Bilanz eines ganz besonderen Jubiläums

Bürgermeister ist auch am Tag danach noch begeistert: „Was für ein grandioses Fest“

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Der Alltag hat sie wieder, aber die Freude über ein grandioses Stadtfest wird noch lange bleiben bei (von links) Rathaussprecher Thorsten Bottin, Eckhard Ruthemeyer und Thomas Gerwin, Leiter des Ratsbüros.
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Ein Fest von Soestern für die Soester sollte es werden - und diese Hoffnung hat das 1400-Jahr-Jubiläum mehr als erfüllt.

Soest – Mit am Tisch saß Uli Dellbrügger am Montag, 26. August, im Rathaus beim Bilanzgespräch zum 1400-jährigen Stadtjubiläum nicht – dabei hat der Amper Ortsvorsteher durchaus seinen Anteil daran, dass aus der Schnapsidee von Stadtarchivar Norbert Wex ein grandioses Vier-Tage-Fest wurde, an das sich alle, die mitgefeiert haben, noch sehr lange erinnern werden. Und das auch den Organisatoren eine Menge Freude gemacht hat – und immer noch macht.

Was Delbrügger damit zu tun hat? Der Hardcore-Amper weckte beim damals noch frischen Soester Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer dessen sportlichen Ehrgeiz, weil er als Ortsvorsteher bei jeder Gelegenheit darauf hinwies, dass die schöne Tochter Ampen mit ihrer ersten Erwähnung Anno 833 ja wohl eindeutig älter sei als „Mutter Soest“.

In den folgenden Jahren sannen Bürgermeister und Stadtarchivar auf Abhilfe – bis Wex den historisch durchaus waghalsigen Hinweis auf die Dagobert´sche Schenkung im Jahr 624 ausgrub mit einem, nennen wir es dezenten, Hinweis auf Soest.

Seit 2017 wuchs aus diesem Samenkorn ein spätestens 2020 immer mehr Formen annehmendes Konzept für ein großes Fest – geholfen haben mag dabei die Tatsache, dass das 1300-Jährige vor 100 Jahren ebenfalls schon gefeiert worden war.

„Es sollte ein Event von Soestern für Soester werden, und genau das ist es auch geworden“, zog ein sichtlich gerührter Bürgermeister am Tag danach ein mehr als nur zufriedenes Fazit des Vier-Tage-Spektakels, das mit seinen Thementagen von Donnerstag bis Sonntag einen beträchtlichen Teil der Vielfalt des Lebens in dieser traditionsreichen westfälischen Kleinstadt gespiegelt hatte.

Wo der Beach war, werden bald wieder Autos parken: Der Sand wird abtransportiert, Erinnerungen bleiben.

„Das Wetter hat natürlich weitgehend mitgespielt, das war wichtig“, vergaß Ruthemeyer nicht den „Dank nach oben“. „Aber vor allem danke ich allen, die sich engagiert haben und dabei einen unglaublichen Ehrgeiz gezeigt haben, zu diesen Tagen etwas Besonderes beizutragen.“

Als echtes Kleinod erwies sich an allen Tagen der „Beach“ auf dem Parkplatz am Großen Teich – eigentlich eine aus der Not geborene Location, weil der Markt wegen Bauarbeiten nicht zur Verfügung stand.

Am Freitagabend hatte sich Ruthemeyer nach dem Festakt in der Stadthalle den Schlüssel zur Stadtbücherei besorgt und von dort aus zu später Stunde die große Strand-Party genossen: „Da ging mir echt das Herz auf“, gesteht er – und das tut es immer noch.

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