Schäden in Millionenhöhe

10 Bilder, die zeigen, wie es nach der Sturmflut an der Ostsee aussieht

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Nach dem starken Unwetter zieht sich das Hochwasser langsam zurück und hinterlässt Zerstörung. Eine Expertin erklärt, wie Sturmfluten entstehen und warum wir sie häufiger erleben könnten.

Die Sturmflut vom vergangenen Samstag, die an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste gewütet hat, gilt als das stärkste Ostseesturmhochwasser seit 1872. Rund 2000 Menschen mussten ihre Häuser wegen Überschwemmungen verlassen und wurden evakuiert. Eine Frau auf Fehmarn starb, zwei Einsatzkräfte wurden leicht verletzt, so die Bilanz der Feuerwehr Schleswig-Holstein.

Menschen fotografieren Wellen der Ostsee, die bei einem schweren Sturmtief an den Leuchtturm auf der Ostmole peitschen.

Besonders in Flensburg, aber auch in Kiel, Damp, Arnis, Maasholm, Eckernförde und Ostholstein hat die Sturmflut schwere Schäden verursacht. Die Landesregierung hat am Montag über Konsequenzen und Hilfsmaßnahmen beraten, der Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte den betroffenen Kommunen Unterstützung zugesagt. Die zuständigen Behörden schätzen die Summe der Schäden bereits jetzt auf eine dreistellige Millionenhöhe.

10 Bilder zeigen, wie es nach der Sturmflut an der Ostsee aussieht

Nach der Sturmflut an der Ostseeküste - Stahlbrode
Die Straße zur Fähre im Hafen von Stahlbrode ist nach der Sturmflut beschädigt.  © picture alliance/Stefan Sauer
Nach der Sturmflut an der Ostseeküste - Stahlbrode.
Beschädigte Straße im Hafen von Stahlbrode. © picture alliance/Stefan Sauer
Sturmflut an der Ostseeküste.
Menschen fotografieren bei einem schweren Sturmtief die hohen Wellen an der Strandpromenade. © picture alliance/Georg Moritz
Nach Sturmflut in Schleswig Holstein - Kiel-Schilksee.
Zerstörte Strandkörbe liegen nach einer Sturmflut am Strand der Ostsee. © picture alliance/Daniel Bockwoldt
Sturm in Schleswig-Holstein
Feuerwehrleute stehen vor zwei entwurzelten Bäumen, die gegen ein Mehrfamilienhaus gefallen sind. Sturmtief Viktor richtet Schäden in Norddeutschland an. © picture alliance/Daniel Bockwoldt
Sturm in Schleswig-Holstein.
Feuerwehrleute zersägen einen entwurzelten Baum, der gegen ein Mehrfamilienhaus gefallen ist. © picture alliance/Daniel Bockwoldt
Sturm richtet Schäden in Dänemark und Norwegen an
Auch in Dänemark kam es an mehreren Orten zu Überschwemmungen © picture alliance/Nils Meilvang.jpg
Sturmflut an der Ostseeküste.
Wellen der Ostsee peitschen bei einem schweren Sturmtief an den Leuchtturm auf der Ostmole. © picture alliance/Georg Moritz
Sturm in Schleswig-Holstein.
Feuerwehrleute füllen Sandsäcke.  © picture alliance/Daniel Bockwoldt
Sturmflut an der Ostseeküste
Das Wasser aus der Schlei überschwemmt einen Bootshafen. © picture alliance/Frank Molter

Was ist eine Sturmflut?

BuzzFeed News Deutschland hat bei Expert:innen nachgefragt. Corinna Schrum vom Institut für Küstensysteme des Helmholz-Zentrum Hereon erklärt: „Unter einer Sturmflut verstehen wir durch Windeinfluss erzeugte hohe Wasserstände an den Küsten und in den Flussmündungen, deren Höchstwerte die für die Region festgelegten Grenzwasserstände übersteigen.“

Müssen wir in Zukunft öfter mit Sturmfluten rechnen?

Schrum sagt „Ja, allerdings ist es nicht so einfach“, denn der Wind sei entscheidend und sorge für starke Schwankungen in der Häufigkeit. An der Nordsee werde eine leichte Sturmflut bis zu zehnmal pro Jahr erwartet, eine schwere Sturmflut im Mittel etwa alle zwanzig Jahre.

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Doch auch der Meeresspiegel, der durch den Klimawandel ansteigt, sorge dafür, „dass Sturmfluten langfristig höher auflaufen können, auch wenn keine Veränderung der Sturmaktivität beobachtet wird.“ Die Expertin erklärt es so: „Der Anstieg des Meeresspiegels hebt dabei das Ausgangsniveau an. Der Effekt ist in etwa vergleichbar dem eines Kindes, das in der Badewanne sitzt und versucht, den Fußboden nass zu spritzen. Wenn mehr Wasser in der Wanne ist (Anstieg des Meeresspiegels), muss es weniger heftig planschen (Sturm), um den gleichen Effekt (Fußboden nass, Sturmflut) zu erzielen.“

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(Mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © picture alliance/ Georg Moritz

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