Zweiter Weltkrieg

Historiker Richard Evans: „Der Bombenkrieg hat zur Schwächung des deutschen Widerstandsvermögens beigetragen“

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Ilyushin Il-2 Jagdbomber der sowjetischen Luftwaffe.
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Der britische Historiker Richard Evans über die letzten Tage des Deutschen Reiches, die Chancenlosigkeit im Krieg gegen das Vereinigte Königreich, die USA und die UdSSR sowie die hohe Opferzahl im Jahr 1945.

Professor Evans, vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg, von welchem Zeitpunkt an stand es fest, dass die Deutschen den Krieg verlieren würden?

Es gibt sicherlich eine weitgehende Einigkeit darüber, dass Deutschland spätestens nach Stalingrad keine realistische Siegchance mehr hatte. Stalingrad war also der entscheidende Wendepunkt. Doch genau genommen gab es viele solcher Wendepunkte. Im Grunde hatte Deutschland von Anfang an keine realistische Chance, den Krieg zu gewinnen – erst recht nach dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 und vollends nach der Kriegserklärung an die USA im Dezember 1941. Das Deutsche Reich stand drei übermächtigen Gegnern gegenüber: der Sowjetunion, dem Britischen Empire und den Vereinigten Staaten. Drei globale Mächte, wegen deren wirtschaftlichen und industriellen Ressourcen Deutschland niemals auch nur eine allein hätte bezwingen können – geschweige denn alle drei zugleich. Die Kriegsentscheidung war letztlich eine Frage der Wirtschaftskraft: der Produktion von Panzern, Flugzeugen, Schiffen und Nachschub. Doch die nationalsozialistische Führung glaubte, der Wille sei entscheidender als die materiellen Grundlagen. Sie überschätzte die eigenen begrenzten Ressourcen und ihre Fähigkeit, durch Entschlossenheit und Ideologie zu kompensieren, was faktisch fehlte. Der deutsche Untergang war deshalb keine Frage des „Ob“, sondern nur des „Wann“.

Sie meinen, Deutschland hatte von Anfang an keine Chance gegen die Sowjetunion?

In den ersten Monaten des Krieges nahm die Wehrmacht Hunderttausende, ja Millionen sowjetischer Soldaten gefangen. Dies nährte die Illusion eines raschen Sieges – sowohl in der Wehrmacht als auch bei Hitler selbst. Noch im Oktober 1941 war Hitler überzeugt, die Sowjetunion endgültig bezwingen zu können. Doch die sowjetischen Ressourcen erwiesen sich als nahezu unbegrenzt – nicht zuletzt, weil Japan der Sowjetunion sozusagen den Rücken frei gemacht hatte. Nach einem gescheiterten Versuch, im Fernen Osten Krieg gegen die Rote Armee zu führen, wandte sich Japan nun gegen die USA und das Britische Empire. Dies gelang zunächst mit spektakulären Erfolgen. Für die Sowjetunion bedeutete das eine strategische Entlastung: Sie musste ihre fernöstlichen Grenzen nicht mehr gegen Japan verteidigen und konnte stattdessen Soldaten, Panzer und Nachschub nach Westen verlegen. Als die Wehrmacht im Dezember 1941 im eisigen russischen Winter zum Stillstand kam, war der anfängliche deutsche Optimismus endgültig einer bitteren Realität gewichen.

Gab es im letzten Kriegsjahr, also von Sommer 1944 an, überhaupt noch Schlachten, die von Deutschen gewonnen wurden?

Hitler verfolgte eine Strategie des totalen Krieges – für ihn ging es um alles oder nichts. Kompromisse oder Verhandlungen lehnte er kategorisch ab; stattdessen wollte er Deutschland bis zum bitteren Ende verteidigen. Selbst in den letzten Kriegsmonaten klammerte er sich an die Hoffnung, das Blatt noch wenden und eine Rückkehr in den Westen erzwingen zu können. Doch der Zusammenbruch zog sich hin: Von der alliierten Landung in der Normandie im Juni 1944 bis zur endgültigen Kapitulation im Mai 1945 verging beinahe ein ganzes Jahr. Diese lange Phase der Agonie führte dazu, dass die deutschen Truppen zunehmend verbittert und erbittert kämpften – aus Überzeugung, aus Angst oder weil sie keinen anderen Ausweg sahen.

