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Sandra Sporerschließen
Der Vulkan Ätna auf der italienischen Insel Sizilien ist wieder aktiv. Rund um die Stadt Catania sind Erschütterungen spürbar.
Catania – Der Ätna, Europas größter Vulkan auf Sizilien, hat sich erneut zu Wort gemeldet. Vor allem der Südostkrater des Vulkans zeigte Aktivität. Eine umfangreiche Aschewolke oder Ascheregen bildete sich zunächst jedoch nicht, wie das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) berichtete, das den Berg kontinuierlich mit Kameras und Wärmebildern überwacht.
Vulkan Ätna in Nacht zum Samstag plötzlich wieder aktiv – spürbare Erschütterungen rund um die Hauptstadt
Aus der Entfernung konnte beobachtet werden, wie glühende Felsbrocken in der Dunkelheit empor geworfen wurden und dann langsam den Berg hinunterrollten. Die Alarmstufe in der Region wurde vom INGV-Institut von Gelb auf Orange erhöht. Es existiere eine „mäßige explosive Aktivität an den Gipfelkratern“, so das INGV weiter. In verschiedenen Städten rund um die sizilianische Hauptstadt Catania seien die Erschütterungen spürbar gewesen, berichtete der Fernsehsender Rai News. Die Erschütterungswerte würden ansteigen, was auf das Aufsteigen von Magma im Inneren des Vulkans hindeute.
Vulkan auf Sizilien: Flugbetrieb konnte trotz Ätna-Aktivität weitergehen
Die Auswirkungen auf Sizilien sind bisher minimal. Es gab zunächst keine Berichte über Schäden. Da keine Aschewolke entstanden war, konnte der Betrieb am Flughafen der Insel Catania wie gewohnt fortgesetzt werden. Bei vorherigen Ausbrüchen – zuletzt im August – war die Aschewolke so groß, dass der Flugbetrieb zeitweise eingestellt werden musste. Die Wiederaufnahme des Flugverkehrs musste damals mehrmals verschoben werden.
Ende Oktober sorgten perfekt geformte, riesige Rauchringe über dem Ätna für Erstaunen bei den Touristen. „Normalerweise sind es flache Explosionen, die diese Ringe erzeugen, und im Allgemeinen kann ihr Vorhandensein auf einen Aufstieg oder einen Stillstand von Magma entlang des Schachtes zur Oberfläche hinweisen“, lautete damals die Erklärung von lokalen Experten. Fachleute äußerten zuletzt auch die Möglichkeit eines „Supervulkans“, der in Italien entstehen könnte. (bme/dpa).
Für diesen von der Redaktion geschriebenen Artikel wurde maschinelle Unterstützung genutzt. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung von Redakteurin Sandra Sporer sorgfältig überprüft.
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