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Unwetter ziehen am Mittwoch über Teile von Deutschland hinweg. Zwei Bundesländer könnten es besonders hart treffen.
Update vom 5. Juni, 17.03 Uhr: Noch sind die Unwetter in Deutschland nicht vorbei. Bis zum Abend warnt der DWD für einige Landkreise vor starkem Gewitter (Warnstufe 2 von 4). Vor allem der Nordwesten des Landes ist betroffen, aber auch im Süden kann es ungemütlich werden. Auch Sturmböen und Hagel sind möglich. Der Wetterdienst rät außerdem: Aufenthalt im Freien vermeiden oder Schutz suchen.
Update vom 5. Juni, 15.10 Uhr: Gab es einen Tornado in Ulm? Augenzeugen sagen ja. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) Stuttgart war indes skeptisch und ging davon aus, „dass es eher kein Tornado war“. Nun hat der DWD seine Einschätzung nochmal angepasst. Ein „kurzlebiger Tornado“ wird jetzt als möglich erachtet. „Einzig eine Schadensanalyse vor Ort kann Aufschluss darüber geben“, erklärte DWD-Meteorologe Adrian Leyser Sturm. „Die Begutachtung und die abschließende Einschätzung wird wahrscheinlich in den nächsten Tagen erfolgen.“
Erneute Unwetter in Deutschland: Gewitter- und Sturmwarnung in mehreren Landkreisen
Update vom 5. Juni, 14.06 Uhr: In Ulm deckten die gestrigen Unwetter die Dächer mehrerer Häuser ab, die nun unbewohnbar sind. Der Strom in den betroffenen Gebäuden wurde abgeschaltet. Verletzt wurde niemand. Tobias Schmidt, der in der Nähe eines der beschädigten Häuser wohnt, berichtet: „Ich saß gerade im Büro, als plötzlich ein lauter Knall zu hören war. Draußen waren alle Autos beschädigt.“ Auch sein eigenes Fahrzeug sei stark in Mitleidenschaft gezogen worden, erzählt er.
Augenzeugen meldeten, dass ein Tornado die Dächer in Ulm abgedeckt haben soll. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Stuttgart teilt diese Einschätzung jedoch nicht. Ein Meteorologe äußerte: „Wir sehen das eher skeptisch. Wir gehen davon aus, dass es eher kein Tornado war.“ Auch Adrian Röhrle, der Kommandant der Feuerwehr in Ulm, schließt einen Tornado eher aus. Laut ihm habe es sich vielmehr „um eine starke Windhose gehandelt“.
In mehreren Landkreisen gibt es derzeit offizielle Warnungen vor Gewittern. Für den Landkreis Harz – Bergland (Oberharz) wurde vom DWD eine orangefarbene Wetterwarnung wegen Sturmböen zwischen 70 und 85 km/h herausgegeben. Eine gelbe Warnung vor Windböen um die 55 km/h gilt für die Landkreise:
- Kreis Nordfriesland – Küste
- Kreis Dithmarschen – Küste
- Kreis Friesland – Küste
- Kreis Wittmund – Küste
- Kreis Aurich – Küste
- Insel Borkum
Eine Gewitterwarnung (Gelbe Wetterwarnung) besteht für die Landkreise:
- Kreis Görlitz - Tiefland
- Kreis Märkisch-Oderland
- Kreis Stendal
- Altmarkkreis Salzwedel
- Kreis Börde
Der DWD warnt derzeit zudem in folgenden Landkreisen vor starkem Gewitter (Orange Wetterwarnung):
- Kreis Emsland
- Kreis Cloppenburg
- Kreis Leer (ohne Borkum)
- Kreis Ammerland
- Kreis und Stadt Oldenburg
- Kreis Wesermarsch - Binnenland
- Kreis Friesland - Binnenland
- Kreis Wittmund - Binnenland
- Kreis Aurich - Binnenland
Unwetter in Deutschland verlaufen weitgehend glimpflich
Update vom 5. Juni, 11.28 Uhr: Am Mittwoch (4. Juni) zogen heftige Gewitter über den Süden Deutschlands. Besonders betroffen waren die Regionen nördliches Oberbayern, Niederbayern, die Oberpfalz sowie Schwaben. Trotz der Unwetter und Hagelschauer blieben größere Schäden jedoch aus.
In Bayern rückten Polizei und Feuerwehr insgesamt 200 Mal aus – hauptsächlich wegen umgestürzter Bäume und vollgelaufener Keller. Die größten Hagelkörner wurden den vorläufigen Daten zufolge in der oberbayerischen Gemeinde Schöngeising gemessen. Sie erreichten hier eine Größe von etwa sieben Zentimetern.
Die Unwetter-Gefahr ist jedoch noch nicht vorüber. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert auch für Mittwoch (5. Juni) weitere schwere Gewitter mit Starkregen und Hagel. Diesmal trifft es den Nordwesten Deutschlands sowie im Laufe des Nachmittags auch den Osten, Nordosten und Südosten. Der DWD warnt zudem vor Windböen von bis zu 55 km/h im Westen, Nordwesten und der Mitte Deutschlands. In Kamm- und Gipfellagen könnten sogar Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 km/h erreicht werden.
