VonHannah Deckeschließen
In NRW wird bis Rosenmontag gefeiert – vor allem draußen. Das Wetter an Karneval 2024 wird aber leider nicht gut. Ein Meteorologe spricht sogar von „Ekelwetter“.
Hamm - Für eingefleischte Karnevalisten läuft die „fünfte Jahreszeit“ schon seit November. Spätestens ab Weiberfastnacht, 8. Februar, holen dann aber alle Jecken in Nordrhein-Westfalen ihre Kostüme aus den Schränken und lassen es krachen. Dabei finden viele Veranstaltungen draußen statt – sei es der Straßenkarneval in Köln oder zahlreiche Umzüge an Rosenmontag. Das Wetter sollte also im besten Fall mitspielen. Für Karneval 2024 sieht es allerdings schlecht aus. Ein Meteorologe spricht sogar von „Ekelwetter“.
Die Woche startete am Montag, 5. Februar, mit viel Sonnenschein und fast schon frühlingshaften Temperaturen in NRW – das perfekte Wetter für den Straßenkarneval. Die aktuelle Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für die Tage ab Weiberfastnacht sieht aber allerdings ganz anders aus. Und auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net hat keine guten Nachrichten für die Jecken in NRW.
Fällt Karneval 2024 ins Wasser? Wetter-Experte spricht von „Ekelwetter“
Schon am Dienstag wurde es nasser in NRW. Zudem gab der DWD eine amtliche Unwetterwarnung vor Sturm und Starkregen heraus. Demnach kann es in der Nacht zu Mittwoch bis Freitagfrüh gebietsweise zu Dauerregen mit Mengen von 40 bis 60 Litern pro Quadratmeter kommen, in der Eifel, dem Bergischen Land und dem Sauerland kann der Dauerregen sogar 60 bis 80 Liter pro Quadratmeter erreichen. Dazu wart der DWD auch vor weiteren stürmischen Böen.
Im Laufe des Mittwochs verwandelt sich in höheren Regionen, wie dem Sauerland oder Weserbergland, der Regen in Schnee. Dabei kann es örtlich glatt werden, bis zum Abend sind vor allem in Hochlagen gebietsweise aber auch 1 bis 5 cm Neuschnee möglich. Und auch Weiberfastnacht wird es nicht trocken in NRW – ganz im Gegenteil.
„Langanhaltender Regen mit wechselnden Intensitäten“ lautet die DWD-Prognose für Donnerstag, 8. Februar. Dominik Jung spricht im Gespräch mit wa.de von „Ekelwetter“ an Weiberfastnacht. „Das wird ein ziemlich feuchter Auftakt. Da sollte man sich schon wetterfest anziehen“, so der Meteorologe. Im Rheinland würden die Temperaturen maximal bei 7 bis 8 Grad liegen.
Etwas kälter wird es laut Jung im Norden von NRW. Da sei dann auch Schnee oder Schneeregen möglich. Der Grund dafür sei – mal wieder – eine Luftmassengrenze über Deutschland. „Von Norden drücken Kaltluftmassen rein, von Süden milde – und diese Luftmassen treffen sich am Altweiberdonnerstag genau über Nordrhein-Westfalen“, erklärt Dominik Jung.
Wetter an Karneval 2024 in NRW: „Grau und trüb über die närrischen Tage“
Am Freitag wird sich die Luftmassengrenze laut Jung Richtung Norden verschieben, was in ganz NRW für milde Temperaturen sorge – „dann im Rheinland auch wieder 10, 11, 12 Grad.“ Am Tag nach Weiberfastnacht müsse noch einmal mit Regen gerechnet werden. Und auch an den restlichen närrischen Tagen bis Veilchendienstag seien immer wieder Regenschauer zu erwarten. „Aber nicht mehr der ganz große Regen“, so Dominik Jung.
Insgesamt, erklärt der Meteorologe, werde es „grau und trüb über die närrischen Tage“. Die Sonnenbrille kann also zu Hause bleiben – sofern sie nicht zum Kostüm gehört. Dafür sollten die Karnevalisten aber definitiv einen Regenschirm einpacken. Immerhin: Bitterkalt wird es definitiv nicht werden. Wer allerdings schon frühmorgens oder spätabends unterwegs ist, muss mancherorts mit niedrigen einstelligen Temperaturen rechnen.
Wer übrigens an Karneval 2024 keine Lust auf den klassischen Straßenkarneval mit Umzügen hat, kann eine Karnevalskirmes in NRW besuchen.
Rubriklistenbild: © Federico Gambarini