Hitler suchte sein Heil im Angriff, doch die Ardennen-Offensive scheiterte. Wie bewerten Sie den deutschen Vorstoß? War man von Anfang an chancenlos?

Nein, das war völlig unrealistisch – angesichts der vereinten Ressourcen des Britischen Empire und der westlichen Alliierten hatte Deutschland keine Aussicht auf Erfolg. Die Lage war aussichtslos, zumal es kaum noch Treibstoff für Panzer gab. Gegen die erdrückende materielle Übermacht der Alliierten war die Wehrmacht handlungsunfähig, und die Ardennenoffensive entpuppte sich als verzweifelter, letztlich sinnloser Versuch, das Unvermeidliche hinauszuzögern.

Was waren die Gründe für die deutsche Niederlage?

Vor allem die völlige materielle Unterlegenheit Deutschlands: Die Alliierten verfügten sowohl im Westen als auch im Osten über eine erdrückende Überlegenheit an Waffen, Munition, Panzern und Flugzeugen. Doch ebenso brutal war der steigende Terror innerhalb der deutschen Streitkräfte selbst. Die Zahl der durch Militärgerichte verhängten Todesurteile war erschreckend hoch. Desertion, Selbstverstümmelung, Defätismus oder Fahnenflucht wurden mit unerbittlicher Härte bestraft: 16 000 deutsche Soldaten wurden hingerichtet – im Vergleich zu nur 48 im Ersten Weltkrieg. Diese massive Eskalation des NS-Terrors in den letzten Kriegsmonaten zeigt, wie sehr das Regime seinen eigenen Niedergang mit brutaler Gewalt zu verzögern versuchte. Hitler war entschlossen, keine Rückzüge zuzulassen. Taktische Rücknahmen von Frontlinien hielt er für Schwäche, und Generäle, die aus seiner Sicht nicht fanatisch genug kämpften, wurden zunehmend entlassen.

Der Rückzug im Osten verlief zum Teil chaotisch. Welche Schlachten waren entscheidend, so dass die Sowjets als erste in Berlin ihre Flagge hissen konnten?

Tatsächlich lässt sich feststellen, dass Stalin sich im Laufe des Krieges zunehmend aus den taktischen Entscheidungen zurückzog. Während Hitler als obsessiver Micromanager ständig in die operativen Abläufe eingriff und seine Generäle bevormundete, überließ Stalin die militärische Leitung weitgehend erfahrenen Befehlshabern wie Georgi Schukow. Schukow verfügte über weitreichende Entscheidungskompetenzen, was sich als entscheidender Vorteil erwies.

Wie ist der Vormarsch der Roten Armee zu beurteilen? War er – relativ gesehen – schnell?

Die sowjetischen Streitkräfte erzielten in der zweiten Kriegshälfte bemerkenswerte Erfolge. Doch der Weg nach Berlin führte nicht nur durch deutsche Stellungen, sondern auch durch andere Länder, die erobert und kontrolliert werden mussten. Dabei agierte die sowjetische Führung mit einer rücksichts- und erbarmungslosen Kriegsführung. Das Leben der eigenen Soldaten spielte kaum eine Rolle: Nahezu 20 Millionen sowjetische Soldaten fielen – eine kaum fassbare Zahl. Doch was war die Alternative? Diese brutale Art der Kriegsführung hatte auch eine Vorgeschichte: Nach der katastrophalen Anfangsphase des deutschen Angriffs 1941 hatte sich in der Roten Armee eine eiserne Disziplin durchgesetzt. Vor allem im ersten Kriegsjahr hatten die Deutschen fast dreieinhalb Millionen Rotarmisten gefangen genommen – und die meisten von ihnen dem sicheren Tod überlassen. Eingepfercht in riesigen Lagern, oft unter freiem Himmel, ohne Nahrung, ohne medizinische Versorgung, wurden sie systematisch dem Verhungern und Erfrieren preisgegeben. Angesichts dieser Gräueltaten war für die sowjetische Führung klar: Es gab keinen anderen Weg als den kompromisslosen Kampf bis zum vollständigen Sieg.

