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Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Nach den Gesprächen zum Friedensplan äußern sich die USA zuversichtlich. Merz fordert russische Teilnahme. Der News-Ticker.
Update, 22:20 Uhr: Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat den von den USA vorgelegten 28-Punkte-Plan zum Ukraine-Krieg als Zäsur im transatlantischen Verhältnis bezeichnet. „Das ist jetzt die zweite Zeitenwende“, sagte Röttgen der Zeit. „Die Zeitenwende I war die Rückkehr des Krieges nach Europa durch Russland.“ Die „Zeitenwende II“ sei „die Entscheidung der USA, sich bei Fragen der europäischen Sicherheit auf die Seite des Krieg führenden Diktators zu schlagen“.
Der Vizechef der Unionsfraktion forderte als Reaktion darauf eine Neuausrichtung der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. „Wir müssen uns grundsätzlich neu orientieren“, sagte Röttgen. In Europa müsse mit denjenigen, „die dazu in der Lage und willens sind, noch schneller, substanzieller, entschlossener eigene Stärke“ entwickelt werden. Dies gelte sowohl im wirtschaftlichen als auch im militärischen Bereich.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 21:23 Uhr: Bei den Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Krieges muss nach Ansicht von Bundeskanzler Friedrich Merz möglichst schnell Moskau wieder mit dabei sein. Nach den Genfer Verhandlungen zwischen der Ukraine, ihren europäischen Unterstützern und den USA sei der nächste Schritt nun: „Russland muss an den Tisch“, sagte Merz am Montag.
Trump telefoniert mit Xi: Auch Ukraine-Krieg ein Thema
Update, 20:32 Uhr: Chinas Präsident Xi Jinping hat mit US-Präsident Donald Trump über Taiwan und den Ukraine-Krieg telefoniert. Xi betonte laut chinesischen Staatsmedien Chinas Unterstützung für Friedensbemühungen in der Ukraine und die Hoffnung auf eine „gerechte und bleibende Friedensvereinbarung“ aller Seiten. China wird aufgrund seiner engen Beziehungen zu Russland wichtiger Einfluss auf Moskau zugeschrieben. Gleichzeitig gilt Peking als Putins wichtigster Unterstützer und hat das russische Vorgehen in der Ukraine bisher nicht verurteilt.
Ukraine-Gespräche in Genf: Teilnehmer berichten von „grundsätzlichem Druck“ durch US-Regierung
Update, 19:56 Uhr: Die USA haben bei den Ukraine-Gesprächen in Genf nach Angaben aus Verhandlungskreisen Druck auf die Unterhändler Kiews ausgeübt, den von Washington vorgelegten Plan für ein Ende des Krieges zu akzeptieren. Zwar habe das Drängen der USA im Laufe der Verhandlungen abgenommen, aber der „grundsätzliche Druck“ sei bestehen geblieben, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montag von einem mit den Genfer Gesprächen vertrauten hochrangigen Beamten.
Die ursprüngliche Fassung des Plans verlangte von der Ukraine schmerzhafte Zugeständnisse wie die Abtretung großer, teils noch nicht einmal von Russland eroberter Gebiete in der Ostukraine an Moskau, eine Begrenzung der Truppenstärke und den Verzicht auf einen Nato-Beitritt. Der Ursprungsplan kam damit Moskau in zentralen Forderungen weit entgegen. Die Ukraine und ihre Verbündeten drangen in Genf daher auf eine Überarbeitung des US-Plans.
Update, 18:47 Uhr: Die USA und die Ukraine haben in Genf offenbar einen neuen 19-Punkte-Friedensplan für den Ukraine-Krieg ausgearbeitet. Das meldet die Financial Times. Die wichtigsten strittigen Fragen blieben jedoch ungeklärt und sollen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj zur Entscheidung vorgelegt werden.
