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Taylor Swift unterstützt Kamala Harris – Kinderlose Katzen-Lady

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Taylor Swift hat es getan: Sie gibt eine Wahlempfehlung für Kamala Harris ab

Da bei Taylor Swift nichts einfach so passiert, wurde garantiert auch der Instagram-Post, den sie unmittelbar nach der TV-Debatte zwischen Donald Trump und Kamala Harris veröffentlichte, bis auf die Minute, bis zur letzten Formulierung, bis zur Unterschrift geplant. „Childless cat lady“ lautete diese Signatur, Swift zielte damit auf Trumps Vizepräsidentschaftskandidaten J. D. Vance, der 2021 in einem Gespräch bei dem rechten Sender Fox News die Demokraten im Allgemeinen und die Biden-Administration im Besonderen „einen Haufen kinderlose Katzen-Ladys“ nannte. (Überhaupt hat es Vance immer wieder mit den, oder vielmehr gegen die Kinderlosen. Was mag es über ihn sagen?) Sie seien unglücklich mit ihrem eigenen Leben, deswegen wollten sie den Rest des Landes auch unglücklich machen, so Vance damals. Also zeigt sich Swift in diesem Post mit Benjamin Button, einer ihrer drei Katzen.

Kein einigermaßen informierter Fan der sexy und feministischen Taylor Swift kann glauben, dass sie Trump-Wählerin ist. Bereits vor ihrem Post, Ende August, wurde die „Swifties for Kamala Coalition“ gegründet. Trotzdem wurden, ebenfalls Ende August, AI-generierte Bilder ins Netz gestellt, auf denen sie und einige Swifties angeblich zur Wahl von Trump aufrufen – dieser teilte die Bilder auch sogleich (sein Standpunkt: das Fake, das mir zugute kommt, ist nicht fake).

Dazu stellt sie jetzt klar: „Das hat wirklich meine Ängste rund um KI heraufbeschworen. Es hat mich zu dem Schluss kommen lassen, dass ich sehr transparent sein muss, was meine Pläne als Wählerin bei dieser Wahl sind.“

Also lässt sie nun keinerlei Raum für Interpretation mehr. „Ich werde bei der Präsidentschaftswahl von 2024 meine Stimme für Kamala Harris und Tim Walz abgeben“, schreibt sie in ihrem Post. Und weiter: „Ich glaube, sie ist hochbegabt als Anführerin und wird mit ruhiger Hand regieren, und ich glaube, wir können in diesem Land so viel mehr erreichen, wenn wir mit Ruhe geführt werden und nicht im Chaos.“

Überraschend kann man Taylor Swifts Instagram-Post nicht nennen, höchstens überraschend deutlich, klar formuliert. Sie hatte sich bereits 2018, in der Zwischenwahl, für die Demokraten ausgesprochen und 2020 dann für Biden.

Eine Million Stimmen

Aber was könnte es nützen? Könnte es sogar wahlentscheidend sein, bei 283 Millionen Followern? Der britische „Guardian“ verweist auf eine Studie von 2012, nach der die Wahlempfehlung der Talkmasterin Oprah Winfrey dem Kandidaten Barack Obama in den Vorwahlen (gegen Hillary Clinton) rund eine Million Stimmen gebracht haben soll. Und Taylor Swift wird zwar von 68 Prozent der – sowieso – Wähler und Wählerinnen der Demokraten positiv gesehen, aber immerhin auch noch von 43 Prozent der Anhänger und Anhängerinnen der Republikaner. Die Offiziellen der Partei sagen jetzt: Da kann man mal sehen, dass die Demokraten die Partei der reichen Eliten sind.

Taylor Swift ist indessen doppelt vernünftig, da sie ihre mehrheitlich jungen Swifties beschwört, sich erstens für die Wahl registrieren zu lassen und zweitens auch tatsächlich wählen zu gehen.

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