VonRobin Dittrichschließen
In vielen Teilen Deutschlands drohen kräftige Gewitter sowie Starkregen. Einige Regionen sind von den heftigen Unwettern besonders stark betroffen.
Update vom 27. Juni, 14.08 Uhr: Die Frau, die beim Fahrradfahren in Potsdam von einer herabstürzenden Baumkrone getroffen wurde, ist an ihren Verletzungen gestorben. „Die lebensgefährlich verletzte Frau ist leider trotz aller medizinischen Maßnahmen im Krankenhaus verstorben“, teilte die Stadtverwaltung mit.
Update von 27. Juni, 6.19 Uhr: Unwetter sind über Teile Deutschlands gezogen. Besonders schwer hat es die Hauptstadt getroffen. Allein im Tegeler Forst im Nordwesten Berlins seien tausende Bäume entwurzelt oder umgeknickt worden, zudem seien zahlreiche Kronen und Äste abgebrochen, erklärte der Senat. Der Wald wurde gesperrt. Zeitweise standen auch S-Bahnen still. Die Berliner Feuerwehr war im Dauereinsatz. Innerhalb kurzer Zeit wurden 580 Einsätze registriert, wie ein Feuerwehrsprecher gegen 20.30 Uhr am Donnerstag (26. Juni) mitteilte.
Es gab zudem zwei Schwerverletzte infolge des Unwetters. Eine Frau war zusammen mit einem Mann beim Fahrradfahren in Potsdam von einer herabstürzenden Baumkrone getroffen und lebensbedrohlich worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Der Mann erlitt nach Angaben der Feuerwehr schwere Verletzungen.
Auch in Thüringen gab es zahlreiche Feuerwehreinsätze. In Dingelstädt habe es eine Windhose gegeben. Mehrere Bäume waren umgestürzt. Auch in der Altmark in Sachsen-Anhalt gab es unzählige Notrufe wegen Unwetters, hieß es aus der Leitstelle der Feuerwehr. Inzwischen hat sich die Lage in Deutschland aber wieder beruhigt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hob am späten Donnerstagabend die letzten Warnungen vor schweren Gewittern wieder auf.
In diesen Regionen warnt der DWD vor schweren Unwettern
Update vom 26. Juni, 18.17 Uhr: Die Wetterkarte des DWD ist von mehreren Unwetterwarnungen geprägt. Besonders trifft es am frühen Donnerstagabend demnach Berlin und Umkreis. Brandenburg, Potsdam, Neuruppin und Rathenow sowie die Hauptstadt liegen im Bereich einer roten Warnung der Wetterkarte. Das entspricht einer „amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit Orkanböen“. Die Warnung gilt nach aktuellem Stand bis 18.45 Uhr.
Auch in Bayern kommt es indes zu den angekündigten Unwettern. Im Bereich der roten Warnung liegen aktuell:
- Teile von München
- Erding
- Freising
- Dachau
- Aichach
- Pfaffenhofen a.d. Ilm
- Amberg
- Schwandorf
- Regensburg
- Neumarkt
Die Warnungen gelten in den Gebieten rund um München bis 19.30 Uhr. In Amberg, Schwandorf, Regensburg und Neumarkt bis 19 Uhr. Eine Live-Karte gibt eine Übersicht zu den Unwettern in Deutschland.
Heftige Unwetter ziehen über Deutschland: In diesen Regionen drohen Sturmböen, Hagel und Starkregen
Unsere Erstmeldung: Frankfurt – Während viele Menschen in Deutschland mit einem überaus warmen Hochsommer-Wetter kämpfen, ziehen kurz nach dem offiziellen Sommeranfang heftige Unwetter über Deutschland auf. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt eindringlich davor.
Starke Unwetter in Deutschland: Gewitter und Starkregen ziehen auf
Am Donnerstag (26. Juni) sollen über den gesamten Tag teils kräftige Gewitter über die Bundesrepublik hinwegziehen, wie der DWD meldet. Vor allem am Nachmittag sind die Mitte und der Osten Deutschlands betroffen, auch im Südosten herrscht erhöhte Unwettergefahr durch schwere Sturmböen. Aus dem Westen Europas ziehen die Unwetter ab Vormittag in Richtung Deutschland.
Im Westen kann es am Vormittag deshalb bereits zu stürmischen Böen, kleinkörnigem Hagel sowie Starkregen kommen. Ab dem Mittag und im Laufe des frühen Nachmittags entwickeln sich daraus intensivierende Gewitter. Während dann Südniedersachsen, Ostwestfalen und Hessen betroffen sind, ziehen die Unwetter zum Abend nach Sachsen, Brandenburg sowie Berlin. Teilweise kann es zu orkanartigen Böen mit bis zu 110 km/h sowie Gewittern kommen. Im Sommer erwarten einige Wetterexperten regelrechte Hitzewellen.
Unwetter ziehen erst in der Nacht aus Deutschland ab
Bei den erwarteten schweren Regenfällen sind bis zu 30 Liter Wasser pro Quadratmeter nicht unwahrscheinlich. Für viele Menschen könnten die Unwetter eine gern gesehene Abwechselung darstellen, wenn sie sich nicht draußen aufhalten müssen. Im Verlauf des Tages klettern die Temperaturen auf Höchstwerte zwischen 27 und 32 Grad in Berlin an, am Nachmittag und Abend fallen die Temperaturen dann, während die ersten Unwetter aufziehen.
Hagel-Chaos, Überflutungen, Autobahn-Crashs: Die Unwetter-Bilder aus Deutschland




Nachdem in der Nacht auf Freitag mancherorts noch Schauer und Gewitter beobachtet werden können, ziehen die Unwetter laut DWD ostwärts aus Deutschland ab. Am Freitag (27. Juni) ist es vielerorts zwar bewölkt und es fällt vereinzelt schauerartiger Regen, Unwetter sollten allerdings ausbleiben. Am Wochenende kann der Sommer dann in vollen Zügen genossen werden, das Thermometer klettert auf 26 bis 30 Grad. Dann sollte auch wieder die Sonnencreme mit erhöhtem LSF ausgepackt werden. (rd)
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