- VonMaksym Brikschließen
Bei einer Zollkontrolle einer Baustelle im Münsterland hat der Zoll sieben illegale Arbeiter gefunden. Die Beamten mussten einen Verletzten versorgen.
Münster - Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit haben nach Angaben des Hauptzollamts Münster bei der Überprüfung einer Baustelle im Münsterland am Mittwoch sieben illegale Arbeiter entdeckt. Die Prüfung habe zuerst ohne jeden Verdacht stattgefunden. Erst nach und nach seien die Zöllner den Schwarzarbeitern auf die Spur gekommen. Zum Abschluss des Einsatzes an gleich zwei Baustellen hätte sich auch noch ein Arbeitsunfall ereignet, bei dem die Zöllner Ersthilfe leisteten.
Viel zu tun für den Zoll in Münster: sieben Schwarzarbeiter und ein Verletzter
Bei der Prüfung einer größeren Baustelle im Münsterland hätten Beamte des Hauptzollamts Münster gleich drei ausländische Arbeiter ohne Aufenthaltstitel gefunden. Im Zuge dieser Prüfung hätten sie dann noch den Hinweis erhalten, dass sich drei weitere Schwarzarbeiter an einer anderen Baustelle aufhielten.
Daraufhin hätten die Zöllner sofort Kollegen zu der betroffenen Baustelle entsandt. Auch an dieser zweiten Baustelle hätten die Beamten drei Arbeiter ohne Arbeitserlaubnis festgestellt. Als die Zöllner im Begriff gewesen seien, wegzufahren, hätten sie aus dem Rückspiegel gesehen, wie sich ein vierter Mann zu den drei vorherigen dazugesellte. Daraufhin sei auch dieser befragt und ebenfalls als Schwarzarbeiter identifiziert worden.
„Wir haben die Prüfungsergebnisse an die zuständige Ausländerbehörde übergeben. Dem Verdacht der Scheinselbständigkeit gehen wir im Nachgang nach, da drei Personen angaben, selbständig tätig zu sein“, erklärt Pressesprecherin Nicole Thomsen.
Ein langer Einsatz und zum Schluss noch ein Arbeitsunfall
Nachdem gleich sieben Schwarzarbeiter ausgemacht waren, hätte der Einsatz eigentlich beendet sein können, doch zum Schluss habe sich noch ein Unfall an einer der Baustellen ereignet. Ein Arbeiter hätte am Kopf eine Platzwunde erlitten. Die Zöllner hätten den Arbeiter daraufhin erstversorgt, bis schließlich ein Rettungswagen eintraf.
Der Zoll in NRW muss also ab und zu wirklich viel leisten. Die Beamten haben bei ihrer Arbeit aber auch manchmal tierische Unterstützung. Wie etwa neulich als ein Zoll-Hund dabei geholfen hat, 22,5 Kilogramm Cannabis in einem Reisebus auf der A2 festzustellen.
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