Die Folgen waren unzählige Tote auch im Jahr 1945 auf allen Seiten.

Hitler setzte bis zum Schluss auf den „Endsieg“. Die letzten Monate waren daher von einer grausamen Zwangsläufigkeit geprägt – ein verzweifeltes Sterben auf allen Seiten, das weder militärisch noch politisch sinnvoll war. Zudem gab es noch den Terror, der durch die SS und die Wehrmacht auf die Zivilbevölkerung der Ukraine, Polens, von Belarus und Russland ausgeübt worden war. Die Bevölkerung hatte gar keine andere Wahl, als sich bis zum Schluss zu wehren. Das Partisanenwesen wuchs im Osten immer mehr an und wurde für die Wehrmacht zu einem immer größeren Problem.

Die Alliierten setzten auf starke Bombardements besonders auch von Zivilisten und Zivilistinnen. Wurde dies im Bewusstsein des Holocaust durchgeführt – oder wurde dies zur nachträglichen Rechtfertigung herangezogen?

Zur Person

Richard J. Evans , geboren 1947, ist Professor für Moderne Geschichte an der Cambridge University. Er hat wichtige Publikationen zur deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts verfasst. Die deutsche Übersetzung von „Hitler’s People“ erscheint am 15. Oktober bei DVA.

„Das Dritte Reich“ , ein dreibändes Werk über die NS-Zeit, erschien bei DVA. Der erste Band handelt von dem Aufstieg, der zweite von der Zeit der Diktatur, der dritte Band behandelt den Krieg. Auch „Das Dritte Reich und seine Verschwörungstheorien“ erschien bei DVA.

Die Bombardierung deutscher Städte, insbesondere durch die britische Royal Air Force unter Arthur „Bomber“ Harris, war von der Idee getragen, die Moral der Bevölkerung zu brechen. Churchill und Harris gingen davon aus, dass eine demoralisierte Zivilbevölkerung das Regime stürzen oder zumindest den Sieg des Alliierten beschleunigen könnte. Doch diese Annahme erwies sich als falsch. Der Bombenkrieg führte nicht zum Aufstand gegen Hitler – stattdessen verstärkten Angst und Terror den Zusammenhalt vieler Deutscher. Die Nationalsozialisten reagierten mit noch härterer Repression gegen „Defätismus“, und die Menschen blieben, wenn auch aus Zwang, im System verhaftet. Erst nach Kriegsende wurde das Ausmaß der Zerstörung – in Städten wie Dresden, Hamburg oder Köln – zu einem Symbol für das Scheitern des Regimes. Allerdings gibt es eine andere Perspektive: Der Bombenkrieg reduzierte die industrielle Kapazität Deutschlands erheblich. Zwar konnte die Rüstungsindustrie bis Anfang 1945 weiter produzieren, aber die Infrastruktur wurde massiv beschädigt, Transportwege unterbrochen, und der psychologische Druck auf die Führung stieg. Auch wenn er keinen direkten politischen Umsturz auslöste, so hat der Bombenkrieg doch zur Schwächung des deutschen Widerstandsvermögens beigetragen.

Die Deutschen haben unzählige Kriegs- und Menschheitsverbrechen begangen, doch würde man die Bombardierung von deutschen Städten heute ebenfalls als Kriegsverbrechen einstufen?

