VonHelena Griesschließen
Der Sommer-Urlaub am Mittelmeer kann teuer werden. Besonders in Kroatien steigen die Preise ins Unermessliche. Bei Urlauber:innen wird Kritik laut.
München/Dubrovnik – Für die meisten Menschen steht schon bald der wohl verdiente Sommer-Urlaub an. Einfach mal die Seele baumeln lassen, dafür gibt es in Europa zahlreiche schöne Reiseziele. Viele Sommer-Urlauber zieht es in den Süden. Urlaub in Spanien oder Italien sind beliebt, aber auch Kroatien gilt als populäres Reiseziel im Sommer.
Ist man erstmal angekommen, will man die Zeit auch genießen und sich etwas gönnen, hier ein Eis, da ein Cocktail, abends lecker Essen gehen. Einige Reisende haben jedoch während ihres Kroatien-Urlaubes beim Blick auf die Preise einen Schock bekommen. Das Fazit vieler: „Wir kommen nicht noch einmal hier her!“
Urlaub in Kroatien ist teuer: Unterkunftskosten um 30 Prozent gestiegen
„Wir sind 25 Prozent teurer als die Konkurrenz – nicht nur bei den Übernachtungen, sondern auch bei allen anderen relevanten Angeboten“, schlägt die Präsidentin des Verbandes der Familienunterkünfte in Kroatien, Barbara Marković, bei einem Pressegespräch mit ausländischen Medien Alarm. Kroatien sei ein typisches Familienurlaubsziel und stehe für Massentourismus, so die Tourismusexpertin. Allein die Unterkunftskosten seien an der kroatischen Küste in den letzten zwei Jahren um 30 Prozent gestiegen. „Kroatien ist jetzt ein teureres Reiseziel als Spanien und Griechenland und die Preise steigen täglich“, so Marković.
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Die Teuerungswelle an Kroatiens Stränden schockiert auch die Urlauber und Urlauberinnen mehr und mehr. Schuld sei Medienberichten zufolge nicht nur die hohe Inflation, sondern auch die Preiserhöhungen nach der Einführung des Euro zu Beginn des Jahres. Gegenüber dem kroatischen Nachrichtenportal Dnevnik.hr äußerte ein Urlauber aus Österreich jetzt seinen Unmut.
Kritik an hohen Kosten: „So teuer, dass wir nicht mehr in Kroatien Urlaub machen werden“
Allein die Unterkunft ohne Reisekosten und Verpflegung hätten ihn 2200 Euro gekostet. „Vor zwei Jahren zahlten wir für denselben Service nur die Hälfte. Es ist so teuer, dass wir nicht mehr in Kroatien Urlaub machen werden“, so der Österreicher gegenüber Dnevnik.hr.
Doch auch die Verpflegung werde preislich immer mehr zur finanziellen Herausforderung für viele Urlauber. Pommes für 4 Euro oder stolze 22 Euro für einen Burger, Pfannkuchen für 6 Euro, Tintenfische für 18 Euro und ein Kilogramm frischer Fisch für 110 Euro. Die Preise seien in Kroatien so in die Höhe geschossen, dass viele Urlauber darüber nachdenken, im nächsten Jahr woanders Urlaub zu machen. Für den Touristen aus Österreich kämen Griechenland oder Ägypten als Alternative infrage, berichtet Dnevnik.hr.
Kroatien als teures Urlaubsland: Verpflegung wird zur finanziellen Herausforderung
Sogar ein Eis sei für viele Touristen in Kroatien kaum drin. Urlauber aus Deutschland berichten von zwei Kugeln Eis für 7 Euro an der Adria-Küste. Besonders für Familien mit Kindern wird der Sommer-Urlaub so schnell zum teuren Vergnügen. Das teuerste Eis der Welt gibt es übrigens in Japan.
Doch nicht nur die Preise könnten Kroatien-Urlauber abschrecken. Das beliebte Urlaubsland am Mittelmeer hat zusätzlich strenge Regeln für Reisende aufgestellt. Wer beispielsweise mit einem Rollkoffer nach Dubrovnik anreist, muss mit einer hohen Geld-Strafe rechnen. (hg)
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