Flugzeug gerät wegen Unwetter in Turbulenzen – Neun Passagiere verletzt
Update vom 5. Juni, 5.47 Uhr: Die schweren Unwetter in Deutschland haben sich auch auf den Flugverkehr ausgewirkt. Am bayrischen Flughafen Memmingen im Unterallgäu kam es zu einer Sicherheitslandung eines Passagierflugzeugs, das in Turbulenzen geraten war. Bei diesem Vorfall wurden neun der 185 Personen an Bord verletzt. Heftige Unwetter führten zu der Situation. Die Polizei berichtete, dass acht Passagiere und ein Besatzungsmitglied Verletzungen erlitten. Drei der Betroffenen mussten ins Krankenhaus gebracht werden: Ein zweijähriges Kind hatte Prellungen, eine Frau erlitt eine Kopfplatzwunde und eine weitere Passagierin klagte über Rückenschmerzen.
Die Polizei informierte, dass es sich um ein Flugzeug der Airline Ryanair handelte, das mit 179 Passagieren und sechs Crew-Mitgliedern von Berlin nach Mailand unterwegs war. Da das Luftamt Südbayern den Weiterflug nicht genehmigte, organisierte die Fluggesellschaft Busse für die Weiterreise. Die Airline war zunächst für Anfragen nicht erreichbar.
Update vom 4. Juni, 23.03 Uhr: Ulm ist nicht ganz so glimpflich beim Unwetter davongekommen. Mehrere Häuser sind beschädigt worden. Im Stadtteil Donaustetten seien zweieinhalb Reihenhäuser abgedeckt worden, sodass die Gebäude nicht mehr bewohnbar seien, sagte Adrian Röhrle, Leiter der Feuerwehr Ulm. Menschen seien nicht verletzt worden.
Die Feuerwehr geht von einer „kleinen Windhose“ aus, die durch zwei bis drei Straßenzüge gezogen sei. In einem Radius von einem Kilometer gebe es sehr starke Beschädigungen – teilweise seien es nur einzelne abgedeckte Dachplatten, teilweise ganze Dächer. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht einem Tornadoverdacht nach. Am Donnerstag (5. Juni) soll es dazu weitere Informationen geben.
Unwetter heute vor allem über Bayern – vollgelaufene Keller
Update vom 4. Juni, 22.26 Uhr: Unwetter sind heute Abend über Teile Deutschlands gezogen. Vor allem Bayern war betroffen. Teilweise liefen Keller voll, Äste stürzten herab oder Bäume knickten um. Weitere schwerwiegende Ereignisse sind bislang nicht bekannt. Es gebe „den einen oder anderen nassen Keller und einige umgeknickte Bäume“, sagte etwa ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern in Straubing. Die Einsatzzahlen seien aber infolge des Unwetters nicht signifikant gestiegen.
Noch ist die Unwetter-Lage aber nicht vollständig gebannt. Bis 23 Uhr warnt der Deutsche Wetterdienst im Osten Bayerns noch vor starkem Gewitter. Sturmböen, Starkregen und Hagel sind möglich. In der Nacht sollen die Gewitter dann Richtung Osten weiter abziehen.
DWD weitet Unwetter-Warnung aus: Warnstufe Rot ausgerufen
Update vom 4. Juni, 20.58 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Warnung heute für Bayern ausgeweitet: In Schwaben und Oberbayern, aber auch in Mittelfranken und Niederbayern und die Oberpfalz drohen aktuell Unwetter mit Gewittern der Stufe 3 von 4. Die Warnung gilt stellenweise bis 21.30 Uhr. Auch in Niedersachsen kann es lokal zu kräftigem Gewitter kommen.
Derweil drohte das Nations-League-Spiel zwischen Deutschland und Portugal ins Wasser zu fallen. Die Torhüter haben ihr Warm-up für das Halbfinale abgebrochen. Die Keeper um Marc-André ter Stegen flüchteten vor dem Gewitter mit großen Hagelkörnern. Auch die Zuschauer auf den Tribünen suchten Schutz vor den Wassermassen. Die Partie wurde um zehn Minuten nach hinten verschoben.
Update vom 4. Juni, 18.38 Uhr: Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sollen heute bis in den Abend hinein schwere Gewitter mit Unwetter-Gefahr über Baden-Württemberg bis Niederbayern, die Oberpfalz und Oberfranken ziehen. Auch Hagel und Orkanböen sind nicht ausgeschlossen.
In Bad Liebenzell (Kreis Calw) im Schwarzwald ist bereits ein Blitz in ein Haus eingeschlagen. Eine Leitung schmorte an, woraufhin ein Brand ausbrach. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann verletzt. Das Haus sei zwar weiterhin bewohnbar, der Schaden werde jedoch auf 150.000 Euro geschätzt.
