Handy-Neuheit

Neue Handy-Funktion für 69 Millionen Deutsche ab dieser Woche kostenlos – kann Leben retten

  • schließen

Android und iPhone erhalten nun simultan die neue RTT-Funktion – was sie bietet, wie man sie einrichtet und welche Pluspunkte sie gegenüber WhatsApp hat.

Wussten Sie, dass Ihr Smartphone diese Woche eine neue Funktion bekommt – und das völlig kostenlos? Rund 69 Millionen Handynutzer in Deutschland dürfen sich ab dem 28. Juni 2025 auf das Echtzeit-Text-Feature RTT freuen. Das Beste: Egal ob Android oder iPhone, egal ob Telekom, Vodafone oder O2 – das Upgrade landet direkt auf Ihrem Gerät. Was dahintersteckt, wie Sie RTT aktivieren und warum das Feature für Millionen Alltag und Kommunikation verändert, erfahren Sie hier.

RTT-Start in Deutschland: Neue Handy-Funktion für 69 Millionen Nutzer freigeschaltet

RTT (Real-Time Text) ist ab Samstag, den 28. Juni 2025, auf fast allen Smartphones in Deutschland verfügbar – immerhin 69 Millionen Handys nutzen wir Deutschen. RTT ist dabei komplett kostenlos. Das Feature funktioniert auf Android-Geräten ab Version 10 und iPhones ab iOS 11.2. Praktisch: Sie müssen weder eine Zusatz-App installieren noch einen neuen Vertrag abschließen. Die großen Netzanbieter – Telekom, Vodafone, O2 und 1&1 – sind gesetzlich verpflichtet, RTT anzubieten.

Was ist RTT?

RTT steht für „Real-Time Text“ – also Echtzeit Text. Dabei wird jeder Buchstabe während des Tippens sofort an den Gesprächspartner übertragen. Anders als bei SMS oder WhatsApp liest die andere Person live mit, ohne dass Sie auf „Senden“ drücken müssen. RTT läuft direkt übers Mobilfunknetz und funktioniert sogar ohne Internet.

Was kann RTT? Echtzeit-Texten direkt beim Telefonieren – ohne Internet und Wartezeit

Neu & kostenlos: 69 Millionen Deutsche bekommen diese Woche eine geheime Handy-Funktion

Beispiel aus dem Alltag: Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in der lauten U-Bahn und Ihr Gesprächspartner versteht Sie kaum. Mit RTT tippen Sie einfach Ihre Nachricht – und sie erscheint sofort beim anderen, noch während Sie schreiben. So bleibt die Kommunikation klar, auch wenn es mal laut wird. So aktivieren Sie RTT:

  • Android: Telefon-App öffnen, Einstellungen > Bedienungshilfen > RTT aktivieren.
  • iPhone: Einstellungen > Bedienungshilfen > RTT/TTY einschalten.
  • Beide Gesprächspartner brauchen ein RTT-fähiges Gerät und Netz. Tipp: Probieren Sie RTT mit Freunden aus, bevor Sie es wirklich brauchen.

Mit RTT können Sie während eines Telefonats tippen und der andere sieht sofort, was Sie schreiben – sogar noch während Sie Vertipper korrigieren. Das fühlt sich an wie ein Live-Chat, nur eben direkt im Anruf.

RTT soll Leben retten? Mehr Barrierefreiheit – und praktische Vorteile für alle

RTT wurde ursprünglich für Menschen mit Hör- oder Sprachbehinderung entwickelt. Doch auch im Alltag profitieren alle Nutzer: In lauten Umgebungen, bei Störungen oder wenn Diskretion gefragt ist, ist RTT Gold wert. Ab 2027 wird RTT sogar EU-weit zur Pflicht für Notrufe – dann können Sie im Ernstfall Hilfe holen, ohne sprechen zu müssen. Schon jetzt macht RTT Ihr Handy flexibler und sicherer.

  • Neue Geräte: Ab 28. Juni 2025 ist RTT auf allen neuen Smartphones (Android ab Version 10, iPhone ab iOS 11.2) in Deutschland verfügbar, meist als Teil eines Software-Updates oder direkt vorinstalliert.
  • Bestehende Geräte: Viele aktuelle Smartphones bekommen RTT schon vorher oder zeitnah per Software-Update – die Verfügbarkeit kann aber je nach Hersteller und Modell variieren.
  • Notruf-Funktion: Die verpflichtende RTT-Unterstützung für Notrufnummern (112/110) startet EU-weit ab Mitte 2027.

Achtung, Stolperfallen: Wann RTT (noch) nicht funktioniert – und was Sie tun können

Nicht jedes ältere Gerät oder jede veraltete Software unterstützt RTT sofort. Auch im Ausland oder beim Roaming kann es Einschränkungen geben. Prüfen Sie vorab, ob Ihr Anbieter und Ihr Gerät RTT unterstützen. Bei Problemen hilft oft ein Update oder ein Neustart. Vorsicht sollte aber derzeit beim Zahlen mit dem Handy und online gelten. Denn eine neue Betrugsmasche bei einem beliebten Zahldienst kann ein Vermögen kosten.

Rubriklistenbild: © Depositphotos / Imago

Kommentare