Weitere Sturzfluten möglich

Neue Wetter-Lage in Deutschland: Unwetter-Herd klappt auseinander – DWD mit neuer Warnung

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Neue Unwetter drohen in Deutschland. Am Sonntag rauscht ein breiter Gewitter-Streifen übers Land und auch für das Alpenvorland gilt eine Warnung.

Update vom 23. Mai, 10.12 Uhr: Die Unwetter-Lage in Deutschland nimmt kein Ende. Die Gewitterzellen haben sich in den vergangenen Tagen in den Norden und Süden verlagert. Jetzt warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) dort vor örtlichen Unwettern und teils mehrstündigem Starkregen.

Am Donnerstagnachmittag (23. Mai) bilden sich die ersten, teils kräftigen Gewittern aus den Alpen heraus. Örtlich können zwischen 35 und 60 Liter Regen pro Quadratmeter fallen.

Zwei Unwetter-Herde: Starke Niederschläge und Gewitter in Nord- sowie Süddeutschland.

Schon am Vormittag herrscht Starkregen-Gefahr im Nordosten mit strichweise 20 bis 30 Litern pro Quadratmeter. Ab Nachmittag zieht der Regen dort hingegen ab.

Neue Wetter-Lage in Deutschland: Unwetter-Zelle zieht auf – Warnung für sieben Bundesländer

Erstmeldung vom 19. Mai, 9.33 Uhr: Frankfurt – Überschwemmungen haben Rheinland-Pfalz und das Saarland am Pfingstwochenende schwer mitgenommen. Die Großlage hat sich mittlerweile entschärft, nur wenige Orte kämpfen noch mit akuter Hochwasser-Gefahr.

Neue Wetter- und Gefahrenlage in Deutschland: Warnung für sieben Bundesländer

Dafür ziehen nun neue Unwetter über beinahe dem ganzen Rest von Deutschland auf. Die neue Wetter- und Gefahrenlage laut DWD: „Am Pfingstsonntag lokal teils kräftige Gewitter, Schwerpunkt von NRW und Rheinland-Pfalz über Niedersachsen, Hessen bis Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Durch Starkregen lokal Unwetter nicht ausgeschlossen. Auch über Südbayern starke Gewitter möglich.“

Gewitter-Warnung in Deutschland: Am Pfingstsonntag zieht ein breites Unwetterband von West nach Ost.

Ein breiter Gewitterstreifen wird im Tagesverlauf vom Westen bis Oder und Neiße ziehen. Der DWD rechnet mit örtlichen Unwettern durch heftigen Starkregen mit mehr als 25 Litern pro Quadratmeter. In Alpennähe drohen zudem größerer Hagel und Sturmböen.

Weitere Überflutungen und Sturzfluten drohen am Pfingstsonntag: Höhepunkt laut Modell gegen Mittag

Das ICON-Wettermodell zeigt, dass der Niederschlagswirbel am Sonntag gegen Mittag seinen Höhenpunkt erreichen dürfte. Ausläufer ziehen sich dabei über ganz Deutschland, mit Ausnahme des Südostens. Allerdings bildet sich dort am Alpenrand eine weitere Zelle.

Das „ICON D2“-Modell zeigt einen breiten Unwetter-Wirbel über Deutschland und einen Ausläufer am Alpenrand.

„Es wird nochmal nass werden“, kündigt auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung von Wetternet an. Die Gewitter bringen Starkregenpotenzial. „Das kanadische Wettermodell, das schießt den Vogel ab“, sagt er. Bis zum Abend des Pfingstmontag fallen demnach im Norden von Rheinland-Pfalz und Hessen sowie im Süden von NRW punktuell 50 bis 70 Liter Regen pro Quadratmeter. Jung schließt weitere Überflutungen und Sturzfluten am Pfingstsonntag nicht aus.

Das französische Wettermodell ARPEGE, das die Hochwasser-Lage bereits treffend vorausgesagt hatte, prognostiziert starke Regenfälle noch weiter in den Norden hinein. (moe)

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago/Wetterzentrale

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