Dem Bericht zufolge einigten sich beide Seiten nach stundenlangen Gesprächen auf mehrere Punkte, „setzten jedoch die umstrittensten Punkte – darunter territoriale Fragen und die Beziehungen zwischen der NATO, Russland und den USA – in Klammern“. Der erste stellvertretende ukrainische Außenminister Sergiy Kyslytsya bezeichnete das Treffen als „intensiv“, aber „produktiv“. „Von der ursprünglichen Fassung ist nur noch sehr wenig übrig“, sagte Kyslytsya der Financial Times über Trumps ursprünglichen 28-Punkte-Plan.
Ukraine-Krieg aktuell: Kreml richtet sich gegen EU-Plan – „Passt uns nicht“
Update, 18:44 Uhr: Russland hat den europäischen Gegenvorschlag zum US-Plan für die Ukraine scharf zurückgewiesen. Kreml-Berater Juri Uschakow bezeichnete den Vorschlag am Montag als „überhaupt nicht konstruktiv“ und erklärte: „Er passt uns nicht.“ Die Ablehnung zeigt die anhaltenden diplomatischen Spannungen im Ukraine-Krieg auf. Details zu den konkreten Inhalten des europäischen Plans wurden zunächst nicht bekannt.
Ukraine-Krieg aktuell: Tusk warnt vor „direkter Bedrohung“ durch Russland
Update, 17:50 Uhr: Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hat beim EU-Afrika-Gipfel in der angolischen Hauptstadt Luanda eindringlich vor Friedenslösungen für den Ukraine-Krieg gewarnt, die Europas Sicherheit gefährden könnten. Die EU-Führung sei sich einig, dass Polen und Europa nicht durch einen schlechten Deal geschwächt werden dürften, erklärte Tusk gegenüber polnischen Medien.
Deswegen soll ein umstrittener Punkt im amerikanischen 28-Punkte-Plan zur Stationierung europäischer Kampfjets in Polen nach europäischen Protesten gestrichen werden. Dieser ließ sich als Forderung nach einem Ende der Luftpatrouillen von Nato-Staaten über den baltischen Staaten interpretieren. „Ihr Zusammenbruch würde eine direkte Bedrohung für Polen bedeuten“, warnte Tusk laut der Nachrichtenagentur PAP mit Blick auf die Ukraine.
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj spricht von wichtigen Verhandlungsschritten
Update, 15:59 Uhr: Die Ukraine und europäische Partner haben nach den Genfer Verhandlungen über den 28-Punkte-Plan der USA Fortschritte für das Ende des Ukraine-Kriegs gemeldet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von „wichtigen Schritten, aber für einen echten Frieden braucht es mehr, viel mehr“.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) warnte vor einseitigen territorialen Zugeständnissen an Russland und betonte, „dass die Ukraine nicht zu einseitigen territorialen Konzessionen gezwungen werden darf“. Der ursprüngliche US-Plan hatte schmerzhafte Zugeständnisse wie Gebietsabtretungen in der Ostukraine verlangt. Laut Selenskyj gelang es in Genf, „äußerst sensible Punkte zu wahren“, darunter die vollständige Freilassung aller ukrainischen Kriegsgefangenen sowie die Rückkehr der von Russland entführten ukrainischen Kinder.
Ukraine-Krieg aktuell: Merz rechnet nicht mit Durchbruch bei Verhandlungen
Update, 14.37 Uhr: Kanzler Friedrich Merz rechnet nicht mit einem Durchbruch bei den Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine noch diese Woche. „Das ist ein mühsamer Prozess. Der wird in dieser Woche allenfalls kleinere Schritte vorangehen“, sagte der CDU-Politiker am Rande des EU-Afrika-Gipfels in Luanda. Zuvor hatte er sich mit anderen Staats- und Regierungschefs der EU beraten. Merz fügte hinzu: „Der nächste Schritt muss sein: Russland muss an den Tisch. Und wenn dies möglich ist, dann hat sich jede Anstrengung gelohnt.“
Durchbruch in Genf: Europa zwingt Trump neuen Ukraine-Kompromiss auf – die Details
Update, 14.08 Uhr: Der amerikanische Vorstoß für ein Ende des Ukraine-Kriegs hatte die Europäer geschockt – jetzt wurde nachverhandelt. Was konkret steht im überarbeiteten Friedensplan? Die Hintergründe in Durchbruch in Genf: Europa zwingt Trump neuen Ukraine-Kompromiss auf – die Details.
