VonSebastian Richterschließen
Michelle Breyschließen
Eine Sturmfront in den USA fordert zahlreiche Todesopfer. Die Zerstörung ist gewaltig, tausende Menschen sind ohne Strom. Experten warnen nun vor neuen Unwettern.
Update vom Montag, 17. März, 8.53 Uhr: Nach den schweren Unwettern im Süden und Mittleren Westen der USA ist die Zahl der Opfer laut US-Medienberichten auf mindestens 40 gestiegen. Alleine im Bundesstaat Missouri starben infolge der Tornados und Stürme zwölf Menschen. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt.
Die Unwetter hatten am Freitag begonnen. In acht Bundesstaaten – Missouri, Arkansas, Mississippi, Louisiana, Illinois, Tennessee, Alabama und Indiana – wurden insgesamt rund 80 Tornados gemeldet, Dutzende wurden als solche bestätigt. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es laut dem Deutschem Wetterdienst (DWD) durchschnittlich ungefähr 45 Tornados pro Jahr.
Update vom Sonntag, 16. März, 20.35 Uhr: Die extreme Unwetter-Gefahr in den USA ist noch nicht vorbei. Für den Norden Floridas und Georgia galt noch bis heute Nachmittag (Ortszeit) eine Tornadowarnung. Laut Warnungen des US-Wetterdienstes sollten weitere Unwetter heute Teile der Ostküste erreichen. In den beiden Bundesstaaten North und South Carolina bestand demnach mit heraufziehenden Gewittern Tornado-Gefahr. In Georgia wurde der Notstand ausgerufen.
Mehr als 40 Tornados, Hunderte Brände, Staubstürme: Dutzende Tote durch Unwetter-Chaos in den USA
Update vom Sonntag, 16. März, 6.35 Uhr: Bei den schweren Unwettern im Süden und Mittleren Westen der USA sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Infolge der Stürme und Tornados starben mindestens 34 Menschen, alleine zwölf davon im Bundesstaat Missouri. Hinzu kamen Dutzende Verletzte. Außerdem wurden Häuser und Autos zerstört, Bäume entwurzelt und Waldbrände von den starken Winden zusätzlich angefacht.
Der Nationale Wetterdienst warnte vor weiteren Unwettern, die die Ostküste erreichen sollen. Besonders gefährdet seien die US-Staaten Alabama und Georgia. In Georgia rief Gouverneur Brian Kemp den Notstand aus und forderte die Einwohner auf, sich vorzubereiten. Bewohner von Risikogebieten sollten Gebäude mit unterirdischen Schutzräumen aufsuchen und Wohnmobile meiden. Millionen Amerikaner sind in Alarmbereitschaft.
Schwere Unwetter in den USA: Massenkarambolage mit 50 Fahrzeugen
Durch Staubstürme kam es zu Massenkarambolagen mit Dutzenden Fahrzeugen. Bei einer Unfallserie im Bundesstaat Kansas krachten 50 Fahrzeuge ineinander, mindestens acht Menschen starben. Weitere Todesopfer gab es unter anderem in Arkansas (3), Mississippi (6), Texas (3) und Oklahoma (1). In Hunderttausenden Haushalten fiel der Strom aus.
Hunderte Brände in Oklahoma
Laut der Gouverneurin von Arkansas, Sarah Huckabee Sanders, dürfte es Monate dauern, die gewaltigen Schäden in ihrem Staat zu beseitigen. Eine Polizeisprecherin in Texas sagte: „Wir hatten in der Vergangenheit schon heftige Stürme, aber nicht von diesem Ausmaß. Es war fürchterlich.“
Allein in Oklahoma brachen Berichten zufolge Hunderte Brände aus. Betroffen sind 170.000 Hektar, also eine Fläche doppelt so groß wie Hamburg.
Experten registrieren mehr als 40 Tornados
Die Unwetter hatten am Freitag begonnen. In acht Bundesstaaten - Missouri, Arkansas, Mississippi, Louisiana, Illinois, Tennessee, Alabama und Indiana - wurden insgesamt mehr als 40 Tornados registriert. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es laut Deutschem Wetterdienst durchschnittlich ungefähr 45 Tornados pro Jahr.
