Studien zeigen auf

Corona-Symptome im Mund: Das hat es mit der „Covid-Zunge“ auf sich

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Mund auf, Zunge raus - eine beliebte Maßnahme der Ärzte. Diese beweist sich nun auch bei der Bestimmung einer Corona-Erkrankung als sinnvoll.

München – Husten, Halsweh, Fieber – Symptome, bei denen jeder sofort an eine Corona-Infektion denkt. Die Liste der Symptome geht noch weiter: Kurzatmigkeit, Atemnot, Magen-Darm-Beschwerden, Gliederschmerzen, Durchfall. Die vielfältigen und teils unspezifischen Krankheitsverläufe zeigen den fiesen Charakter des Virus. Doch es gibt auch einige orale Anzeichen, die darauf hinweisen, dass unsere Gesundheit vom Virus beeinträchtigt ist.

Forscher haben in einer großen Studie dargestellt, was die drei häufigsten oralen Anzeichen für Corona sind: Xerostomie, Dysgeusie und Läsionen der Mundschleimhaut. Übersetzt: Mundtrockenheit, Veränderung des Geschmackssinns und Schleimhaut-Verletzungen.

Corona-Erkrankung: Drei häufig auftretende Symptome sind Anzeichen

Ersteres gilt als das häufigste orale Symptom bei Covid-19. Lili Chen und ihre Forschergruppe stellten Mundtrockenheit bei über 46 Prozent der Erkrankten fest. Ein Unterschied zwischen Geschlechtern besteht nicht. „Obwohl die Xerostomie nicht tödlich ist, kann sie die Lebensqualität und die Zahngesundheit der Patienten erheblich beeinträchtigen“, resümierte die Forschergruppe.

Die „Corona-Zunge“ ist oft das Kennzeichen einer Erkrankung.

Mundtrockenheit kann zu Entzündungen der Mundschleimhaut, Veränderungen im Geschmack, ein brennendes Gefühl im Mund, Ohrspeicheldrüsenentzündungen oder Schluckstörungen führen.

Egal ob süß, sauer, salzig oder scharf - alle Geschmacksrichtungen können betroffen sein

Dysgeusie tritt meist innerhalb von fünf Tagen nach der Corona-Diagnose auf und hält je nach Schwere des Falles unterschiedlich lange an. In der Regel können die Erkrankten nach zwei Wochen ihr Essen wieder in vollen Zügen genießen. Egal ob süß, sauer, scharf oder salzig – alle Geschmacksrichtungen können betroffen sein.

Etwas seltener tritt die Schleimhautläsion auf. Forscher gehen davon aus, dass etwa 20,5 Prozent betroffen sind. Die Symptome machen sich meist innerhalb von zehn Tagen nach der Infektion bemerkbar. Mit ausreichender Behandlung (antivirale Medikamente) klingen diese nach ein bis drei Wochen wieder ab. Ältere und vorerkrankte Menschen, sowie Diabetiker und Menschen mit mangelnder Hygiene gehören zur Risikogruppe. Und ein weiteres Symptom gilt als potenzieller Hinweis einer Corona-Erkrankung.

„Corona-Zunge“: Kleine rote und weiße Pünktchen und Blasen auf der Zunge zu sehen

Dieses Symptom zeigt sich an der Zunge und wird Landkartenzunge oder eben auch „Corona-Zunge“ genannt. Kennzeichen dieser sind kleine rote und weiße Pünktchen und Blasen auf der Zunge, die zudem geschwollen sein kann. Laut der Sun wiesen 46 Prozent der Patienten, also etwa die Hälfte, einer Studie eines Forschers aus Spanien, Auffälligkeiten im Mund auf. Von dieser Studie wurde im Jahr 2021 bereits berichtet.

Das sind die häufigsten Corona-Symptome laut RKI

In Deutschland sind das die häufigsten Corona-Symptome laut Angaben des Robert-Koch-Instituts:

Husten 42 Prozent
Schnupfen31 Prozent
Fieber26 Prozent
Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns19 Prozent

Als weitere Symptome nennt das RKI: Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie, Somnolenz. (mg)

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