Diplomatie stärken

AfD fordert Ende der Russland-Sanktionen

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Das Thema Energiekrise beschäftigt auch die AfD: Die Partei stimmt für eine diplomatische Lösung um russische Energie zu nutzen und gegen die Sanktionspakete

Am Freitag hat sich die AfD-Bundestagsfraktion in Oberhof, Thüringen, zu einer Klausurtagung getroffen.

Berlin/Oberhof - Bei dem dreitägigen Treffen soll die Strategie für die kommenden Wochen und Monate festgelegt werden. Die Partei- und Fraktionschefs Alice Weidel und Tino Chrupalla stellten zum Auftakt ein Positionspapier vor.

Darin bekräftigt die Fraktion unter anderem ihre Forderungen nach einem Ende der Sanktionspolitik gegen Russland und einer Nutzung der Erdgasleitungen Nord Stream 1 und 2. Die Sanktionen seien ein Schuss ins eigene Knie, sagte Chrupalla vor Beginn des Treffens. Die Diplomatie müsse gestärkt werden, so dass es zu einer Friedenslösung komme, «damit wir auch wieder günstig Gas aus Russland beziehen können über die beiden Nordstream-Leitungen, die natürlich repariert werden müssen.»

«Es steht uns eine katastrophale Wirtschafts- und Sozialkrise bevor. Die Gründe hierfür sind überwiegend hausgemacht», heißt es in dem Papier. Weidel sagte mit Blick auf die Inflation, das sei erst der Anfang, «das wird galoppieren, das wird sich beschleunigen».

Die AfD-Fraktion bekräftigte zudem ihre Forderungen nach einer Ausweitung des Energieangebots durch eine stärkere Nutzung von Kohle- und Atomkraftwerken und nach einer Entlastung der Bürger über eine Senkung der Umsatzsteuer auf Grundnahrungsmittel und Energie auf null Prozent, eine Abschaffung der Stromsteuer und der CO2-Abgabe und eine Senkung der Energiesteuer. (dpa)

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