Gesundheit

Zu hohe Cholesterinwerte? Im Gesicht macht sich ein Symptom direkt bemerkbar

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Hohe Cholesterinwerte gelten als schlecht für die Gesundheit, da sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Äußere Merkmale weisen oft schon auf sie hin.

Frankfurt – Dass sich ein hoher Cholesterinspiegel negativ auf die Gesundheit auswirkt, ist bekannt. Beispielsweise kann er Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen, was in Deutschland die häufigste Todesursache ist. Zu hohe Cholesterinwerte werden jedoch häufig erst vom Arzt festgestellt oder sogar erst bemerkt, wenn bereits Beschwerden aufgetreten sind. Dabei gibt es Anzeichen und Symptome, auf die man selbst achten kann.

Doch Cholesterin ist nicht gleich Cholesterin – es gibt Unterschiede. „Cholesterin ist für unseren Körper lebensnotwendig“, sagte Regine Brinkmann gegenüber der Apotheken Zeitung. Sie ist Oberärztin der Klinik für Allgemeine und Interventionelle Kardio­logie und Angiologie im Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen. Das Cholesterin helfe dabei, die Zellmembran zu stabilisieren, Hormone zu bilden und Nervenfunktionen zu erhalten.

Hohe Cholesterinwerte: Diese äußeren Merkmale können erste Anzeichen sein

Man unterscheidet in LDL- und HDL-Cholesterin, von denen ersteres auch das schlechte und zweiteres das gute Cholesterin genannt wird. Das LDL-Cholesterin lagert sich in den Gefäßen ab und erhöht dadurch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. HDL-Cholesterin hingegen hilft sogar dabei, überschüssiges LDL-Cholesterin abzutransportieren, informiert die Stiftung Gesundheitswissen. Durch erhöhte Werte werden keine konkreten Beschwerden ausgelöst.

Bei erhöhten Cholesterinwerten können Festablagerungen die Haut im Gesicht verändern. (Symbolfoto)

Ein äußerliches Merkmal kann auf erhöhte LDL-Cholesterinwerte hinweisen – Hautveränderungen. Dabei handelt es sich um sogenannte Xanthome, die durch Fettablagerungen entstehen. Meist sind sie gelblich und ähneln optisch Pickeln. Die Hautveränderungen treten besonders oft an Armen, Beinen, Gesäß und den Augenlidern auf. Dementsprechend kann man zu hohe Cholesterinwerte oftmals schon im Gesicht erkennen.

Weitere körperliche Symptome entstehen in der Regel erst, wenn die Cholesterinwerte über einen langen Zeitraum erhöht sind. Diese körperlichen Anzeichen sollte man nicht ignorieren:

Körperliche Anzeichen für hohe Cholesterinwerte

  • Atemnot
  • Bewusstseinsstörungen
  • Engegefühl in der Brust
  • Schwindel
  • Sehstörungen
  • Schmerzende Beine

Hohen Cholesterinwerten vorbeugen: Hilfe bei ersten Anzeichen von zu hohen Werten

Damit erst gar keine zu hohen Cholesterinwerte entstehen, kann man laut selbst einiges tun. Vor allem ein gesunder Lebensstil beugt erhöhten Werten vor. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt, wenig Alkohol zu trinken und Übergewicht zu vermeiden. Raucher:innen wird geraten, mit dem Rauchen aufzuhören. Zudem kann die Ernährung bei hohen Cholesterinwerten helfen. Die Ernährung spielt für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems generell eine wichtige Rolle.