Die Alliierten waren relativ früh über den Holocaust informiert. Gegen Ende des Jahres 1942 lagen ihnen Berichte über die systematische Vernichtung der Juden vor. Flugblätter wurden über Deutschland abgeworfen, die die Bevölkerung informierten, dass die Täter nach dem Krieg zur Rechenschaft gezogen würden. Doch die Frage, ob man die Vernichtungslager hätte bombardieren sollen, bleibt umstritten. Eine gezielte Bombardierung der Gaskammern wäre schwierig gewesen, sie lagen für die Alliierten zu weit im Osten – und es gab Befürchtungen, dass dabei viele Häftlinge getötet worden wären. Zudem standen militärische Ziele im Vordergrund – die Alliierten wollten den Krieg durch Angriffe auf Industrieanlagen und Nachschublinien beenden.

Wie ist angesichts der Tatsache, dass der Krieg bereits verloren war, der Widerstand um Stauffenberg 1944 einzuschätzen?

Der militärische Widerstand gegen Hitler kam spät. Die Offiziere um Stauffenberg handelten nicht nur aus moralischen Gründen, sondern auch aus militärischem Kalkül: Sie sahen die totale Niederlage Deutschlands kommen und wollten den Krieg durch einen Umsturz beenden, um bessere Friedensbedingungen auszuhandeln. Doch sie unterschätzten die politische Realität. Die Alliierten waren sich seit Casablanca (1943) einig: Es würde keine Verhandlungen geben, nur eine bedingungslose Kapitulation. Ein Staatsstreich hätte nichts an der militärischen Lage geändert – und wurde daher auch von den Westmächten nicht unterstützt. Die Frage, warum der Widerstand nicht früher kam, ist berechtigt. Viele Offiziere hatten das NS-Regime lange mitgetragen, nicht zuletzt, weil es ihnen zu Beginn des Krieges Erfolge brachte. Erst als die Niederlage absehbar war, wuchs die Bereitschaft zum Handeln. Doch zu diesem Zeitpunkt war das Regime bereits so gefestigt, dass ein Umsturz kaum mehr möglich war.

Warum wurde der Krieg von deutscher Seite so lange fortgesetzt?

Hitler war zweifellos der zentrale Akteur, der auf dem „Endsieg“ beharrte und jeglichen Kompromiss ausschloss. Doch er war nicht allein. Die gesamte Führung des „Dritten Reichs“ – von Goebbels über Himmler bis zu den Militärs – trug dazu bei, dass der Krieg nicht früher endete. Goebbels inszenierte den „totalen Krieg“, Himmler führte bis zum Schluss die Vernichtungsmaschinerie fort, und viele Generäle machten sich weiterhin Hoffnungen auf eine „Wunderwaffe“ oder einen Riss im Bündnis der Alliierten. Die Wehrmacht selbst spielte eine zwiespältige Rolle. Während einige Offiziere den Krieg beenden wollten, trugen andere aktiv dazu bei, ihn zu verlängern. Die Legende, dass das Militär nur „Befehle ausführte“, ist nicht haltbar – die Wehrmacht war tief in das Regime verstrickt und beteiligte sich bis zuletzt an Hitlers Endkampf.

Churchill, Roosevelt und Stalin trafen sich auf Jalta, um die Welt neu aufzuteilen. Wie bewerten Sie heute die Abmachungen der Siegermächte?

Der eigentliche Kalte Krieg brach zwar erst 1946, insbesondere aber 1947, offen aus. Doch die Spannungen zwischen Ost und West waren bereits während des Zweiten Weltkriegs spürbar. Dennoch war die Bedrohung durch Hitler und den Nationalsozialismus so übermächtig, dass sie die späteren Rivalen noch zusammenhielt. Winston Churchill brachte es einmal auf den Punkt: Hätte es bedeutet, sich mit dem Teufel zu verbünden, um Hitler zu stürzen, dann hätte er es getan. Er war ein glühender Antikommunist, doch für ihn – und für die gesamte westliche Welt – ging die größte Gefahr nicht aus Moskau, sondern aus Berlin aus.

