Amtgericht meldet

„Tiny Houses“ aus Hamm: Schreinerei Diekmann insolvent - Wie geht es weiter?

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Die Tiny-House-Produktion in der Schreinerei Diekmann in Bockum-Hövel.
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Die Heinz Diekmann Schreinerei und Zimmerei GmbH ist für ihre Tiny Houses bekannt geworden. Jetzt hat das Unternehmen Insolvenz angemeldet.

Hamm - Die Heinz Diekmann Schreinerei und Zimmerei GmbH ist insolvent. In Hamm und weit darüber hinaus ist das Familienunternehmen vor allem bekannt für seine „Tiny Houses“ – also Mini-Häuser mit wenigen Quadratmetern Wohnfläche.

Die Insolvenz gab das zuständige Amtsgericht Dortmund vor wenigen Tagen bekannt. Darüber hinaus liegen bislang nur wenige Informationen vor. So sind die Gründe für die Insolvenz ebenso unklar, wie das weitere Vorgehen und die Perspektiven für das Unternehmen aus Bockum-Hövel und seine Mitarbeiter.

Weitere Informationen zur Insolvenz von Diekmann noch offen

Am Dienstag verwies Geschäftsführer Stefan Diekmann auf eine schriftliche Verlautbarung hin, die am Mittwochvormittag veröffentlicht werden sollte. Der als vorläufige Insolvenzverwalter eingesetzte Rechtsanwalt Achim Thomas Thiele ließ ausrichten, dass er Fragen ebenfalls erst am Mittwoch beantworten könne. Nachdem bekannt wurde, dass die über Hamm hinaus für ihre „Tiny Houses“ bekannte Schreinerei und Zimmerei Diekmann insolvent ist, hat sich Geschäftsführer Stefan Diekmann am Mittwoch zu den Gründen geäußert.

Familienbetrieb Diekmann aus Hamm mit Fokus auf „Tiny Houses“

Diekmann betreibt an der Kanalkante auch das Tiny House Hotel „Pier 9“, allerdings ist dafür die Tiny House Rental & Service GmbH gegründet worden.

Die Schreinerei existiert nach Unternehmensangaben seit über 70 Jahren und wird als Familienbetrieb in dritter Generation geführt. Der Firmensitz liegt an der Warendorfer Straße.

Dort wurden in den zurückliegenden Jahren in der entsprechenden „Manufaktur“ die sogenannten „Tiny Houses“ gebaut, die oft nur eine Wohnfläche zwischen 15 und 35 Quadrametern haben. Nach eigenen Angaben seien im Laufe der Jahre inzwischen über 100 dieser Mini-Häuser in Hamm gebaut worden.

Kaum „Tiny Houses“ in Hamm - Neue Kunden in der Pandemie

Diekmann hatte diese als Trend geltenden Häuser zwischenzeitlich sogar über den Katalog des Kaffeerösters Tchibo vertrieben. In Hamm stehen indes abseits des Hotel-Areals in unmittelbarer Nähe der Kanalkante des Datteln-Hamm-Kanals kaum Häuser aus der Fertigung in Bockum-Hövel.

Dabei gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Initiativen das zu ändern und Bauland für „Tiny Houses“ freizugeben. Auf dem CreativRevier an der ehemaligen Zeche Heinrich Robert zwischen Herringen und Pelkum spielt diese moderne Wohnform künftig unter anderem eine Rolle.

Im Rahmen der Pandemie hatte sich die Schreinerei für ihre „Tiny Houses“ erst neue Kundenfelder erschlossen. Namhafte Unternehmen hatten dabei Häuser abgenommen, wie Geschäftsführer Stefan Diekmann noch Anfang 2022 erklärte.

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