Italien

Spaßverderber vom Gardasee

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Elektronenmikroskopische Aufnahme von Noroviren (undatierte Aufnahme). Gudrun Holland/RKI/Robert-Koch-Institut/dpa
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Mindestens 900 Menschen mit Norovirus infiziert.

Die Noroviren auf dieser elektronenmikroskopischen Aufnahme richten kein Unheil mehr an, anders als ihre Verwandten, die derzeit den Menschen am Gardasee Alltag und Urlaub gleichermaßen vermiesen. Rund um die Gemeinde Torri del Benaco am Nordufer wurden mehr als 900 Fälle an Magen-Darm-Erkrankungen registriert. Rund 300 Menschen kamen mit Symptomen wie Erbrechen, Übelkeit, Bauchkrämpfen und Fieber ins Krankenhaus. Vermutet wird, dass sich das Virus über das Trinkwasser verbreitet.

In italienischen Zeitungen wird spekuliert, dass der Ausbruch mit dem aktuell sehr hohen Wasserstand des Gardasees nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Wochen zu tun haben könnte. Von offizieller Seite gab es dafür keine Bestätigung. Die Ortsverwaltung versuchte am Montag weiterhin zu klären, wie sich das Virus verbreitet. Zwar wurden Spuren am Freitag in Trinkwasser festgestellt. Neuere Untersuchungen brachten nach Angaben des zuständigen Versorgers AGS jedoch negative Ergebnisse. dpa/boh Holland/RKI/dpa

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