Ukraine-Friedensplan aktuell: Selenskyj über „sensible Punkte“ und Putins Haltung
Update, 13.36 Uhr: Die Ukraine-Gespräche in Genf haben nach den Worten von Wolodymyr Selenskyj Fortschritte gebracht. Bei den mit den USA abgestimmten Schritten sei es „uns gelungen, äußerst sensible Punkte zu wahren“, erklärte der ukrainische Präsident heute (24. November) bei einer virtuellen Konferenz in Schweden.
Zu den sensiblen Punkten zählten laut Selenskyj „die vollständige Freilassung aller ukrainischen Kriegsgefangenen und Zivilisten im Zuge der ‚Alle-für-Alle‘-Regelung sowie die vollständige Rückkehr der von Russland entführten ukrainischen Kinder“.
Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland




Die Ukraine Land befinde sich an einem „kritischen Punkt“, führte Selenskyj aus. Er versicherte, nach „Kompromissen zu suchen, die uns stärken, nicht schwächen“. Der russische Präsident Wladimir Putin strebe die „rechtliche Anerkennung dessen an, was er gestohlen hat“, meinte Selenskyj.
Friedensplan für die Ukraine: „Koalition der Willigen“ berät am Dienstag
Update, 13.19 Uhr: An dem überarbeiteten Ukraine-Friedensplan „gebe es noch viel zu tun“, heißt es laut Reuters aus Brüssel. Die Staats- und Regierungschefs der die Ukraine unterstützenden „Koalition der Willigen“ wollen morgen (25. November) in einer Videokonferenz beraten, teilte eine Sprecherin der EU-Kommission mit.
Neuer Friedensplan im Ukraine-Krieg: Ungarn spricht von „großer Chance“
Update, 12.38 Uhr: Ungarns Außenminister Peter Szijjarto hat den überarbeiteten Friedensplan für die Ukraine als große Chance zur Beendigung des Krieges bezeichnet. Jeder europäische Politiker habe die Pflicht, diesen Plan vollständig und bedingungslos zu unterstützen, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters Szijjarto aus einem X-Post.
Innerhalb der EU können weitreichende Pläne für mehr Unterstützung für Kiew im Ukraine-Krieg schon heute nicht mehr durchgesetzt werden, weil sie eine einstimmige Zustimmung erfordern und Länder wie Ungarn und die Slowakei diese blockieren.
Während USA mit Europa Friedensplan aushandelt: Russland stößt bei Pokrowsk vor
Update, 12.01 Uhr: Ob die Lage an der Front in Pokrowsk einen Einfluss auf die ukrainische Bereitschaft zu Zugeständnissen an Putin hat, an dieser Frage scheiden sich die Geister. Manche halten den bevorstehenden Fall der ukrainischen Stadt für ungünstig für Kiew; andere Militäranalysten meinen, er werde keine einschneidenden Folgen haben.
Jetzt hat das Verteidigungsministerium einen neuen Vorstoß in der Region gemeldet: Russische Truppen hätten dort „zwei Bezirke“ eingenommen, wie die amtliche russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti laut Reuters meldete.
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyjs spricht über problematische Forderung von Putin
Update, 11:33 Uhr: Der ukrainische Präsident Selenskyj sprach heute per Videoschalte vor dem schwedischen Parlament. Er sagte, das Hauptproblem des Friedensplans sei Putins Forderung nach rechtlicher Anerkennung der Gebiete, die Russland der Ukraine „gestohlen“ habe. „Dies würde gegen den Grundsatz der territorialen Integrität und Souveränität verstoßen“, sagte er. Grenzen könnten nicht mit Gewalt verändert werden. Selenskyj forderte: „Setzen Sie Russland weiterhin unter Druck. Russland tötet immer noch Menschen.“
Ukraine-Krieg aktuell: Merz und Europäer mit Sondersitzung zum Friedensplan
Update, 11:20 Uhr: Kanzler Friedrich Merz und weitere EU-Staats- und Regierungschefs beraten seit 10.30 Uhr über den Ukraine-Friedensplan. Das Treffen findet am Rande des EU-Afrika-Gipfels in Angolas Hauptstadt Luanda statt, teilt ein EU-Sprecher mit. Regierungschefs, die nicht am Gipfel teilnehmen, können per Videoschalte teilnehmen.
