VonKilian Bäumlschließen
Lanzarote ist im Krisenmodus nach heftigen Regenschauern. Die Feuerwehr ist beschäftigt mit überfluteten Kellern und Straßen. Die Reinigungsarbeiten laufen weiter.
Arrecife – Sintflutartige Regenfälle verursachten auf der Kanareninsel Lanzarote erhebliches Chaos und rissen sogar Autos ins Meer. Am Wochenende (12./13. April) wurde der Notstand ausgerufen, wobei insgesamt 222 Vorfälle in Costa Teguise und Arrecife gemeldet wurden. Das Konsortium für Sicherheit und Notfall der Insel berichtete, dass auf einem Golfplatz im Nordosten der Insel fast 100 Liter Regen pro Quadratmeter fielen, ähnlich wie in anderen Teilen der Insel. Die beliebte Urlaubsinsel befand sich im Ausnahmezustand und es gab zahlreiche wetterbedingte Einsätze.
Sturmflut auf Lanzarote: Feuerwehr im Dauereinsatz nach heftigen Regenfällen
In Arrecife, der Hauptstadt der Insel, unterstützte die Feuerwehr bei über 30 Einsätzen, um überflutete Garagen, Keller, Häuser, Fahrzeuge und ein Kinderzentrum zu bewältigen. Auch in anderen Städten wurden viele Einsätze durchgeführt, um das Wasser aus den großen Kellern der überfluteten Wohnungen abzuleiten. Auf Social Media verbreitete Bilder und Videos zeigen das Ausmaß der Verwüstung.
Arrecife in Lanzarote....🌊👀pic.twitter.com/z0lUleZGLj
— Volcaholic 🌋 (@volcaholic1) April 12, 2025
Der Präsident des Cabildo von Lanzarote, Oswaldo Betancort, und Enrique Espinosa, der Leiter des Notfallkonsortiums der Insel, besuchten die von Starkregen betroffenen Gebiete. Sie versprachen den Betroffenen die größtmögliche Unterstützung durch alle verfügbaren Ressourcen der Inselgesellschaft. Betancort erklärte: „Wir wurden von den plötzlichen Regenfällen überrascht, die vor allem in Costa Teguise und Arrecife stundenlang für Chaos und Ungewissheit sorgten, da das Wasser in den Schluchten und Straßen der beiden Gemeinden sehr hoch stand.“
Unwetter-Notstand auf Lanzarote wieder aufgehoben – aber Einsätze laufen weiter
Francisco J. Aparicio, Präsident des Konsortiums für Sicherheit und Notfall, fügte hinzu, dass „wir nur in einer Vorwarnsituation waren und der heftige Regen uns nicht überrascht hat, obwohl wir schnell gehandelt haben, um vor allem das Leben der betroffenen Menschen zu schützen“. Aufgrund der Regenfälle am Samstag mussten mehrere Straßen auf Lanzarote gesperrt werden. Laut dem kanarischen Nachrichtenportal tiempodecanarias wurde der Notstand inzwischen aufgehoben, doch die Einsatzkräfte sind weiterhin mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.
Bereits im vergangenen Monaten wurden die Kanaren von schweren Unwettern heimgesucht. Doch auch ohne Unwetter schlummert eine Gefahr, so kam es auf La Palma zu Erdbeben und einem Vulkanausbruch. (kiba)
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