VonMichelle Breyschließen
Gutes Wetter, angenehme Temperaturen: Der Frühling hält langsam aber sicher Einzug in Deutschland. Doch wird es auch an Ostern mild?
Frankfurt – Die Winterstiefel wurden vielerorts bereits in den Schrank gepackt. Lediglich in Österreich und in den Alpen sorgte eine Wetter-Unruhefront noch einmal für ein winterliches Comeback. Insgesamt lassen aber milde Temperaturen in den ersten Tagen des März Frühlingsgefühle aufkommen – und so soll das Wetter vorerst auch bleiben. Ob die Winterkleidung aber zu Ostern noch einmal ausgepackt werden muss? Eine Expertin von wetter.net warf einen Blick auf den Ostersonntag. Bei IPPEN.MEDIA gab auch Meteorologe Dominik Jung eine Einschätzung ab.
Oster-Prognose für Deutschland – Kaltlufteinbruch oder Frühlingswetter?
Wetter.net-Moderatorin Kathy Schrey spricht von milden Luftmassen, die am Ostersonntag zumindest teilweise das Wetter prägen sollen. In einem Video blickt sie auf eine Wetterkarte und nennt sogenannte 0er-, 6er-, 12er- und 18er-Läufe. Wie Experte Dominik Jung auf Anfrage erklärt, stecken dahinter bestimmte Zeitpunkte: „Wettermodelle wie das US-Modell oder das europäische Modell errechnen viermal am Tag neueste Prognosen. Sie starten die Berechnungen um 0, 6, 12 und 18 Uhr Weltzeit.“
„Das ist jetzt der Knaller“, sagt Schrey in dem Video hinsichtlich des 12er-Laufs. Zu erkennen sei „bei den britischen Inseln ein Hochdruckgebiet, über dem Baltikum ein Tiefdruckgebiet“, so die Moderatorin. „Diese arbeiten zusammen“ und könnten für einen Kaltlufteinbruch sorgen. Der 18er-Lauf bestätige diese Entwicklung. Ihre Schlussfolgerung: „Also im Moment sind wir, was Frühlingswetter und dann nochmal winterliches Wetter zu Ostern, was die Prognose angeht, so 50:50.“
„Könnte natürlich ein Schneebringer sein“: Meteorologe Dominik Jung über Oster-Prognose
Auf Anfrage von IPPEN.MEDIA betont Dominik Jung, dass es noch keine Oster-Prognose gebe. Die Begründung: „Kein Wettermodell reicht derzeit bis zum 31. März.“ Die Kollegin in dem Video blicke offenbar auf „eine Abschätzung auf Grundlage des aktuellen Wettertrends“, ordnete er ein. „Daher ist das alles mehr raten als vorhersagen“ und die Chance sei natürlich 50:50, so der Experte. Ähnlich äußert sich auch der Deutsche Wetterdienst (DWD): „Nun schon eine Aussage zum Osterwetter zu treffen, würde jeglicher Seriosität entbehren. Dies ist frühestens in einem ersten Trend sieben bis zehn Tage im Voraus möglich.“
Jung wendet allerdings ein, dass Ostern 2024 sehr früh im Jahr sei. „Das könnte natürlich ein Schneebringer sein, WENN es dann auch Kaltluft bis zu uns schaffen würde und eben auch Schnee“, erklärt er. Er sei jedoch skeptisch.
„Ich gehe um Ostern eher wie aktuell von zehn bis 15 Grad aus. Ab und zu vielleicht mal Sonnenschein, aber kein Schneegestöber.“
Die Prognose von Jung für die kommenden Wochen ist deutlich: „Es geht in Sachen Frühling weiter.“ Auch, dass ein arktischer Winter Kurs auf Deutschland nimmt, verneint er auf Anfrage. Nachts gebe es weiterhin die Gefahr von Boden- und Luftfrost, wie auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf seiner Website informiert. (mbr)
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