Update, 10:55 Uhr: Der russischen Regierung liegen offenbar keine offiziellen Informationen über das Ergebnis der Gespräche zum Ukraine-Friedensplan in der Schweiz vor. Putin-Sprecher Dmitri Peskow erklärte laut Reuters, man werde keine Details über die Presse diskutieren. Für diese Woche seien keine Treffen zwischen Unterhändlern der USA und Russlands geplant.
Ukraine-Krieg aktuell: Kiew nennt rote Linien im Friedensplan
Update, 10:30 Uhr: Die Ukraine schließt laut Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk eine formale Anerkennung der von Russland besetzten Gebiete, eine Begrenzung der Armee und Einschränkungen für künftige Bündnisse aus. Dies seien die roten Linien, sagte Stefantschuk auf dem Krim-Plattform-Gipfel in Schweden laut Reuters. Diese Positionen widersprechen einem von den USA unterstützten Friedensvorschlag. EU- und NATO-Mitgliedschaften der Ukraine müssten Elemente von Sicherheitsgarantien und jedem Friedensplan sein, sagte Stefantschuk.
Ukraine-Krieg aktuell: Sicherheitsgarantien wohl größter Knackpunkt bei Ukraine-Verhandlungen
Update, 9:55 Uhr: Der ehemalige britische Botschafter in Russland, Sir Tony Brenton, soll erfahren haben, dass die Sicherheitsgarantien für die Ukraine aktuell eine der größten Schwierigkeiten bei den Ukraine-Gesprächen in der Schweiz seien. „Die Russen sind sehr misstrauisch gegenüber jeder Garantie, die ihrer Ansicht nach einem Hintertür-Beitritt der Ukraine zur NATO gleichkäme“, erklärte er gegenüber der BBC.
Ukraine-Krieg aktuell: NATO-Forderungen laut Wadephul aus neuen Friedensplan entfernt
Update, 9:20 Uhr: Deutschland sieht ebenfalls Fortschritte beim Friedensplan für die Ukraine. Außenminister Johann Wadephul erklärte, in der neuen Version seien alle Europa und die NATO betreffenden Fragen entfernt worden. „Das ist ein entscheidender Erfolg, den wir gestern erzielt haben“, sagte er im Deutschlandfunk.
Ukraine-Krieg aktuell: Rubio weicht Trump-Frist auf – drängt aber auf schnellen Friedensdeal
Update, 8.49 Uhr: US-Präsident Trump wollte ursprünglich einen Ukraine-Frieden bis Donnerstag erreichen, dem wichtigen US-Feiertag Thanksgiving. US-Außenminister Rubio weichte die Frist nun auf: Ein Abkommen bis Donnerstag sei aus US-Sicht wünschenswert, doch „ob Donnerstag, Freitag, Mittwoch oder Montag kommende Woche“ sei nachrangig, erklärte er in Genf. „Wir wollen, dass es bald passiert.“
Inhaltliche Details wollte Rubio nicht nennen: „Ich werde nicht auf die Details der besprochenen Themen eingehen, da dies ein laufender Prozess ist“, sagte Rubio laut CNN in seiner Erklärung in der Schweiz. Die verbleibenden Punkte des Friedensplans seien jedoch „nicht unüberwindbar“.
