Die Zahl der bei einem Anschlag im westafrikanischen Burkina Faso getöteten Menschen liegt offiziellen Angaben zufolge bei mindestens 79
Ouagadougou - Es seien 29 weitere Leichen nach dem Massaker in Seytenga im Norden des Landes gefunden worden, teilte die Regierung in Ouagadougou am Dienstag mit.
50 getötete Einwohner wurden bereits bis Montag geborgen. Bewaffnete Gruppen hatten am Wochenende Zivilisten in der Ortschaft Seytenga angegriffen. Augenzeugen zufolge kamen dabei 100 Einwohner ums Leben.
Die Regierung in Burkina Faso geht von einem terroristischen Anschlag aus. Die Einsatzkräfte sollen ihre Suche nach Getöteten weiter fortsetzen, hieß es. Allerdings werde ihre Arbeit durch Sprengfallen behindert, die von den Angreifern in der Umgebung zurückgelassen worden seien. Viele Menschen sind der Regierung zufolge nach dem Angriff in eine 47 Kilometer entfernte Gemeinde geflohen.
In den vergangenen Monaten hat es vermehrt Anschläge im Norden Burkina Fasos gegeben. Der Sahelstaat grenzt dort an Mali und Niger. In allen drei Ländern sind bewaffnete Gruppen, die zum Teil der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) oder der Terrororganisation Al-Kaida die Treue geschworen haben, aktiv. Seit einem Putsch im Januar regiert das Militär in Burkina Faso. (dpa)