Es bleibt überdurchschnittlich warm

Wetter-Experten prognostizieren nur mäßige Abkühlung: Außergewöhnlich milder Februar auf Rekordkurs

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Am Freitag erwarten Wetter-Experten den letzten Hitze-Höhepunkt. Dann kühlt es etwas ab. Dennoch könnte der Februar als wärmster in die Messgeschichte eingehen.

Frankfurt – Trüb und regnerisch hätte der Februar beginnen sollen. Anschließend sei Schnee zu erwarten gewesen und ab Mitte des Monats fallende Temperaturen. So zumindest war die Prognose des 100-jährigen Kalenders für den Februar 2024. Tatsächlich könnte es nach frühlingshaften Temperaturen in der ersten Monatshälfte bald etwas kühler werden. Dass der Februar aber nochmal seinem Namen als Winter-Monat gerecht werden könnte, glauben Meteorologen nicht. Stattdessen könnte er als wärmster Februarmonat in die Messgeschichte eingehen.

Äußerst milder Februar 2024: Tiefsttemperaturen aus diesem Jahr sind normalerweise Höchstwerte

Die Nacht zum Donnerstag, dem 15. Februar, brachte in Teilen von Nordrhein-Westfalen ungewöhnlich hohe Tiefsttemperaturen von 12 Grad, wie der Wetterexperte Dominik Jung berichtete. Abgesehen von zwei Ausnahmen, darunter die Messstation auf der Zugspitze, lagen alle niedrigsten gemessenen Tiefsttemperaturen im Plusbereich. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) entsprachen die in diesem Jahr gemessenen Tiefsttemperaturen in etwa den Höchsttemperaturen, die man normalerweise in dieser Jahreszeit erwarten würde.

Temperaturprognose für Deutschland Höchstwerte
Freitag, 16. Februar 11 bis 19 Grad
Samstag, 17. Februar 7 bis 14 Grad
Sonntag, 18. Februar 7 bis 14 Grad
Montag, 19. Februar 6 bis 13 Grad
Dienstag, 20. Februar 6 bis 11 Grad
Quelle: DWD

Auslöser für diese außergewöhnlich milden Februar-Temperaturen der letzten Tage war das Tief „Rixa“. Am Rhein stiegen die Temperaturen tagsüber teilweise auf bis zu 18 Grad. Damit befand man sich „in greifbarer Nähe der Temperaturrekorde für die zweite Februardekade“, wie der Meteorologe Felix Dietzsch von der Wettervorhersagezentrale in Offenbach der dpa verriet.

Temperaturen am Freitag (16. Februar) kratzen nochmal an 20-Grad-Marke

Der wärmste Tag dieser Wetterwoche sollte der Freitag (16. Februar) werden, prognostizieren Wetterexperte Jung sowie der DWD. Jung zufolge sollten die Höchsttemperaturen weitgehend zwischen 13 und 15 Grad liegen. Dietzsch vermutet, dass das Temperaturmaximum in Mitteldeutschland liegen dürfte, wobei insbesondere der Nordrand des Harzes und das Saaletal um Jena „heiße Kandidaten für die höchsten Temperaturen“ von bis zu 19 Grad sein könnten. Ob die 20-Grad-Marke erreicht würde, ist noch ungewiss, doch der Meteorologe betonte: „Völlig ausschließen kann man es nicht.“

Am Wochenende bringt das Tief „Rixa“ dann kühlere Atlantikluft von Nordwesten mit sich, was zu einer leichten Abkühlung führt. Von West nach Ost überquert ein ausgedehntes Regenband Deutschland, kündigt der DWD an. Trotzdem hält das außergewöhnlich milde Wetter auch am Samstag an, wobei die Temperaturen laut Prognosen maximal 14 Grad erreichen dürften. Jung stellte klar, dass „keine durchgreifende Abkühlung in Sicht“ sei. Eine Rückkehr zu winterlichen Temperaturen im Februar scheint also ausgeschlossen, wie der Wetterexperte nach Prüfung der Ensembleprognosen feststellte.

Milder Februar 2024 dürfte einer der wärmsten der Messgeschichte werden

Dieser Februar wird einer der wärmsten in der Messgeschichte werden. So viel sei laut Jung bereits jetzt sicher. Die bisher wärmsten Februarmonate datieren aus den Jahren 1990 (Temperaturmittel: 5,7 Grad), 2020 (Temperaturmittel: 5,3 Grad) und 2002 (Temperaturmittel: 5,1 Grad). Ob es für einen neuen Rekord reichen wird, ist aufgrund des prognostizierten Temperaturrückgangs laut DWD-Meteorologen noch unklar.

Der Februar 2024 könnte infolge der milden Temperaturen als wärmster Februarmonat in die Messgeschichte eingehen.

Das Temperaturmittel der ersten zwei Februarwochen lag jedoch zwischen sechs und sieben Grad, bisher also deutlich über dem bisherigen Rekordmonat 1990. Um den Februar 2024 aus den Top-3 der wärmsten Februarmonate zu verdrängen, müsste es laut DWD zu einer „mehrtägigen Kaltluftperiode“ kommen. Diese war jedoch zumindest bis dato nicht absehbar. Langfristige Wettermodelle deuteten immerhin darauf hin, dass die Durchschnittstemperaturen im März wahrscheinlich normaler und somit gefühlt relativ kühl ausfallen würden.

Der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.

Rubriklistenbild: © Rene Traut/imago

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