War die Konferenz von Jalta nicht bereits eine Vorentscheidung für die spätere Teilung Europas in Einflusszonen?

In gewisser Weise ja. Eine der bedeutendsten Entscheidungen betraf die Anerkennung der neuen polnischen Grenzen. Bereits 1939, als Hitler Polen überfiel, war auch Stalin in das Land einmarschiert und hatte sich den östlichen Teil einverleibt. Nach dem Krieg blieb diese territoriale Neuordnung bestehen – ein frühes Zeichen für die tektonischen Verschiebungen, die schließlich zur Blockkonfrontation führten.

Auf den Krieg folgten die goldenen drei Jahrzehnte. Geschichte hat immer auch erstaunliche Wendungen?

Ja, die Zerstörung war nicht so allumfassend, wie man vielleicht annehmen könnte. Die Städte lagen zwar, wie Sie sagen, in Schutt und Asche, doch große Teile der deutschen Industrie blieben erstaunlich unversehrt. Und genau das bildete die Grundlage für das sogenannte Wirtschaftswunder – das in Wahrheit weniger ein Wunder als vielmehr das Ergebnis günstiger Rahmenbedingungen und gezielter Wirtschaftspolitik war. Dieses Wirtschaftswachstum trug entscheidend dazu bei, die deutsche Bevölkerung – zumindest in Westdeutschland – davon zu überzeugen, dass Demokratie und Wohlstand durchaus vereinbar sind. Eine Erfahrung, die während der Weimarer Republik ausgeblieben war und die nun eine zentrale Rolle für die politische Stabilität der jungen Bundesrepublik spielte.

Gibt es eine Lehre, die man aus dem Zweiten Weltkrieg für unsere Gegenwart ziehen kann?

Eine zentrale Lehre daraus ist, dass Rassismus und Militarismus überall bekämpft werden müssen, wo sie auftauchen. Die Verteidigung der Demokratie lässt sich leicht fordern – doch sie erfordert weit mehr als bloße Worte. Sie verlangt aktives Engagement, klare Haltung und den Mut, sich entschlossen gegen ihre Feinde zu stellen.

Ist Putins Angriffskrieg in dem Kontext zu sehen? Ihr Historiker-Kollege Timothy Snyder vergleicht den Ukraine-Krieg mit dem Zweiten Weltkrieg und sagt, jetzt sei 1939, es sei noch Zeit, alles aufzuhalten.

Nein, das ist natürlich Unsinn. Für Hitler gab es keine festen Grenzen – weder in territorialer noch in zeitlicher Hinsicht. Sein Krieg sollte grenzenlos sein, ein Kampf ohne geografische oder zeitliche Beschränkungen. Putin hingegen, so meine Einschätzung, verfolgt das Ziel, die Grenzen der alten Sowjetunion wiederherzustellen. Putin strebt keine Weltherrschaft an. In meinem neuen Buch, das im August auf Deutsch erscheinen wird, habe ich eine bemerkenswerte Hitler-Rede aus dem Jahr 1930 entdeckt – gehalten vor versammelten Nationalsozialisten, noch bevor Hitler an die Macht kam. Darin heißt es, dass die Welt in den 1880er Jahren aufgeteilt wurde, Deutschland dabei aber nicht seinen „gerechten Anteil“ als Weltreich erhalten habe. Hitler selbst äußerte sich in dieser Rede unmissverständlich: Beim nächsten Mal, so sagte er 1930, müsse es anders laufen – Deutschland wolle die „Weltherrschaft“. Genau dieses Wort benutzte er. Auch in seinem sogenannten Zweiten Buch, das 1928 verfasst, aber bis 1962 nicht veröffentlicht wurde, finden sich Hinweise darauf, dass Hitler nach einem Sieg in Europa auch die Vereinigten Staaten ins Visier genommen hätte. Sein Ehrgeiz kannte keine Grenzen – sein Weltbild war das eines totalen Herrschaftsanspruchs.

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