VonMoritz Bletzingerschließen
Nach kühlen Nächten und Schneeschauern ist für Deutschland eine Wetterveränderung vorausgesagt. Es nähert sich eine Welle von spätsommerlicher Wärme, der Altweibersommer ist in greifbarer Nähe.
Frankfurt – Frostiges Wetter-Intermezzo in Deutschland. Ex-Hurrikan Kirk zieht nach Skandinavien ab und hinterlässt kalte Luftmassen. Das führt am Freitag zu einem Temperatursturz in der Osthälfte und laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sogar zu Neuschnee in Bayern.
Wetterwende nach Wintereinbruch in Deutschland: Meteorologe verspricht fast sommerliches Wetter
Nach dem Wochenende (12./13. Oktober) ist die Kälte aber vorerst schon wieder überstanden, verspricht Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. In der Woche darauf kommt die große Wetterwende. Warme Luftmassen strömen in der neuen Woche aus Südwesten zu uns ins Land.
„Das ist kaum zu glauben“, sagt Jung, die Prognose des europäischen Wettermodells ECMWF zeigt nach zwei frischen Nächten wieder fast sommerliches Wetter. Es wird nochmal „sehr warm, beziehungsweise ungewöhnlich warm“ für den Herbst. Der Altweibersommer schiebt den Goldenen Oktober an.
Wetterprognosen zeigen: Altweibersommer kommt nach Deutschland – Temperaturen bis 25 Grad im Oktober
Prognosen des DWD zeigen in der Woche ab dem 14. Oktober sogar Temperaturen bis zu 25 Grad in Deutschland. Am wärmsten wird erst am Oberrhein und ab Mittwoch auch im Süden von Deutschland. Sommer-Comeback für das ganze Land. Zwar kann es zwischendurch zu Dunst, Nebel und gelegentlichen kurzen Schauern kommen, doch meistens bleibt es trocken.
Laut Jung deuten die Wettervorhersagen darauf hin, dass der Oktober insgesamt um ein Grad zu warm ausfallen dürfte. Das heißt, die Temperaturen sind höher als das Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020. US-Prognosen deuten außerdem auch auf einen zu warmen Winter hin. „Selbst ein Rekordwinter ist nicht ausgeschlossen“, sagt Jung, womöglich der wärmste seit 1881. Ein zu kalter Winter gilt als unwahrscheinlich, doch das Wetterphänomen La Niña könnte die Temperaturen weltweit ein wenig drücken. (moe)
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