„Unmenschliche Bedingungen“

Hamas pferchte Emilia (5) in Tunnel-Verlies – dort malt sie berührende Bilder

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Ein Haus, ein Schmetterling und der Sonnenaufgang. In Geiselhaft der Hamas malt ein kleines Mädchen berührende Bilder. Soldaten fanden sie in einem Tunnel.

Khan Younis – Kinderbilder aus dem Krieg in Israel. Ein kleiner Hoffnungsschimmer am Ende des Tunnels? Zusammen mit 19 anderen Geiseln harrte ein kleines Mädchen in einem Verlies im südlichen Gazastreifen aus. Die Hamas hielt Emilia in einem stickigen Verlies ohne Tageslicht fest. 20 Meter unter der Erde.

Hamas pfercht Geiseln in Tunnel unter Gaza: „Harsche und unmenschliche Bedingungen“

Am Samstag (20. Januar) präsentierte die israelische Arme Fotos von der Tunnelanlage, die sie im November unter einem Hamas-Haus in Khan Younis entdeckt hatte. Armeesprecher Daniel Hagari sprach von „harschen und unmenschlichen Bedingungen“. In der Luft sei kaum Sauerstoff gewesen, dafür „furchtbare Luftfeuchtigkeit, die das Atmen erschwert.“

„Unmenschliche Bedingungen“: Die israelische Armee fand mehrere Gitter-Zellen im Hamas-Tunnel.

Das Tunnelsystem im Gazastreifen ist ein tückischer Trumpf in Händen der Hamas, Kämpfe sind dort besonders gefährlich für israelische Streitkräfte. So offenbar auch in diesem Fall. Hagari sagte zu dem Einsatz im Israel-Krieg: „Der Tunnel war mit Sprengstoff manipuliert und mit Sprengtüren versehen, um die Terroristen zu schützen und zu verhindern, dass unsere Geiseln gefunden werden.“ Und auch ein direktes Gefecht brach aus, als die Soldaten in den Tunnel eindrangen. Dabei wurden mehrere Terroristen getötet, israelische Kräfte wurden nicht verletzt.

Israelische Armee findet Kinderbilder in Hamas-Tunnel: Emilia (5) malte Schmetterlinge und Häuser

Die Geiseln waren zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr im Tunnel, die Hamas hatte sie kurz zuvor freigelassen. Eine Befragung ergab, dass die 20 Menschen zuvor in Verliesen festgehalten wurden. Die Armee fand mehrere Gitter-Zellen, Matratzen und andere Beweise dafür.

Diese Bilder malte Emilia (5) in Geiselhaft der Hamas.

Darunter die Bilder, die die kleine Emilia gemalt hat. Mit einem roten Buntstift kritzelte sie offenbar das aufs Papier, was ihr am meisten fehlte. Die Sonne, die Natur und ein Zuhause.

Mittlerweile sind die Geiseln frei, zurück bei ihren Familien und das Tunnelsystem ist zerstört. Die israelische Armee veröffentlichte die Bilder, „um der Welt zu zeigen, was nicht vergessen werden darf. Die Hamas beging und begeht weiterhin Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, so Hagari. (moe)

Rubriklistenbild: © Israel Defence Forces

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