VonDenise Dörriesschließen
Senatoren-Tochter Meghan McCain giftet gegen Donald Trump. Der Ex-Präsident hatte ihren Vater, einen ehemaligen Kriegsgefangenen, verspottet.
Newton/Iowa – Der ehemalige Präsident und Spitzenkandidat der Republikaner in der Nominierung zur Präsidentschaftswahl 2024, Donald Trump, ist mal wieder wegen Verspottung im Visier der Kritiker gelandet. In einer Rede in Iowa am Freitag soll er den ehemaligen Präsidentschaftskandidaten und Kriegsgefangenen John McCain verspottet haben.
Trumps Bemerkungen in seiner Kundgebung in Iowa über John McCains Votum zur Rettung des Affordable Care Act (ACA), auch bekannt als Obamacare, stieß bei der Tochter des Kriegsveteranen und Ex-Senators in Arizona, Meghan McCain, übel auf. In einem Statement fand sie klare Worte gegen Donald Trump, wie aus einem Bericht auf newsweek.com hervorgeht.
Ex-Präsident Donald Trump verspottet verstorbenen Kriegsveteran John McCain
Es ist nichts Neues, dass Trump in seinen Reden und Kundgebungen über andere Menschen herzieht, kürzlich traf es den bereits verstorbenen ehemaligen Kriegsgefangenen und Präsidentschaftskandidaten John McCain. In seiner Kundgebung in Newton im US-Bundesstaat Iowa, kritisierte Trump McCains Votum zur Rettung des Affordable Care Act: „Obamacare ist eine Katastrophe, niemand spricht darüber. Wissen Sie, ohne John McCain hätten wir es geschafft.“
Denn McCain war sozusagen der Retter der Obamacare. Als damaliger Senator von Arizona gab er einen entscheidenden Stimmzettel ab und brachte somit das Gesetz, die Gesundheitsversorgung für alle in den USA erschwinglicher zu machen, voran.
Schon mehrmals hatte Trump, der bei der Präsidentschaftswahl 2024 wieder als Kandidat ins Rennen gehen möchte, sich über den ehemaligen Senator lustig gemacht. Auf einer Veranstaltung im Sommer 2015 verhöhnte der ehemalige US-Präsident McCain, weil der Veranstaltungsmoderator ihn als Kriegshelden bezeichnete. „Er ist kein Kriegsheld. Er ist kein Kriegsheld, weil er gefangen genommen wurde“, sagte Trump. „Ich mag Menschen, die nicht gefangen genommen wurden“, kommentierte er weiter.
McCain Tochter teilt gegen Trump aus: „Bescheuerter Krämer und Lügner“
Die Tochter des Veteranen hat Trump wegen seiner negativen Bemerkungen schon mehrmals verbal angegriffen. Auch jetzt fand sie harsche Worte für die Aussage des Ex-Präsidenten in Newton: „Trump ist ein beschissener Wahlleugner, ein Krämer, dessen eigene Frau nicht mit ihm Wahlkampf machen wird.“
Zur Verteidigung ihres verstorbenen Vaters meldete sich die Senatoren-Tochter auf X (ehemals Twitter) und schrieb zu einem Beitrag, wo Trumps Rede aus Newton wiedergegeben wurde: „Ich kann keinen Bagel kaufen, ohne dass mich jemand darauf anspricht, wie sehr mein Vater geliebt und vermisst wird“, weiter heißt es in ihrem Statement: „Er war ein amerikanischer Held. Eine Ikone. Ein Patriot, an den man sich im Laufe der Geschichte erinnern wird.“ (Denise Dörries)
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