VonThomas Machatzkeschließen
Dass die Gemeinde für 2024 kein Winterfest auf dem Schnurrenplatz plant – es stößt nicht überall auf positive Resonanz, im Gegenteil. Als „Schlag ins Gesicht für alle, die jedes Jahr als Mitveranstalter das Winterfest mitgestaltet haben“ bezeichnet der Freundeskreis Eichendorffstraße diese Entscheidung der Verwaltung.
Schalksmühle – Die Verwaltung hatte auf sinkende Besucherzahlen, die zuletzt auch dem schlechten Wetter geschuldet gewesen seien, hingewiesen, aber auch darauf, dass der erhöhte Alkoholkonsum zu Problemen geführt habe. Hier habe die Security verstärkt eingreifen müssen. In Summe war man so im Rathaus zu dem Schluss gekommen, dass die 2014 erstmals durchgeführte Veranstaltung, bei der viele Vereine miteinbezogen worden waren, ad acta gelegt werden soll.
„Wir als Freundeskreis der Eichendorffstraße, der von Stunde eins seit 2014 dieses Winterfest mit unserer Feuerzangenbowle und auch dem Kinderpunsch mitgestaltet hat, sind einfach nur enttäuscht über solche Aussagen und Gründe der Gemeindeverwaltung, um wieder einmal eine beliebte Veranstaltung unter den Tisch fallen zu lassen“, erklären die Verantwortlichen des Freundeskreises Eichendorffstraße und zählen auf: Kirmes, später Kandelaber Fest, „Schalksmühle Köstlich“, sonntägliche Konzerte im Volmepark – in der Gemeinde seien viele Veranstaltungen, die Zuschauermagnete gewesen sind, einfach nicht mehr fortgeführt worden.
„Die Begründung für das Aus ist eher fadenscheiniger Natur“, erklärt der Freundeskreis, „Randale 2020 abseits der Veranstaltung: Schade, dass das immer vorkommt, wenn es Feierlichkeiten gibt und sich irgendwelche Mitbürger nicht an Spielregeln des guten Benehmens halten können. Grundsätzlich aber sind das noch nicht mal Besucher der Veranstaltung, die weder etwas zum Gelingen der Veranstaltung beitragen noch dort etwas verzehren.“
Winterfest-Absage: Mitveranstalter spricht von einem „Schlag ins Gesicht“
Der Freundeskreis Eichendorffstraße, der sich zuletzt auch beim Martini-Markt in Dahlerbrück immer sehr engagiert eingebracht hat, stellt weiter auf: „Wir sehen dieses Ende einer bei allen Schalksmühlern oder auch bei Zugereisten aus Nachbargemeinden und -städten beliebten Veranstaltung als Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die diese Art von Veranstaltungen mit viel Engagement in Vorbereitung, Ausführung und auch Nachbearbeitung mitgestaltet haben. Auch der Gemeindesportverband konnte sich über Zulauf von Kindern nicht beschweren, hat eine ganz tolle Mitmacherfahrung für viele Kinder und auch Eltern geschaffen.“
Schützenfest, Hüttengaudi oder Feuerfeste in Dahlerbrück oder an der Spormecke oder auch der Martinimarkt in Dahlerbrück: „Dann wird es wohl nicht lange dauern bis diese Veranstaltungen alsbald auch der Randale und Alkoholexzessen zum Opfer fallen und wir uns dann nur noch zu kulturellen, alkohol- und gewaltfreien Veranstaltungen im Kulturort 8Giebel sehen werden“, stellt der Freundeskreis sarkastisch fest, „aber bitte nicht so oft, die Gemeindeverwaltung schafft das sonst auch ab.“