Die richtige Pflege je nach Hauttyp: Wie Sie trockene, fettige oder sensible Haut am besten versorgen

Junge Frau am Strand
Vor allem junge Menschen kämpfen oft mit fettiger Haut. Pickel und Mitesser sind bei diesem Hauttyp häufig, weil die Talg-Überproduktion zu einer Verstopfung der Poren führt. „Für Sie ist wichtig, dass Ihre Pflegeprodukte nicht zu reichhaltig sind. Das bedeutet, Ihre Haut benötigt Feuchtigkeit, aber nicht noch mehr Fett“, so eine Information des Hautarztzentrums Kiel. Die morgendliche und abendliche Reinigung sei ebenfalls wichtig, um die Haut vom überschüssigen Talg zu befreien. Waschschaum und eine leichte Creme mit Salizylsäure sowie ein Gesichtswasser würden sich aufgrund der antibakteriellen und entfettenden Wirkung besonders anbieten bei fettiger Haut.  © Stephan Klapszus/Imago
Frau blickt in Spiegel
Sensible Haut erkennen Sie daran, dass Sie besonders empfindlich auf äußere Reize wie heiße und kalte Luft reagiert. Auch Kontakt mit Duft- und Konservierungsstoffen hat häufig Hautirritationen wie Rötung zur Folge. Aggressive Peelings, Seife und andere reizende Waschsubstanzen sollten nicht verwendet werden, informiert das Hautarztzentrum Kiel auf seiner Website. „Ihre Haut braucht eine Pflege, die viel Feuchtigkeit enthält, sie nicht beschwert und bestenfalls frei von Duft-, Konservierungs- und Farbstoffen ist“, heißt es weiter: „Eine leichte Tages- und Nachtpflege für empfindliche Haut reich völlig aus. Zum Reinigen sollten Sie ein mildes Waschgel ohne Peelingmaterialien verwenden“.  © Imago
Trockene Haut eincremen
In den meisten Fällen ist falsche Pflege die Ursache von zu trockener Haut. Wie die Krankenkasse AOK informiert, sollten Menschen mit trockener Haut auf langes, häufiges und heißes Duschen bzw. Baden verzichten, milde und rückfettende Reinigungsmittel verwenden und zu Feuchtigkeitscreme greifen. Trotz dieser Maßnahmen bleiben die Probleme bestehen? Dann könnte eine Hautkrankheit dahinter stecken, die behandelt werden muss.  © Imago
Frau trägt Lippenstift auf und schaut in den Spiegel
Trockene Wangen und zu Pickeln und Mitessern neigende T-Zone (Stirn, Nase und Kinn) sind typische Merkmale der Mischhaut. Die Pflege dieser Haut sollte zweigeteilt werden: Die trockenen Stellen sollten nur mit Wasser oder sanften Reinigungsmitteln in Berührung kommen. Die fettigen Stellen können mit Substanzen gereinigt werden, die entfettend wirken, etwa Salizylsäure. „Sie können zudem zwei verschiedene Cremes verwenden: Eine für fettige Haut und eine für normale oder trockene Haut“, so eine Information des Hautarztzentrums Kiel.  © Aleksei Isachenko/Imago
Wegweiser zu einer Hautärztin in Luxemburg
Ihre Hautprobleme bleiben bestehen, obwohl Sie Ihre Pflegeroutine geändert haben? In dem Fall könnte es sein, dass Sie an einer Hautkrankheit leiden, die behandelt werden muss. Suchen Sie einen Hautarzt oder eine Hautärztin auf. Diese/r kann die richtige Diagnose stellen und je nach Befund die passende Therapie empfehlen.  © Sascha Steinach/Imago

Sport hilft ebenfalls dabei, die Cholesterinwerte zu senken. „Empfehlenswert sind Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Fahrrad fahren, Skilanglauf und Schwimmen, aber auch Tanzen, Fußball und Tennis. Wenn Sie bisher nicht sehr aktiv waren, beginnen Sie mit zügigen Spaziergängen. Bei schlechter Witterung oder fehlender Sportmöglichkeit kann man auch den Heimtrainer oder das Laufband nutzen“, erklärte Herzexperte Ulrich Laufs der Herzstiftung.

Ausdauersportarten sind besonders gesund und sollen sogar dabei helfen können, durch Bewegung Krebs vorzubeugen. In Studien wurde sogar festgestellt, dass man durch Sport das Leben zu verlängern kann. (kiba)

Hinweis der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

Rubriklistenbild: © Westend61 / NOVELLIMAGE / Imago Images

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