Klare Prognose zu Eisheiligen 2024: Wetter-Experte spricht Klartext
VonHannah Decke
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Mitte Mai kommen die Eisheiligen 2024. Bekommt NRW noch einmal Bibber-Wetter oder bleibt der Frost fern? Wetter-Experte Dominik Jung äußert sich eindeutig.
Hamm - „Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist“, lautet eine der bekannten Bauernregeln der Eisheiligen. Die Sprüche beziehen sich auf die Prognose für das Wetter im Mai. Denn an den Namenstagen mehrerer christlichen Heiligen sind laut uralter Bauernregeln die letzten Frostnächte des Frühlings möglich. Bringen die Eisheiligen auch im Mai 2024 den Frost zurück nach Nordrhein-Westfalen? Diplom-Meteorologe Dominik Jung klärt auf.
Datum
Name
11. Mai
Mamertus, Erzbischof von Vienne
12. Mai
Pankratius, Märtyrer
13. Mai
Servatius, Bischof von Tongeren
14. Mai
Bonifatius, Märtyrer
15. Mai
Sophia, Märtyrerin
Prognose zu den Eisheiligen 2024 in NRW: Wetter-Experte äußert sich eindeutig
Die Gedenktage der Eisheiligen liegen zwischen dem 11. Mai und 15. Mai – jedes Jahr, also auch 2024. An diesen Tagen können noch einmal kühlere Tage und in der Nacht sogar Frost kommen. Die Betonung liegt auf „können“. Statistisch gesehen ist ein Kälteeinbruch im Mai zwar ziemlich wahrscheinlich, die genauen Daten für das Frost-Comeback sind aber nicht in jedem Jahr gleich.
In der Meteorologie werden die Eisheiligen nämlich als Singularität gesehen. Das bedeutet, dass sie in einem bestimmten Zeitabschnitt mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten – das kann allerdings auch mal früher oder später auftreten. Die Eisheiligen fallen damit nicht zwingend genau auf die Namenstage der Heiligen.
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„In Sachen Eisheiligen ist nichts in Sicht“: Wohl kein Bibber-Wetter mehr in NRW
Und wie sieht es im Jahr 2024 aus? „In Sachen Eisheiligen ist nichts in Sicht“, sagt Dominik Jung auf Nachfrage von wa.de. Schon vor einigen Tagen hatte der Meteorologe angedeutet, dass die Eisheiligen möglicherweise schon im April da waren, als ein kurzer Wintereinbruch Schnee und Glätte nach NRW brachte.
Zum Mai hin kletterten die Temperaturen dann aber wieder deutlich nach oben. So war der Maifeiertag in NRW vielerorts ein richtiger Sommertag. Und trotz einer kurzen Abkühlung durch Unwetter mit Gewitter und Starkregen muss in Nordrhein-Westfalen laut Jung höchstwahrscheinlich nicht mehr mit Bibber-Wetter im Frühling gerechnet werden. „Es bleibt um die 20 Grad warm – mal etwas mehr, mal etwas weniger“, so die Prognose des Meteorologen.