VonNina Wetteschließen
Von Wassergräben umgeben, laden Wasserburgen und ihre Parkanlagen zum Entspannen ein. In NRW gibt es davon auf einem Fleck so viele wie nirgends sonst.
Hamm - Die Nähe zum Wasser ist ein eindeutiges Kennzeichen für Wasserburgen, denn sie werden meist von Wassergräben umgeben. In der Region um das Städtedreieck Aachen, Köln und Bonn gibt es unzählige Burgen und Schlösser. Damit haben Geschichts-Fans und Architektur-Interessierte die Möglichkeit, in kurzer Zeit viele Wasserburgen zu besichtigen.
Wasserburgen in NRW - nirgends gibt's mehr auf einem Fleck
Mit seinen knapp 120 Burgen ist die Region in NRW etwas Besonderes. Mehr Wasserburgen auf einem Fleck findet man nirgendwo sonst. Das macht die Region zu einem beliebten Ausflugsziel. Vor allem für Fahrradfahrer lohnt sich eine Tour über die sogenannte Wasserburgen-Route. Die Route kann mit dem Fahrrad in acht Etappen abgefahren werden und hat eine Gesamtstrecke von 470 Kilometern.
Burgen und Schlösser auf der Wasserburgen-Route
Entlang der Fahrrad-Route liegen viele Wasserburgen. Einige der Burgen und Schlösser im Überblick:
- Burg Gudenau in Wachtberg: Die Burg entstand im 13. Jahrhundert. Sie verfügt über eine barocke Gartenanlage. Von März bis Dezember kann der Park montags bis freitags von 8 Uhr bis 12 Uhr sowie von 13 Uhr bis 17 Uhr besichtigt werden.
- Burg Lüftelberg in Meckenheim: Sie gilt als eine der besterhaltenen privaten Wasserburgen im Rheinland. Die Burg Lüftelberg dient unter anderem als Kulisse für standesamtliche Trauungen.
- Schloss Miel in Swisttal: Besucher können das Gebäude im Rahmen eines Restaurantbesuchs besichtigen. Auch für Events wie Hochzeiten kann das Schloss gebucht werden. Außerdem liegt um das Schloss ein Golfclub.
- Schloss Augustusburg in Brühl: Das Schloss soll die Lieblingsresidenz des Kölner Kurfürsten Clemens August von Wittelsbach gewesen sein. Interessierte können das Schloss im Rahmen einer Führung von Dienstag bis Sonntag besichtigen. Das Ticket kostet 9,50 Euro pro Person.
- Burg Flamersheim in Euskirchen: 1358 wurde Burg Flamersheim erstmalig in einer Urkunde erwähnt. Heute beherbergt sie ein Hotel, ein Gasthaus und ein Gourmet-Restaurant.
- Schloss Gracht in Erftstadt: Seit 1957 ist das Schloss im Besitz der Gemeinde Liblar, einem heutigen Stadtteil von Erftstadt. Im Gebäude des Schlosses ist heute eine Klinik untergebracht. Der Schlosspark ist für jeden öffentlich zugänglich.
- Burg Satzvey in Mechernich: Die Burg ist vor allem für ihre vielen historischen Veranstaltungen bekannt. Ein Highlight sind die Ritterfestspiele, die mehrfach im Jahr auf dem Gelände der Burg stattfinden.
- Schloss Burgau in Düren: Die Grafen von Heinsberg erbauten das Schloss im 14. Jahrhundert. Heute werden im Schloss regelmäßig Ausstellungen angeboten, die kostenfrei besucht werden können.
- Schloss Merode in Langerwehe: Das Schloss steht bereits seit dem 12. Jahrhundert. Im Winter lockt das Schloss mit einem romantischen Weihnachtsmarkt.
- Burg Frankenberg in Aachen: Die Aachener Burg bietet ein buntes Programm – Interessierte können die Gelegenheit nutzen und die Burg beispielsweise im Rahmen eines Konzerts oder eines Marktes besuchen.
Wer mehr Action in seiner Freizeit braucht, der ist auf dem Kirmesplatz richtig. Im Mai finden zahlreiche Volksfeste und Rummel in NRW statt.
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