 1. bis 9. September wird die Warsteiner Internationale Montgolfiade (WIM) wieder tausende Ballonsportfreunde in die Wästerstadt locken – zum 30. Mal. Inzwischen steht auch das Detailprogramm. Doch wer in diesem Jahr als Gast in den Korb steigen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Alle Informationen zur WIM im Überblick.
Das Veranstaltungsprogramm
In der Technikwelt heißt es häufig „Never change a running system“. Auf das „running system“ der vergangenen Montgolfiaden setzt auch zum 30. Jubiläum das Organisationsteam um Uwe Wendt. Nur in Details unterscheidet sich das diesjährige Veranstaltungsprogramm von jenem aus 2019 und denen der Jahre zuvor. Tägliche Ballonstarts am Morgen und Abend, Feuerwerke jeweils am Freitag und Samstag – allerdings nicht mehr so groß wie früher –, Night-Glows an den Freitagen, Samstagen und am Mittwochabend. Das Drachenprogramm findet am Samstag, 2. September, statt. Der Familientag mit Attraktionen für Groß und Klein am Samstag, 2. September, und Sonntag, 3. September. Der Frühschoppen mit Blasorchester, genauso wie das Warsteiner Musikertreffen, sind ebenso für den Montgolfiade-Sonntag eingeplant.
Das „Albert Cramer Long-Distance-Race“ findet am Montag, 4. September statt, der Außenstart vom Flughafen Paderborn-Lippstadt am Mittwoch, 6. September. Die beliebte „After Work Party“ ist am Donnerstag, 7. September, das große Abschlussfeuerwerk wartet dann am Samstagabend, 9. September, auf viele strahlende Augen.
Abgerundet werden die insgesamt neun WIM-Tage von Pin-Tauschbörsen, Hüllenbesichtigungen, Gleitschirmfliegern, Festzeltpartys und Kirmestrubel.
Ballone und Anmeldung
Bis zu 200 Ballonpiloten aus der ganzen Welt reisen zur Warsteiner Montgolfiade an. „Die Pilotenzahl ist auch in diesem Jahr wieder vergleichbar hoch wie bei den letzten Montgolfiaden“, heißt es aus der Unternehmenskommunikation der Brauerei. Neben den „klassischen“ Ballonen wecken vor allem die Sonderformen immer große Aufmerksamkeit. „In diesem Jahr startet erstmals der ‘Cheers’ der Warsteiner Brauerei, bestehend aus sechs Warsteiner Tulpen, die 96-fach vergrößert auf einem Tablett stehen. Aber auch eine Sonnenblume, eine Lokomotive und ein Tankwart werden an den Start gehen“, schreibt die Brauerei in einer Pressemitteilung. Bis zu 100 000 Gäste werden zu dem „einmaligen Ballon-Spektakel, wie es in Europa seinesgleichen sucht“ erwartet.
Wer sich von denen für eine Ballonfahrt entscheidet – morgens oder abends – muss sich auf neue Preise einstellen. Höhere Preise. Kostete eine Ballonmitfahrt 2010 noch 189 Euro, waren es 2015 zum Vergleich bereits 199 Euro. In diesem Jahr wird die 200 Euro-Marke deutlich überschritten, eine Mitfahrt kostet pro Person 239 Euro. Die Brauerei dazu: „Die Kosten rund um das Ballonfahren, wie zum Beispiel für Gas oder auch Benzin und Ersatzteile, die die Ballonteams benötigen, sind deutlich gestiegen. Deswegen mussten wir unsere Preise aufgrund der Inflation und gestiegenen Rohstoffpreise anpassen.“
Unter anderem auch das reguläre Parken auf dem Gelände – egal ob Ballon-Mitfahrer oder reiner Zuschauer – ist teurer geworden. Statt bisher fünf Euro kostet es nun sieben Euro. Das Glas Warsteiner Pils im 0,3 Liter-Krug wird in diesem Jahr drei Euro kosten.
Ballonfahrten sowie Tickets für den VIP-Club „Happy Ballooning“ können unter www.warsteiner-wim.de gebucht werden. „Seit Beginn des Jahres waren die Anfragen sowohl für das VIP-Zelt als auch die Ballonfahrten deutlich erhöht. Und aktuell ist der Buchungsstand in beiden Bereichen auf dem Niveau der letzten WIM 2019. Das zeigt auch, dass die Menschen wieder große Lust auf unsere WIM haben, das freut uns natürlich sehr und lässt die Vorfreude steigen“, erklärt die Brauerei.
Auch Hubschrauberrundflüge gibt es, Luftschifffahrten für Passagiere werden allerdings nicht mehr angeboten: „Das liegt daran, dass Luftschiffe noch windanfälliger sind als die Ballone und einen größeren organisatorischen Mehraufwand erfordern.“
Vorbereitungen und Aufbau
Auch Brauerei-Inhaberin Catharina Cramer freut sich sehr auf die bevorstehende Montgolfiade: „Die Liebe zur Montgolfiade wurde mir von meinem Vater sozusagen in die Wiege gelegt. Nach drei Jahren ohne WIM kann ich es, wie so viele Besucher, kaum mehr abwarten, an den lauen Sommerabenden im September die vielen bunten Ballone in den Himmel steigen zu sehen.“
Große Teile des Festzeltes stehen bereits auf dem Gelände. Dazu die Brauerei: „Die erste Aufbauphase wurde in dieser Woche abgeschlossen, sodass der erste Zeltteil bereits steht. Die weiteren Aufbauarbeiten beginnen dann in der zweiten Augusthälfte.“