Unwetter heute bergen „hohe Tornado-Gefahr“
Update vom 4. Juni, 16.05 Uhr: Bis zum Mittag hat es in Baden-Württemberg vielerorts kräftig geregnet. Zwar habe es schauerartige Niederschläge und Gewitter gegeben, ein Starkregenereignis oder Überflutungen hingegen nicht, sagte ein Experte des Deutschen Wetterdienstes.
Das soll sich in den nächsten Stunden gehörig ändern. Meteorologe Jan Schenk sprach gegenüber focus.de von einer „hohen Tornado-Gefahr“. Am Mittwochnachmittag soll sich in Süddeutschland ein sogenanntes mesoskaliges konvektives System (MCS) bilden. Vergleichbar sei dies mit einem Hurrikan. „Gefährlicher geht es nicht“, sagte Schenk.
Update vom 4. Juni, 14.15 Uhr: Meteorologen rechnen damit, dass die Unwetter im Süden von Deutschland ihren Höhepunkt zwischen 19 und 21 Uhr erreichen. „Es geht von Baden-Württemberg aus los, zieht dann voraussichtlich nördlich an München vorbei und zieht im Bayerischen Wald ab“, erklärte ein Experte des Deutschen Wetterdienstes. Die genaue Zugbahn der Gewitterfront könne allerdings nicht vorhergesagt werden. Einen Überblick gibt unsere Live-Karte.
Update vom 4. Juni, 13.10 Uhr: Aktuelle Radarbilder des Deutschen Wetterdienstes zeigen, wie sich ein Niederschlagsband von Südwesten kommend über Deutschland schiebt. Der wetter.net-Meteorologin Kathy Schrey zufolge seien „die Zutaten für schwere Unwetter“ am heutigen Mittwochnachmittag „nahezu ideal.“
Erstmeldung vom 4. Juni, 11 Uhr: Offenbach – Im Süden von Deutschland könnte es am Mittwoch (4. Juni) ungemütlich werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor schweren Unwettern. In der Schweiz bauen sich Gewitterzellen auf, die vom Bodensee her durch Baden-Württemberg und Bayern ziehen. Besonders gefährdet ist das Gebiet zwischen Schwaben und Bayerwald.
Laut dem DWD drohen im Laufe des Mittwochs schwere Gewitter mit Hagel, Sturmböen und Starkregen. Dabei können Hagelkörner mit einem Durchmesser von fünf Zentimetern vom Himmel kommen, vereinzelt seien auch zehn Zentimeter möglich, was noch größer als ein Baseball wäre. Am Abend könne es in der Stunde bis zu 30 Liter pro Quadratmeter regnen.
Auch den Südosten von Baden-Württemberg könnte es hart treffen. Lokal können bis zu acht Zentimeter große Hagelkörner fallen. „Die können mit 140 km/h vom Himmel fallen und haben eine ordentliche Aufprallenergie“, sagte ein DWD-Meteorologe der Deutschen Presse-Agentur. Wenn Mensch oder Tier ungeschützt unterwegs seien, bestünde große Verletzungsgefahr.
Starkregen, orkanartige Sturmböen, Hagel: Wetterdienst warnt vor heftigen Gewittern
Erste Unwetter mit Starkregen (bis zu 20 Liter pro Quadratmeter in der Stunde) könnte es tagsüber bereits in Franken geben. Im weiteren Tagesverlauf ziehen von Osten her dann schwere Gewitter und teils orkanartige Böen mit bis zu 130 Kilometer pro Stunde über Bayern.
Heftige Unwetter überziehen Bayern: Hagel verwandelt Golfplatz in Winterlandschaft – Bilder zeigen Ausmaß




Etwas weniger schwere Gewitter sind laut der Prognose außerdem von Rheinland-Pfalz und Saarland über Hessen und Thüringen hinweg bis nach Sachsen-Anhalt, Nordsachsen, Brandenburg und Berlin möglich. Auch hier kann es Sturmböen, Starkregen und kleinkörnigen Hagel geben.
Heftiges Unwetter bereits am Dienstag im Raum Garmisch-Partenkirchen
Bereits am Dienstagabend war die Region Garmisch-Partenkirchen von einem heftigen Unwetter betroffen. Hagel verwandelten Wiesen in eine Winterlandschaft. Keller liefen voll, Straßen waren überflutet, weil die Kanalisation die Wassermassen nicht auffangen konnte, teilte die Polizei auf BR-Anfrage mit. Am Achensee in Tirol unweit der Grenze fielen tischtennisballgroße Hagelkörner.
Die Unwetter am Mittwoch ziehen in der Nacht weiter nach Tschechien. Am Donnerstag gibt es in Bayern eine Unwetter-Pause. Dann soll es nur regnen. Doch bereits am Freitag rechnet der DWD erneut mit einer ungemütlichen Wetterlage. Und auch an Pfingsten drohen Gewitter, Starkregen und Sturm. (mt/mit Material von dpa)
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