Putin-Verhandler wettert gegen „Kriegstreiber“ in Europa
Update, 8.18 Uhr: Russland lehnt den europäischen Gegenentwurf zum 28-Punkte-Plan offenbar ab. Verteidigungspolitiker Alexei Zhuraviev bezeichnete die Vorschläge laut einem Bericht des Focus als „komplett inakzeptabel für Russland“. Putins Unterhändler Kirill Dmitriev hat zudem in der Nacht auf der Online-Plattform X geschrieben: „Die Kriegstreiber der EU wollen, dass der Krieg bis zum letzten Ukrainer andauert.“
Ob der in der Nacht von der USA und Ukraine überarbeitete Friedensplan für Russland zustimmungsfähig ist, ist dagegen offen. Details sind aktuell nicht bekannt.
Update, 7.55 Uhr: US-Präsident Donald Trump ist laut seinem Außenminister Marco Rubio „sehr zufrieden mit den Berichten, die wir ihm über die erzielten Fortschritte vorgelegt haben“, wie Rubio erklärte. Nur wenige Stunden zuvor hatte Trump Selenskyj auf Truth Social für angeblich unzureichende Dankbarkeit gerügt und ihn nur in Anführungszeichen als „Führer“ der Ukraine bezeichnet – eindeutig ein Narrativ Russlands, das Selenskyj als unrechtmäßiges Staatsoberhaupt darstellt.
Ukraine-Krieg aktuell: Neuer Friedensplan enthält wichtiges Detail
Update, 6:40 Uhr: Die Ukraine ist nach Darstellung der USA mit der gemeinsam überarbeiteten Version des Friedensplans zufrieden und sieht die wichtigsten Interessen des Landes darin widergespiegelt. Der Entwurf umfasse den Vertretern aus Kiew zufolge „kurz- und langfristige, glaubwürdige und durchsetzbare Mechanismen zum Schutz der ukrainischen Sicherheit“, teilte das Weiße Haus mit. Die Ukraine äußerte sich zunächst nicht dazu.
Update, 24. November, 4:05 Uhr: Ein neuer Entwurf eines „Friedensplans“ zur Beendigung des Ukraine-Kriegs wird nach Angaben des Weißen Hauses „vollständig“ die Souveränität der Ukraine bewahren. Dies gab das Weiße Haus bekannt, nachdem Vertreter der Ukraine, der USA und europäischer Staaten in mehreren Gesprächsrunden in Genf über den in den vergangenen Tagen von Washington vorgelegten Plan beraten hatten. Die Gespräche seien ein „bedeutender Schritt voran“ gewesen.
Ukraine-Krieg aktuell: Neuer Friedensplan in Genf erarbeitet – Rubio zuversichtlich
Update, 22:24 Uhr: Nach Beratungen mit Vertretern der Ukraine und europäischen Verbündeten hat sich US-Außenminister Marco Rubio zuversichtlich für eine überarbeitete Version des US-Friedensplans gezeigt, der zu einem Ende des Ukraine-Kriegs führen soll. Die Gespräche hätten in einem „grundlegenden Dokument“ gemündet, das nun als Basis für die weitere Arbeit dienen solle, sagte er vor anwesenden Journalisten. Rubio sprach von „enormen Fortschritten“ und fügte an, dass die noch offenen Punkte „nicht unüberwindbar“ seien. Es brauche nur mehr Zeit. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir es schaffen werden.“
Vorschlag für Ende des Ukraine-Kriegs: Europäische Staaten machen Gegenentwurf
Zudem soll ein Nato-Beitritt der Ukraine nicht mehr explizit ausgeschlossen sein und auch keine allgemeine Amnestie für Kriegsverbrechen gewährt werden. Die im US-Plan genannte Frist für Wahlen in der Ukraine innerhalb von 100 Tagen wird ebenfalls nicht genannt. Stattdessen sollen sie nur so „schnell wie möglich“ organisiert werden. Russland soll allerdings weiterhin wie im US-Plan eine Wiederbelebung der G8-Gruppe der großen Industrienationen in Aussicht gestellt worden. Aus ihr war das Land 2014 nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim verbannt worden.
