- VonBenjamin Bauerschließen
Er ist zwar kein Hurrikan mehr, kann Deutschland aber trotzdem Schäden bringen. Nach neuen Berechnungen wird sich das Zentrum von Ex-Hurrikan Kirk zudem verlagern.
Frankfurt – Nun ist er da, der Herbst – und mit ihm ganz schön turbulentes Herbstwetter. Am Donnerstag (10. Oktober) wird der Orkan Kirk auf Deutschland treffen. Lange war ungewiss, wie die Route des ehemaligen Hurrikans aussehen wird, nun ist Expertinnen und Experten klar: Das Zentrum des Sturms wird in Süddeutschland liegen.
Wetter-Experte warnt vor umstürzenden Bäumen durch Kirk
Fabian Ruhnau vom Wetterkanal Kachelmannwetter sieht die Gefahr von Schäden: „Wegen den belaubten Bäumen wäre das schon eine nennenswerte Sturmlage, die eben auch Schäden, insbesondere umstürzende Bäume, bringen kann.“
Dabei hat sich die Zugbahn des Sturmes nach neuesten Erkenntnissen verlagert, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net. Mittlerweile gingen die Wettermodelle davon aus, dass sich das Zentrum im Südwesten, dann in Süddeutschland und teilweise auch in Ostdeutschland befinden wird. Der Hurrikan solle als Orkan aufschlagen, hieß es.
Sturm Kirk bringt viel Regen: Überschwemmungen könnten die Folge sein
Richtig viel Regen soll es westlich des Rheins geben. „Da müssen wir teilweIse mit etwas mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter rechnen, und das heißt natürlich auch Hochwassergefahr“, so Dominik Jung. Zugrunde liegen bei der Einschätzung sowohl Daten des deutschen Wettermodells ICON als auch des GFS-Modells.
Sturm Kirk trifft Teile Deutschlands mit voller „Orkanstärke“
Am Donnerstagabend (10. Oktober) könne es zu Sturmböen und zum Teil sogar zu Orkanböen in den höheren Lagen kommen, der Schwerpunkt liege im Schwarzwald. Auf dem Feldberg könne der Sturm sogar Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h erreichen. „Volle Orkanstärke ist dort möglich“, so Jung. (BeBau)
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