Update von Samstag, 15. März, 22.28 Uhr: Bei den schweren Unwettern in den USA sind mindestens 18 Menschen gestorben. Bereits am Freitag kam es zu schweren Stürmen und Tornados. Entwarnung gibt es noch keine – auch in den folgenden Stunden sollen die Unwetter Experten zufolge weiter toben.
Vor allem der Bundesstaat Mississippi ist betroffen. Elf der insgesamt 18 Todesopfer gab es hier. Drei weitere Personen starben in Arkansas, vier in Texas, wie der US-Sender ABC berichtet. Mehr als 20 Tornados wurden bisher gezählt. Zehntausende Menschen im Süden und Mittleren Westen der USA sind ohne Strom, zahlreiche Gebäude wurden vollkommen zerstört.
Tornados und Überschwemmungen: Wetter-Experten befürchten Mega-Sturm in den USA
Erstmeldung: New York – Ein Wetter-Experte warnte vor einem „Unwetter-Chaos“ in Europa. Und auch in den USA soll sich das Wetter von seiner unschönen Seite zeigen. Eine Unwetter-Front soll von Freitag bis Sonntag über mehrere Bundesstaaten hinwegziehen, wie Meteorologen von AccuWeather informieren. Auch der National Weather Service warnt.
Unwetter in den USA: Tornados und Hagelkörner so groß wie Golfbälle
Laut AccuWeather könne es zu Gewittern mit Hagelkörnern mit der Größe von Golfbällen kommen. Sintflutartige Regenfälle seien ebenso möglich, heißt es. Betroffen seien mehrere Großstädte. So beispielsweise Chicago und das etwa 700 Kilometer weit entfernte Nashville. Auch New Orleans, eine Stadt in Louisiana unweit des Golfs von Mexiko, sei betroffen. Darüber hinaus informieren die Experten über die Gefahr von Tornados.
Hinsichtlich der Sturmfront warnt auch der National Weather Service vor der Tornado-Gefahr. „Blitze, schwere Sturmböen, Hagel und einige Tornados“ seien möglich, heißt es im aktuellen Wetterbericht für das Wochenende (15./16. März).
Im „Storm Predicition Center“ veranschaulichen die Experten, die Gebiete, die betroffen sein werden. Von einer „moderaten“ Warnung (=höchste Warnstufe) betroffen ist demnach ein Gebiet, in dem rund elf Millionen Menschen leben. Demnach könnten Stürme von rund 95 km/h bis zu 160 km/h wüten. Außerdem warnt der National Weather Dienst vor Hagel in der Größe eines Baseballs.
Wie CNN berichtet, wandte sich der National Weather Service in Illinois am Donnerstag an die Bevölkerung: „Stellen Sie sicher, dass Sie mehrere Möglichkeiten haben, Warnungen zu empfangen, einschließlich der Möglichkeit, alarmiert zu werden, wenn Sie schlafen.“ Die Menschen sollten wissen, wo sie im Fall einer Warnung Schutz suchen würden.
Unwetter in den USA: Örtliche Überschwemmungen möglich
Weiter informieren die Meteorologen auf ihrer Seite über ein „leichtes Risiko von übermäßigem Regen über Teilen der Täler von Ohio, Tennessee, dem unteren Mississippi-Tal und den südlichen Appalachen“ am Samstag. Es könnten örtlich begrenzte Überschwemmungsgebiete entstehen, heißt es.
Daneben entfacht der Sturm noch eine weitere Gefahr: Waldbrände. Es würden „erhebliche, gefährliche Bedingungen für die Ausbreitung von Waldbränden“ erwartet, so die Meteorologen. Besonders die Trockenheit des Risikogebietes sei dafür verantwortlich. Erst Anfang Januar hatten heftige Brände in Los Angeles für einen Notstand gesorgt. (mbr)
Rubriklistenbild: © Screenshot National Weather Service / imagebroker/Imago