Inwieweit die Änderungsvorschläge bei den laufenden Verhandlungen zwischen den US und der Ukraine Gehör finden, blieb zunächst unklar. An ihnen sind auch Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens sowie der EU beteiligt. Aus EU-Kreisen hieß es am Abend, einige Vorschläge seien möglicherweise schon wieder überholt. Über die konkreten Punkte hatten zunächst unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters (siehe vorheriges Update) und die britische Zeitung The Telegraph berichtet.
Ukraine-Krieg aktuelle: Europäischer Gegenentwurf zu US-Friedensplan: Details bekannt
Update, 20:40 Uhr: Reuters hat inzwischen den vollständigen Gegenentwurf der europäischen Partner zu Trumps Friedensplan veröffentlicht. Der Plan, der zum Ende des Ukraine-Kriegs führen soll, beinhaltet unter anderem eine Obergrenze von 800.000 Soldaten für die ukrainischen Streitkräfte und die Aufnahme von Verhandlungen von der aktuellen Kontaktlinie aus. Wie es bei Reuters heißt, basiert der Gegenentwurf auf dem US-Friedensplan. Jedoch wurde jeder Punkt einzeln geprüft und Änderungen sowie Streichungen unterzogen.
Merz zu Ukraine-Friedensplan: Kanzler hofft auf zeitnahen Waffenstillstand
Update, 18:40 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz hofft, dass die Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs nun rasch zu einer Feuerpause führen. Nach dem G20-Gipfel in der südafrikanischen Wirtschaftsmetropole Johannesburg sagte der Kanzler, man müsse „wenigstens einen ersten Schritt“ am Donnerstag tun.
US-Präsident Donald Trump hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine Frist bis Donnerstag gesetzt, dem US-Friedensplan grundsätzlich zuzustimmen. Die Unterstützer der Ukraine lehnen den Plan in der derzeitigen Fassung ab. Er tue alles, „um wenigstens einen Waffenstillstand zu erreichen, um jetzt wirklich in Verhandlungen eintreten zu können“, sagte Merz im Interview mit der Sendung :newstime von ProSieben/Sat1.
Details zum US-Friedensplan: So entstand wohl das Vorhaben für ein Ende des Ukraine-Kriegs
Update, 17:58 Uhr: Nach Informationen von Bloomberg entstand der US-Friedensplan, der zum Ende des Ukraine-Kriegs führen soll, während eines Treffens zwischen Steve Witkoff, dem Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Kirill Dmitriev, dem Sondergesandten von Kremlchef Wladimir Putin.
Wie aus den Informationen hervorgeht, wussten weder US-Außenminister Marco Rubio noch der US-Präsident zunächst von der Existenz des Plans. Donald Trump soll das Vorhaben aber nach einer Unterrichtung genehmigt haben. Quellen teilten Bloomberg zudem mit, dass vor diesem Hintergrund die Rolle des US-Vizepräsidenten JD Vance bei der Gestaltung von Entscheidungen über Russlands Krieg gegen die Ukraine zugenommen habe.
Merz reagiert auf US-Plan für Ende des Ukraine-Kriegs: Russland G8-Rückkehr ausgeschlossen
Update, 15:50 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz hält die im US-Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs vorgesehene Rückkehr zur G8 mit Russland derzeit für ausgeschlossen. „Ich kann im Augenblick nicht erkennen, dass es unter den sechs Mitgliedern der G7 von heute, die nicht Amerika sind, eine Bereitschaft gibt, Russland in diesem Kreis wieder aufzunehmen“, sagte der CDU-Politiker in einer Pressekonferenz nach dem G20-Gipfel in Johannesburg.
Erstmeldung: Spitzenvertreter der USA, der Ukraine und europäischer Verbündeter beraten ab heute in Genf über den US-Friedensplan für die Ukraine. An den Gesprächen nehmen Delegationen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien teil.
„Wir hoffen, die letzten Details zu klären, um eine Einigung zu erzielen, die im Interesse der Ukraine ist“, sagte ein US-Regierungsvertreter laut Reuters. Eine finale Einigung werde jedoch erst bei einem direkten Treffen zwischen den Präsidenten Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj möglich sein, fügte er hinzu.
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