Hochwasser-Katastrophe in Europa: Video zeigt, wie Wassermassen ganzes Haus wegreißen
VonMoritz Bletzinger
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Hochwasser toben in weiten Teilen von Europa. Schwer getroffen ist unter anderem Polen. Ein Video zeigt den Dammbruch in der Stadt Stronie Slaskie.
Stronie Slaskie – Katastrophale Hochwasser-Szenen aus dem Südwesten von Polen. Der Fluss Biala Ladecka schwoll beim Starkregen an und durchbrach am Sonntag (15. September) den Staudamm zur Stadt Stronie Slaskie (7451 Einwohnerinnen und Einwohner).
Dammbruch bei Unwetter in Polen: Video zeigt Hochwasser-Katastrophe in Stronie Slaskie
Aufnahmen in den sozialen Medien zeigen die zerstörerische Wucht der Wassermassen. Sturzbäche schossen durch die Straßen des niederschlesischen Ortes, Autos wurden wie Spielzeug mitgerissen. Und sogar ein ganzes Haus hielt dem Hochwasser nicht Stand, das halbe Erdgeschoss wurde einfach weggespült. „Ein Albtraum“, schreibt eine Frau aus Polen zu den Bildern.
Unfortunately, some of the old hydraulic structures are not holding up. This is Stronie Śląskie, Lower Silesia. An absolute nightmare. pic.twitter.com/76ixk7mJit
Die Situation im polnischen Schneegebirge an der Grenze zu Tschechien ist dramatisch. Polens Regierungschef Donald Tusk bestätigte einen Todesfall in der Region Klodzko, am Samstag (14. September) war bereits ein Damm in Miedzygorze geborsten.
Das Wasser hat zwischenzeitlich auch die Stadt Klodzko (26.000 Einwohnerinnen und Einwohner) erreicht. Gebirgsjägerinnen und Gebirgsjäger retten Menschen, die in ihren Häusern festsitzen, die Wasser- sowie Gasversorgung funktioniert nicht mehr.
Hochwasser in Österreich, Polen, Tschechien und Bayern: Ausnahmezustand vor Ort – Die Bilder
Europa kämpft mit Hochwasser – deutsche Nachbarländer dramatisch getroffen
In Deutschland gilt Hochwasser-Alarm vor allem in Bayern und Sachsen. Hier halten Regenfälle seit Tagen an, die Flusspegel steigen bedrohlich. Vergleichbar mit der dramatischen Lage in Polen, Tschechien oder Österreich ist das Hochwasser in Deutschland aber nicht. Das THW wappnet sich dennoch für den Ernstfall, empfiehlt Bürgerinnen und Bürgern, einen „kleinen Notvorrat“ anzulegen. Die Flüsse Elbe, Neiße und Oder könnten im Wochenverlauf Hochwasser führen. (moe)