6000 begeisterte Besucher sahen die Giant Rooks am 10. Juli open air in Dortmund.
© Robert Szkudlarek
VonAchim Lettmannschließen
Der bemerkenswerte Erfolg der Giant Rooks ist auch dem sehr frühen Airplay bei 1Live geschuldet. WDR-Kultmoderator Klaus Fiehe kommt wie die Band aus Hamm und erklärt seine Begeisterung für die Band.
Hamm/Düsseldorf - Klaus Fiehe (65) ist Musikjournalist beim WDR und Saxophonist („Geier Sturzflug“). Sonntags ab 22 Uhr wählt er für 1Live Musik aus. Der gebürtige Hammer ist seit vielen Jahren Juror des PopNRW-Preises. Als die Giant Rooks 2016 ausgezeichnet wurden, war ihm die Band bereits ein Begriff. Bei ihrem ersten eigenen Open-Air-Konzert in Dortmund begeisterten die Giant Rooks unlängst 6000 Fans.
Seit wann kennen Sie die Band?
Der erste Song der Giant Rooks ist in meiner Sendungen am Sonntag gelaufen. Es war die Urversion von „Småland“. Diese Version ist nie veröffentlich worden. Ich habe die Band auf einem Festival in Diepholz entdeckt, Appletree Garden heißt das. Dort hingen zwei Plakate mit den Giant Rooks aus Hamm – zu Festivals in Lingen und Bentheim.
Ich wurde neugierig, weil ich noch nie eine Hammer Band auf Festivals hab’ spielen gesehen. Dann habe ich einen Kontakt gesucht, und der Frederik hat mir dann die Urversion von „Småland“ als Mp3-Datei geschickt. Die Band hat ja lange Zeit nichts veröffentlicht, sondern lebte von dem Ruf, eine tolle Live-Band zu sein.
Der Frederik ist ein großartiger Frontmann, mit seiner ganzen Freundlichkeit. Die Leute mögen das unheimlich. Der ist ein echter Charmebolzen.
Welche Vorzüge haben die Giant Rooks?
Die produzieren einen wunderschönen Gesamtklang. Es zahlt sich unheimlich aus, dass die Band schon jetzt eine Strecke gegangen ist. Und einfach die eigenen Songs in ihren Genen hat. Sowas kann man nicht proben, dass muss man durchleben. Da sind mittlerweile so viele Konzerte.
Möglich, dass vielleicht auch mal der eine zum anderen sagt, du hast geschleppt. Das sind diese Musikerdialoge. Aber so was wäscht sich raus. Also, das ist eine Band, die können sie um drei Uhr nachts anrufen, auf eine Bühne stellen und die spielen ihnen den Set so runter. Das hört man.
Sind Konzerte der Weg zum Erfolg?
Nicht notgedrungen. Nein, da muss ein Charisma da sein, ein Umfeld muss da sein, die haben ja auch ein sehr gutes Management, Plattenvertrag und so, das muss alles zusammenspielen. Aber die Band hat einen ganz tollen Weg gewählt, über Konzerte, über Festivals, und sie hat es endlich geschafft.
Hat der WDR geholfen?
Der WDR kam später. Natürlich, wenn 1Live anfängt sowas in die Rotation zu packen. Aber den Grundstein hat die Band ohne den WDR gelegt. Das haben die Giant Rooks ganz alleine geschafft. Wie übrigens auch AnnenMayKantereit.
Was sagen Sie zum Erfolg der Band?
Ich freue mich darüber. Ohne die leiseste Einschränkung. Ich freue mich einfach darüber, die machen das ganz toll.

