Gesundheit

Gefährliche Krebs-Erkrankung: Diese Symptome deuten auf ein Sarkom hin

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Bösartige Tumore werden in verschiedene Gruppen eingeteilt. Eine von ihnen sind Sarkome. Sie gelten als besonders seltene Krebs-Art.

Frankfurt – Krebs ist eine Krankheit mit vielen Facetten. Die Einteilung erfolgt je nach Auftreten und Diagnose in verschiedene Arten. Meist geht die Erkrankung mit bösartigen, sogenannten malignen Tumoren einher. Je nachdem wo sie im Körper auftreten, wird differenziert, um welche Art es sich handelt.

Bösartige Tumore werden in drei Kategorien unterteilt: Karzinome, Sarkome und Blastome. Während Karzinome die Haut oder die Schleimhäute betreffen und Blastome während der Gewebe- oder Organentwicklung entstehen, entwickeln sich Sarkome meist im Weichgewebe.

Krebserregende Viren: Diese Erreger können Krebs auslösen

Herpesvirus
Das Epstein-Barr-Virus (EBV) zählt zur Gruppe der Herpesviren. Dem Deutschen Krebsforschungszentrum (dkfz) zufolge gilt als sicher, dass eine Infektion mit EBV zur Entstehung von B-Zell-Lymphomen beitragen kann, einer bösartigen Erkrankung von B-Lymphozyten. Mit Lymphom werden in der Medizin bösartige Tumoren des lymphatischen Systems bezeichnet. In Tumoren von T-Lymphozyten (T-Zell-Lymphome) konnte das Epstein-Barr-Virus ebenfalls nachgewiesen werden, so das dkfz. © Imago
Das Magenbakterium Helicobacter pylori
Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, Magenkrebs zu fördern. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblockern äußerst erfolgreich. © dpa
HIV: Eine Frau hat sich eine rote Schleife angeheftet
Die rote Schleife soll das Thema Aids und HIV in die Mitte der Gesellschaft rücken. Eine Infektion mit sogenannten HI-Viren (humane Immundefizienzviren) kann die Krankheit Aids auslösen. Menschen mit Aids sind häufiger von Krebs betroffen, vermutlich aufgrund ihres geschwächten Immunsystems, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum informiert.  © Oliver Berg/dpa
Impfausweis
Hepatitis B fördert Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen. © Martin Wagner/Imago
Hepatitis C Viren
Gegen Hepatitis-C-Viren gibt es unglücklicherweise (noch) keinen Impfstoff. Die aggressiven Erreger zählen zu den häufigsten Ursachen für Leberkrebs. Wie das Deutsche Krebsforschungszentrum informiert, werden Hepatitis-C-Viren inzwischen aber auch mit weiteren Tumorarten in Zusammenhang gebracht: Auch Krebs der Gallenwege sowie das Multiple Myelom könnten durch eine Infektion begünstigt werden, heißt es.  © CAVALLINI JAMES/Imago
HPV (Humane Papillomviren)
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt Arten, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll. © CAVALLINI JAMES/Imago

Sarkom: Seltene, bösartige Tumore können fast im ganzen Körper auftreten

Die Deutsche Krebshilfe beschreibt Sarkome als seltene, bösartige Tumore, die in den meisten Fällen in weichem Gewebe – etwa in Binde-, Muskel- und Fettgewebe – wachsen. Doch auch Knochen können von Sarkomen betroffen sein. Die Tumore sind zwar sehr selten, können jedoch fast im ganzen Körper auftreten.

Laut Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit machen Sarkom-Erkrankungen in Deutschland etwa 1 Prozent aller Krebs-Neuerkrankungen bei Erwachsenen und etwa 11 Prozent der Krebs-Neuerkrankungen bei Kindern aus. Die Zahl der Sarkom-Neuerkrankungen in Deutschland wird auf ungefähr 5000 pro Jahr geschätzt.

Medizinisches Personal untersucht mit einer Mammografie die Brust einer Frau auf Brustkrebs. Die Untersuchung soll bei der frühen Erkennung von Brustkrebs helfen.

Tumor-Erkrankung Sarkom: Symptome im Überblick

Die meisten Sarkome verursachen zunächst eine schmerzlose Schwellung oder einen Knoten. Dies kann ein Spannungsgefühl an der betroffenen Stelle auslösen. Erst wenn das Sarkom Nerven befällt, können Schmerzen auftreten. Bei Knochensarkomen können Symptome wie Gelenkschmerzen oder Gelenksteifigkeit auftreten, es kann außerdem zu einem Knochenbruch durch den Tumor kommen. Typische Beschwerden und Symptome für Sarkome gibt es laut Gesundheitsministerium nicht, weshalb sie häufig spät erkannt werden.

Wenn Betroffene eine Schwellung ausmachen, die länger als vier Wochen andauert, sollte ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden, so das Gesundheitsministerium. Demnach sollten außerdem spezifische Schwellungen abgeklärt werden, wenn folgende Faktoren auftreten:

  • Die Schwellungen sind tiefer gelegen
  • Durchmesser beträgt fünf Zentimeter oder mehr
  • Die Schwellung verursacht Schmerzen
  • Die Größe nimmt zu

„Die Wahrscheinlichkeit für eine bösartige Erkrankung ist hoch, wenn all diese Merkmale vorliegen“, betont das Ministerium.

Risikofaktoren für Sarkome: Was Sie über die Krebs-Art wissen sollten

In den meisten Fällen lassen sich keine genauen Ursachen für die Entstehung eines Sarkoms finden. Allgemein bekannt sind laut Gesundheitsministerium jedoch folgende Risikofaktoren:

  • Sarkome können bei seltenen genetischen Syndromen gehäuft auftreten
  • Nach einer Strahlentherapie kann es in vereinzelten Fällen zu einem Sarkom an der bestrahlten Stelle kommen

Die allgemein bekannten Risikofaktoren für Krebs wie beispielsweise die Ernährung oder Lebensstilfaktoren wie Rauchen oder Alkohol haben keinen bekannten Einfluss auf die Entwicklung von Sarkomen. (hg)

Hinweis der Redaktion: Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten.

Rubriklistenbild: © Hannibal Hanschke/dpa

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